Ist es der erhoffte Rollenspiel-Kracher? Ich habe endlich Clair Obscur: Expedition 33 gespielt und habe jetzt richtig Bock auf mehr
Special
Clair Obscur: Expedition 33 lockt mit einem interessanten Kampfsystem, das rundenbasierte Taktik mit Echtzeitelementen kombiniert. Wir haben reingespielt.
Seit der Ankündigung von Clair Obscur: Expedition 33 auf dem Summer Game Fest 2024 habe ich das Spiel mit Spannung verfolgt. Schon der erste Trailer sprach mich sofort mit seiner außergewöhnlichen Fantasy-Welt, den interessanten Charakteren und dem attraktiven Kampfsystem an.
Sehr beeindruckt war ich auch von dem hochkarätigen Cast. Bekannte Schauspieler wie Andy Serkis, Charlie Cox und Jennifer English erwecken die Charaktere zum Leben.
Sehr beachtlich für ein noch junges Indie-Studio. Das französische Team von Sandfall Interactive hat sich für ihr Debüt-Projekt ambitionierte Ziele gesteckt. Auf den ersten Blick kann der Titel im Hinblick auf Produktionsqualität mit großen AAA-Produktionen mithalten.
Aber ob das Rollenspiel diesen ersten Anschein auch inhaltlich bestätigen kann, konnte ich kürzlich anhand einer Preview-Demo erstmals selbst ausprobieren.
Der gemalte Tod
Clair Obscur: Expedition 33 (jetzt kaufen 49,95 € / 36,99 € ) ist von der französischen Belle Epoque inspiriert, einer Kulturepoche des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die sich durch Frieden und Wohlstand auszeichnete. Auf das Spiel wurden allerdings nur die stilistischen Elemente dieser Epoche angewandt, denn von Frieden und Wohlstand können die Bewohner dieser Fantasy-Welt nur träumen. Stattdessen leben sie in ständiger Angst vor der sogenannten Malerin, die einmal im Jahr erwacht und eine Zahl auf einen Monolithen malt.
Quelle: Sandfall Interactive
Jeder mit dem Alter, das der Zahl entspricht, ist dazu verdammt zu sterben. Derzeit prangt eine 33 in großen goldenen Ziffern am Horizont. Um den Todeskreislauf endlich zu durchbrechen, schließen sich die Todgeweihten zu einer Expedition zusammen, um der Malerin das Handwerk zu legen. Als Expedition 33 jedoch im Land ihrer Gegenspielerin eintrifft, werden sie noch am Strand von einem mächtigen, mysteriösen Gegner angegriffen und nahezu ausgelöscht.
Für mich beginnt das Abenteuer schließlich in der Rolle von Gustav, der sich sichtlich geschunden aufmacht, weitere Überlebende seiner Expedition zu finden. Bis auf ein paar kleine Szenen ist das dann aber auch alles, was ich in der Anspieldemo von der Story mitbekomme. Ob sich aus der spannenden Grundprämisse also ein packendes Abenteuer entwickelt, muss sich erst im fertigen Spiel zeigen. Interessiert am weiteren Schicksal der unglückseligen Expedition bin ich aber bereits.
Ein französisches JRPG
Einen besseren Einblick lieferte die Vorschauversion in das Gameplay von Clair Obscur. Das herausstechende Merkmal des Spiels ist dabei das rundenbasierte Kampfsystem mit Echtzeit-Elementen. Im Grunde haben sich die Entwickler hier sehr viel von klassischen JRPGs abgeschaut. Sobald ich in der Spielwelt auf einen Gegner treffe, stehen sich meine Gruppenmitglieder und die Gegner in einer Kampfarena gegenüber.
In Runden nacheinander führen nun alle am Kampf Beteiligten ihre Angriffe aus. Über die Bewegung meiner Charaktere muss ich mir dabei keine Gedanken machen. Stattdessen wähle ich zwischen Angriffen, der Nutzung von Gegenständen und Fähigkeiten aus. Um die mächtigen Skills zu nutzen, benötige ich Aktionspunkte, die ich auf verschiedene Weisen aufbauen kann. Die taktische Tiefe, die dabei bereits in der Demo erreicht wird, hat mir richtig gut gefallen.
Bildergalerie
Dazu tragen auch die einzigartigen Mechaniken der einzelnen Figuren bei, wodurch sich jeder Charakter von Expedition 33 in den Kämpfen anders spielt. Der bereits erwähnte Gustav baut mit verschiedenen Attacken zunächst Ladungen auf, die er schließlich mit einer Spezialfähigkeit in exorbitanten Schaden umwandeln kann. Die Magierin Lune erzeugt und verbraucht mit ihren Zaubern Elementar-Flecken. Die Kunst ist es, diese auf die richtige Weise zu kombinieren, um die eigenen Skills zu verstärken. Dieses System hat enormes Potenzial, zwischen allen Charakteren der Gruppe mächtige Synergien auszutüfteln.
