Cities: Skylines 2 gespielt - Als wäre Sim City nie fort gewesen
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Cities: Skylines hat über viele Jahre hinweg erfolgreich die Lücke gefüllt, die EA mit der Demontage von Sim City hinterlassen hat. Cities: Skylines 2 hat das Zeug dazu, den ehemaligen Platzhirsch sogar noch zu überflügeln.
Ein ganz neuer Aspekt des Bedürfnismanagements in unserer Stadt ist der Aufbau einer Kommunikationsinfrastruktur. Schließlich wollen unsere Bewohner im Internet surfen und überall mit ihrem Smartphone erreichbar sein. Auch Firmen profitieren von einer guten Netzabdeckung, wodurch ihre Umsätze steigen und folgerichtig mehr Steuergelder in unserer Haushaltskasse landen. Wie gut Firmen performen, sehen wir übrigens auf Wunsch in der Detailansicht, wenn wir das dazugehörige Gebäude anklicken. Dort wird dann unter anderem ein prozentualer Effizienz-Indikator angezeigt. Kriegen wir hier einen geringen Wert präsentiert, ist das ein Hinweis darauf, dass der Firma etwas fehlt. Das können Rohstoffe sein oder auch Services.
Endlich eine Reichensteuer einführen
Wo wir gerade bei Rohstoffen und Firmen sind: Wer möchte, hat auch hier viele Möglichkeiten, um wahlweise tief in die Abläufe einzugreifen oder nur alles aufzubauen und den Dingen seinen Lauf zu lassen. Das fängt damit an, dass wir in neun verschiedenen Kategorien Rohstoffe an- und abbauen können. Darunter sind Weizen, Baumwolle, Holz oder Öl. Diese Güter werden dann in unseren Industrie-Bezirken weiterverarbeitet.
Richtig cool: Durch die neuen Detailregler zur gezielten Besteuerung von bestimmten Unternehmenssparten können wir die Industrie unserer Stadt in Cities 2 sogar spezialisieren. Wenn wir beispielsweise viel Holz produzieren und die Besteuerung der Möbelindustrie senken, machen wir unseren Standort attraktiv für weitere Produzenten.
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Überhaupt haben wir für unsere Budgetierung nun viel mehr Möglichkeiten und können beispielsweise im Detail einstellen, welche Bevölkerungsschichten stärker zur Kasse gebeten werden. Unsere gebildeten Einwohner haben oftmals besser bezahlte Jobs, also tut es ihnen nicht so weh, wenn wir die Steuerschraube nach oben drehen. Gleichzeitig können wir unausgebildete Einwohner steuerlich entlasten. Oder genau andersherum. In Cities 2 haben wir das in der Hand.
Big Bürgermeister is watching you
Ebenfalls für mehr Tiefe sorgen die Entwickler in puncto Simulation der Einwohner. Wenn wir in Cities 2 einen Bewohner unserer Stadt anklicken, erhalten wir nützliche Informationen darüber, wie es dieser Person geht. Das fängt damit an, ob und wo sie arbeitet, wie die Familienbande aussehen, wo sie wohnt und ob etwas Wichtiges vorgefallen ist - zum Beispiel, dass die Person nach einem Unfall auf einen Krankenwagen wartet.
Quelle: Paradox Interactive
In Cities 2 können wir jeden Bewohner unserer Stadt verfolgen und Detailsinformationen einsehen.
Für uns als Bürgermeister besonders hilfreich ist dabei die Zufriedenheitsangabe unserer Bewohner. Wenn unsere Einwohner unglücklich sind, liegt das natürlich daran, dass wir ihre Bedürfnisse nicht gut genug zufriedenstellen. Ein Blick in die Zufriedenheitsübersicht offenbart daher sehr komfortabel Problemviertel in unserer Stadt. Lösen wir diese Probleme zu lange nicht, ziehen die Leute sogar von Dannen. Entsprechend müssen wir darauf achten, alle nötigen Bedarfsgebäude zu errichten oder für schöne Parkanlagen zu sorgen und selbstverständlich auch die Wohn- und Arbeitssituation im Auge zu behalten.
Inzwischen überall: XP und Tech-Trees
Welche Dienstleistungsgebäude, Kraftwerke, Transportsysteme und so weiter uns zur Verfügung stehen, hängt diesmal übrigens vom Fortschritt bei den Meilensteinen sowie den Entwicklungsbäumen ab. Im Verlauf des Spiels sammeln wir XP, in diesem Fall nicht als Erfahrungspunkte zu verstehen, sondern als Expansionspunkte. XP gibt es einerseits passiv, wenn etwa neue Einwohner in unsere Stadt ziehen oder wir dafür sorgen, dass sie glücklich sind. Beim Ausbau unserer Stadt sammeln wir aber auch aktiv XP für so ziemlich alles, was wir so machen. Errichten wir besonders beeindruckende oder hilfreiche Gebäude, winken dabei natürlich mehr Punkte; doch selbst für den Ausbau des Straßennetzes werden wir belohnt.
Wie das bei solchen Fortschrittsmechaniken üblich ist, sammeln wir die XP, um Meilensteine zu erreichen - das ist quasi ein Level-Up unserer Stadt. Als Belohnung winken Geldmittel, neue Gebäude, Expansionsrechte und Entwicklungspunkte. Mit Expansionsrechten schalten wir zusätzliche Kacheln mit neuem Bauplatz auf der Karte frei. Entwicklungspunkte dagegen investieren wir in die zahlreichen Tech-Trees für die unterschiedlichen Dienstleistungen.
Quelle: Paradox Interactive
In Fortschrittsbäumen schalten wir neue Gebäude frei oder Verbesserungen für unsere Dienstleistungen.
Liegt unser Augenmerk auf einem guten öffentlichen Transportwesen, investieren wir die Punkte also in die Freischaltung von Straßenbahnen, Eisenbahnen oder Flughäfen. Haben wir Defizite im Bildungswesen? Dann sollten wir die Universität und Ähnliches freischalten. So soll ein Kreislauf entstehen, bei dem wir unsere Stadt ganz nach unseren Prioritäten formen. Wie gut das letztlich funktioniert, konnten wir bei unserer Anspielgelegenheit noch nicht einschätzen. Auf dem Papier spricht das aber für gute Motivation.
Was ebenfalls positiv auffällt, ist die Menge an Features und Funktionen in Cities 2, die im Vorgänger nur per DLC verfügbar waren und diesmal direkt von Haus aus dabei sind. Zusätzlich haben die Entwickler an vielen Stellen sinnvolle Verbesserungen oder ganz neue Features erdacht, wodurch Cities: Skylines 2 nicht nur das Potenzial hat, seinen Vorgänger zu überflügeln, sondern auch mit den Glanzzeiten von Sim City mitzuhalten. Zumindest, sofern die neue Städtebau-Sim zum Release auch technisch sauber läuft und der Langzeitspaß stimmt. Doch das werden wir ja schon sehr bald herausfinden können, denn Cities: Skylines 2 erscheint am 24. Oktober 2023 für PC, PS5 und Xbox Series.
