Cities: Skylines 2 gespielt - Als wäre Sim City nie fort gewesen - Jetzt mit Video!
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Cities: Skylines hat über viele Jahre hinweg erfolgreich die Lücke gefüllt, die EA mit der Demontage von Sim City hinterlassen hat. Cities: Skylines 2 hat das Zeug dazu, den ehemaligen Platzhirsch sogar noch zu überflügeln.
Nachdem EA Sim City 2013 mit dem letzten Teil zu Grabe getragen hat, haben Entwickler Colossal Order und Publisher Paradox ihre Chance gewittert und zwei Jahre später mit Cities: Skylines das geboten, was sich Sim-City-Spieler wünschten: Eine klassische, gut durchdachte Städtebausimulation, in der wir unser kleines Dörfchen zur Mega-Metropole ausbauen können. Dank unzähliger Erweiterungen und Mods erfreut sich Cities bis heute großer Beliebtheit, doch der Zahn der Zeit hat so langsam seine Spuren hinterlassen. Gut also, dass schon am 24. Oktober der zweite Teil für PC, PS5 und Xbox Series ansteht und viele Verbesserungen bereithält. Wir konnten Cities 2 auf der Gamescom mittels einer Beta-Version bereits spielen und schlüsseln auf, wie die Entwickler an den beliebten Erstling anknüpfen.
Wassermanagement
Losgelegt haben wir mit einem ganz frischen Spielstand und bereits beim Aufbau der ersten Straßen und beim Markieren der anfänglichen Zonen für Wohngebiete fällt das verbesserte und intuitivere Nutzerinterface auf. Das fängt bei den neuen Straßenbau-Tools an, mit denen wir noch einfacher unser Straßennetzwerk aufbauen und auf Wunsch auch wieder geschwungene oder erhöhte Wege bauen. Besonders praktisch ist ein neues Tool, durch das sich rechteckige Blocks mit nur wenigen Klicks wunderbar symmetrisch auf die Karte zimmern lassen.
Wesentlich angenehmer ist in Cities 2 auch die Versorgung unserer Bürger mit Frischwasser sowie der Abtransport von Abwasser. Während wir im Vorgänger die Leitungen mühsam verlegen mussten, werden nun beim Bau von Straßen die nötigen Wasserleitungen automatisch darunter platziert. So müssen wir dann nur noch eine Wasserpumpe sowie ein Klärwerk anschließen. Oder genauer gesagt, zumindest später im Spiel, denn zu Beginn bleibt uns nichts Anderes übrig, als das Abwasser in einen Fluss abzuleiten. Und das möglichst so, dass die Strömung es nicht zu unserer Wasserpumpe spült, sonst wird das böse Konsequenzen für die Hygiene in unserer Stadt bedeuten.
Umgehen können wir dieses Problem in Cities 2, wenn wir stattdessen die neuen Grundwasservorkommen anzapfen. Doch hier müssen wir einerseits aufpassen, dass wir die Vorkommen nicht zu schnell abpumpen und somit erschöpfen. Und auch Bodenverschmutzung durch darüber gebaute Industrien wäre gar keine gute Idee.
Nicht ohne meine Klima!
Auch das Strom-System hat sinnvolle Anpassungen erfahren. Ähnlich zu den Wasserrohren werden beim Bau von Straßen auch Untergrund-Leitungen mit Niedrigspannung installiert. Diese verteilen den Strom dann an die angeschlossenen Gebäude. Produziert wird die Energie natürlich wie gewohnt in Kraftwerken, die auf Solar, Wind, fossilen Brennstoffen und anderen Gewinnungstypen basieren. Per Hochspannungsleitung transportieren wir den Strom dann erstmal zu Transformatoren, die ihn dann in unserer städtisches Niedrigspannungssystem einspeisen. Um Überlastungen des Netzes vorzubeugen, müssen Bürgermeister in Cities 2 zudem darauf achten, den Strom an genügend Punkten einzuspeisen.
Quelle: Paradox Interactive
Das Stromnetz kann nur eine begrenzte Menge an Gebäuden versorgen, bevor wir es erneut mit Hochspannungs-Strom einspeisen müssen.
Gerade im Winter und Sommer gilt hier besondere Vorsicht, da nun saisonale Schwankungen eine Rolle spielen. Klar, im Winter heizen unsere Bewohner ihr Domizil, was den Stromverbrauch ebenso anhebt wie die rege Nutzung von Klimaanlagen bei sommerlichen Temperaturen. Um Spitzen besser beizukommen helfen Batteriegebäude, mit denen wir überschüssigen Strom für harte Zeiten speichern. Oder wir binden uns per Hochspannungsleitung an unseren Nachbarn an und importieren kurzerhand von ihm Energie, um Engpässe auszugleichen.
Neue Klassenzimmer nach Bedarf
Gut gefallen hat uns beim Anspielen auch, dass Dienstleistungsgebäude nun dynamischer sind. Während wir die Stadt im ersten Cities noch mit Polizeiwachen, Krankenhäusern und so weiter zukleistern mussten, um eine ordentliche Abdeckung zu gewährleisten, können wir in Cities 2 stattdessen auf Module zurückgreifen. Damit erweitern wir bestehende Dienstleister einfach mit notwendigen Dingen wie zusätzlichen Einsatzwägen und mehr Klassenräumen für unsere Schulen, um ihre Kapazität zu erhöhen.
Grundsätzlich bieten viele Dienstleistungsgebäude sowohl passive als auch aktive Effekte. Der Bau einer Feuerwache senkt zum Beispiel die Brandwahrscheinlichkeit in der Umgebung, während die Einsatzwagen bei einem Brand natürlich aktiv ausrücken, um den Brandherd zu löschen, wenn doch mal die Flammen zu lodern beginnen.
