Legendäre Taktik-Reihe kehrt nach 20 Jahren endlich zurück - deshalb freu ich mich drauf!

Special Viktor Eippert
Legendäre Taktik-Reihe kehrt nach 20 Jahren endlich zurück - deshalb freu ich mich drauf!
Quelle: Kalypso Media/PC Games

Commandos: Origins will die glorreichen Zeiten der Reihe wiederaufleben lassen - mit allen Vorzügen aktueller Taktik-Spiele.

Wenn man in den letzten Jahren hochwertige Echtzeit-Taktikspiele mit clever designten Missionen und guten Charakteren erleben wollte, ist man an den Spielen von Mimimi Games nicht vorbeigekommen. Shadow Tactics, Desperados 3 und Shadow Gambit haben dem Genre zu einer kleinen Renaissance verholfen - auch wenn die nicht erfolgreich genug war, um das Entwicklerstudio am Leben zu erhalten.

Inspiriert wurden diese Spiele aber allesamt von Urgestein Commandos. Ende der 90er, als Taktikspiele noch rundenbasiert waren, kamen die Commandos-Spiele mit einer wilden Idee um die Ecke: Warum nicht die Runden über Bord werfen und das Geschehen stattdessen jederzeit pausierbar machen? Doch seit ihrer Blütezeit müssen Fans nun schon über 20 Jahre auf den nächsten Hauptableger der Taktik-Reihe warten. Aber nicht mehr lange! Denn am 9. April kehren die markanten Spezialisten des Commandos-Trupps in einem neuen Teil zurück. Ich habe mir Commandos: Origins (jetzt kaufen 59,89 € / 44,99 € ) in einer umfangreichen Präsentation angesehen und komme zu dem Schluss: Jep, da kommt exakt das auf uns zu, was ich mir unter einem modernen Commandos vorgestellt habe.

Ein grüner Sichtkegel zeigt, in welche Richtung ein Feindsoldat gerade blickt. Quelle: Kalypso Media

Die alte Truppe kehrt zurück

In 14 Missionen, die im Zweiten Weltkrieg zwischen 1940 und 1941 angesiedelt sind, erzählt Origins die Geschichte, wie der Trupp aus den sechs ungewöhnlichen Soldaten zusammengefunden hat. Fans der Vorgänger können sich also auf das gute alte Commandos-Feeling freuen, wenn sie mit dem Green Beret Wachen mit dem Messer ausschalten, mit dem Spion in Wehrmachts-Uniformen schlüpfen oder mit dem Marine die Harpune sprechen lassen.

Euch erwartet also das Charakter-Gespann aus dem ersten Commandos mit den bekannten Fähigkeiten: Green Beret, Spion, Scharfschütze, Fahrer, Pionier und Marine. Ein paar kleinere Ergänzungen haben sich die Entwickler trotzdem nicht nehmen lassen. So könnt ihr mit dem Sniper zum Beispiel leere Patronenhülsen werfen, um Gegner abzulenken, oder stationäre MGs mit dem Fahrer bedienen, falls es doch zum offenen Schusswechsel kommt.

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Aber Commandos-Spieler wissen: So weit darf man es eigentlich nie kommen lassen, denn wenn die Kacke so richtig am Dampfen ist, hilft nur der Quick Load. Wie in den Vorgängern führt die Rambo-Methode nicht zum Ziel. Vielmehr geht es auch in Origins darum, durch intelligente Kombination der verschiedenen Fähigkeiten der Commandos die Feindsoldaten unentdeckt auszuschalten und letztendlich das Missionsziel zu erfüllen. Und auch wenn die Schnelllade-Funktion während der etwa 25 Spielstunden, die der neue Teil laut Entwicklern bieten soll, sicherlich oft genutzt wird - ganz so unerbittlich wie die alten Teile wird Origins auch nicht. Fliegt man einmal auf, kann man seine Unachtsamkeit oft noch schnell korrigieren. Erst nach drei Fehlern wird der Großalarm ausgelöst und die komplette Basis ist in ständiger Alarmbereitschaft.

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Moderne Bedienung

Klasse finde ich, dass die Entwickler viele Einstellungsmöglichkeiten geben werden, wie man das Interface an seine Bedürfnisse anpassen kann. So lässt sich ein Timer aktivieren, der anzeigt, wie lange der letzte Quick Save her ist. Außerdem kann ich mir mit einem Druck auf die Tab-Taste den Markierungsmodus einblenden. Der zeigt alles Wichtige an - darunter auch interaktive Objekte, mit denen man ganz in Hitman-Manier Wachen so mit der Umgebung ausschalten kann, dass es wie ein Unfall wirkt.

Das hilft mir nicht nur dabei, das Hauptziel einer Mission leichter zu erreichen, sondern kann auch nützlich bei den Nebenzielen sein, die ich durch Erkunden der Karte ausfindig machen kann. Prinzipiell kann man diese Nebenziele komplett ignorieren. Wenn man sie aber angeht, bekommt man für gewöhnlich praktische Belohnungen, die entweder den weiteren Verlauf des Levels vereinfachen. Oder ich schalte damit sogar alternative Lösungsansätze für die Hauptmission frei. Auf der nächsten Seite geht's um Abwechslung in den Missionen, zusätzliche Herausforderung durch nicht-tödliches Vorgehen und mehr.

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