Crisis Core Reunion im Test: Meisterhaftes Remaster

Test Yannik Cunha Katharina Pache
Crisis Core Reunion im Test: Meisterhaftes Remaster
Quelle: Square Enix

Wir haben keine Krise bekommen beim Test von Crisis Core Final Fantasy 7 Reunion - ganz im Gegenteil! Das ursprünglich auf der PSP erschienene Action-RPG hat nicht nur eine überarbeitete Grafik, sondern auch andere Neuerungen zu bieten. Welche das sind und wieso ihr Crisis Core spielen solltet, lest ihr im Test.

Das Kampfsystem in Crisis Core war schon damals simpel, aber effektiv: Wir haben bis zu sechs Zauber oder physische Skills, eine klassische Angriff-Kombo, den Ausweich-Button und einen Block. Klingt einfach, und das ist es auch! Jedoch fordert das Spiel immer wieder, dass wir uns Angriffsmuster und Geschwindigkeit von Gegnern einprägen, um sie zu besiegen. Machen wir das nicht, droht schnell der Game Over-Screen, was aber nicht schlimm ist, da die Ladezeiten so kurz ausfallen, dass wir den Kampf direkt erneut versuchen können. Ähnlich flüssig wie die Übergänge von Zonen, Cutscenes oder modernen Menüs zum Gameplay ist auch das Kampfsystem.

Crisis Core orientiert sich beim Kampf-Design offensichtlich am Remake von Final Fantasy 7, was sich durchweg positiv auswirkt. Die Animationen von Zack sehen besser aus, die Schlag-Effekte wurden modernisiert und alles fühlt sich schlichtweg wuchtiger an. Aber das Beste kommt noch: Während wir in der Original-Version zu unseren Gegnern laufen mussten, um anzugreifen, haben wir nun einen Dash-Angriff.


Willkommen in der Matrix

Dieser kleine aber feine Unterschied gestaltet die Kämpfe um ein Vielfaches spaßiger, doch das ist nicht die einzige Änderung am Kampfsystem. Die DBW-Matrix wurde ebenfalls überarbeitet. Was das ist? DBW steht für Digitale Bewusstseinswellen - mehr ist erst mal nicht wichtig. Im Prinzip handelt es sich um eine einzigartige Kampfmechanik, die es so in keinem anderen Spiel gibt und die folgendermaßen funktioniert.

Während des genretypischen Action-RPG-Gekloppe läuft in der oberen linken Ecke durchgehend ein Roulette mit Gesichtern von Charakteren, die wir bereits kennengelernt haben. Bekommen wir dreimal das gleiche Gesicht, können wir, je nach Charakter, einen mal mehr, mal weniger spektakulären LIMIT-Angriff ausführen. Crisis Core: Final Fantasy 7 Reunion im Test: Meisterhaftes Remaster + Video-Review (5) Quelle: Computec Media GmbH Crisis Core: Final Fantasy 7 Reunion im Test: Meisterhaftes Remaster + Video-Review (5)

Die Mechanik macht Auseinandersetzungen nicht nur einfacher, sie bringt uns auch die wichtigen Charaktere in Zacks Leben im Kampf näher. Über das gleiche System beschwören wir auch die riesigen Monster, Esper genannt. Ebenfalls ungewöhnlich: Unsere Level-Ups sind glücksbasiert! Neben den Bildern unserer gewonnenen Freunde rollen gleichzeitig Zahlen durch die virtuelle Slotmaschine. Bekommen wir etwa eine 7-7-7, bedeutet das eine höhere Stufe für uns.

Keine Sorge, es gibt ein verstecktes Erfahrungssystem, das dafür sorgt, dass wir nicht zu lange auf einem Level hängen bleiben. Andere Zahlen in dreifacher Ausführung stärken ausgerüstete Fähigkeiten, die wir allesamt aufleveln können. Während im Original Erinnerungsfetzen verschiedener Charaktere in Form von Screenshots den Kampf störten, finden diese Momente nur noch im kleinen Format statt und bremsen die Action nicht aus. Lediglich spezielle Cutscenes schieben sich gelegentlich dazwischen, jedoch so selten, dass wir ihnen eher gespannt zuschauen, als dass sie uns nerven. Und sind wir doch genervt, überspringen wir sie mit einem Tastendruck. Gleiches gilt für Cutscenes von Beschwörungen und LIMIT-Fähigkeiten.

Je mehr Bezugspersonen Zack bekommt, desto mehr Charaktere und entsprechend Spezial-Angriffe spielen wir frei. All diese Quality-of-Life-Änderungen zusammen mit dem überarbeiteten Kampfsystem ergeben unglaublich schnelle, flüssige und spaßige Kämpfe, was bei der Menge an Bonus-Content auch bitter nötig ist.

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