Cities: Skylines 2: Diese Dinge braucht der Nachfolger

Kolumne Carlo Siebenhüner 32,99 €
Cities: Skylines 2: Diese Dinge braucht der Nachfolger
Quelle: Paradox Interactive / pcgames

Cities: Skylines 2 könnte der Aufbauhit des Jahres werden. Der Nachfolger des Überraschungserfolgs von 2015 hat die Chance, einige der Schwächen des Vorgängers aus dem Weg zu räumen und den ersten Teil zu überflügeln. Doch das wird nicht leicht, findet Carlo Siebenhüner in seiner Kolumne.

Freunde, jetzt ist mal Schluss hier mit dem 500. Spiel, in dem man die Apokalypse durchlebt und alles zu Bruch geht. Es wird Zeit, mal die Ärmel hochzukrempeln, mit anzupacken und Dinge aufzubauen! Und wo geht das besser, als in Aufbauspielen? 2023 wird oder genauer gesagt ist auch schon ein tolles Jahr für Aufbauspieler. Einerseits dürfen mit der Console Edition von Anno 1800 jetzt auch die Konsoleros in den Genuss dieses fantastischen Blockbusters kommen. Außerdem war auch unsere Vorschau zu den kommenden Aufbauspielen schon vollgepackt mit tollen Sachen. Die beste Nachricht kam aber erst vor kurzem. 2023 meldet sich nämlich auch noch ein wahres Schwergewicht der Aufbauspiele zurück, und zwar endlich mit einem vollwertigen Nachfolger: Cities: Skylines 2!

Der König ist tot, lang lebe der König!

Ich meine, der Vorgänger kam bereits 2015 und das ist jetzt acht Jahre her! Nicht falsch verstehen: Das erste Cities: Skylines ist auch heute noch ziemlich großartig und gerade, was City Builder angeht, steht das Spiel seit Jahren allein auf weiter Flur. Klar, Anno 1800 könnte man da schon als Alternative ansehen. Vielleicht auch Workers & Resources: Soviet Union. Ich rede aber eben von der Simulation einer modernen Stadt. In diesem Segment ist Cities: Skylines seit 2015 der einzige, große Vertreter. Die letzte Konkurrenz, die sie mal hatten, hat sich 2 Jahre vorher selbst ins Knie geschossen und aus dem Rennen genommen.

Ich verstehe es völlig, wenn ihr das Drama schon verdrängt habt, aber 2013 wollte EA noch mal einen Versuch starten, SimCity aus der Versenkung zu holen. Das sah anfangs auch gar nicht so schlecht aus. Die Grafik war für damalige Verhältnisse wirklich schick und manche Ideen waren auch sehr smart. Beispielsweise hat man mit Straßen automatisch weitere Infrastruktur, wie Stromkabel, Wasserrohre und Ähnliches verlegt.

Aber ach ... Spätestens mit Release wurde das Ausmaß der Katastrophe klar. Aus welchem Grund auch immer dachte sich EA: Was wäre das maximal unnötigste Feature, das man in ein Aufbauspiel einbauen kann? Irgendwo im hinteren Eck, neben der Abteilung für Lootboxen und Mikrotransaktionen muss dann wohl jemand "Always-On" gerufen haben und die Nummer war durch. SimCity 2013 setzte wegen "umfangreicher Online-Funktionen" eine stetige Internetverbindung voraus. Das ging gleich auf zweierlei Art in die Hose. Zuerst gingen zum Release die Server in die Knie und es konnte niemand mehr spielen und anschließend fand man raus, dass es die Internetverbindung eigentlich gar nicht brauchte. Da haben Spieler dann 20 Minuten ohne Probleme offline gespielt, bis sich das Spiel gemeldet hat. Dataminer fanden kurze Zeit später heraus, dass die Software selbst nicht online sein muss und nur ein kleiner Timer nach einer gewissen Zeit die Internetverbindung erzwingt. Bild eines Parks in Cities: Skylines 1 Quelle: Paradox Interactive

Zusätzlich kam heraus, dass das Spiel gar nichts wirklich simuliert. Sims hatten beispielsweise keine feste Arbeitsstelle und kein festes Zuhause. Die sind einfach wie hirnlose Arbeitsdrohnen ins nächstbeste freie Haus gefahren. Das und vieles mehr hat dem Spiel zu einer kompletten Bruchlandung verholfen. EA hat die Reihe begraben und das Studio Maxis gleich mit beerdigt.

Zwei Jahre später kam dann Paradox um die Ecke und stellte Cities: Skylines vor. Ein Aufbauspiel mit einer vollständigen Simulation der Einwohner, einem umfangreichen Verkehrssystem, schicker Grafik und weitreichenden Modfähigkeiten. Für die völlig zerstörte City-Builder-Community war das wie der Messias, der vom Berg steigt. Nachdem man mit Cities in Motion vorher schon Verkehrssimulationen entwickelt hat, konnte man jetzt aus dem Stand einen Hit im Genre schaffen. Kein Wunder also, dass Paradox das Ding so lang wie möglich am Leben gelassen hat. Die Community war froh, dass es überhaupt so einen grandiosen Vertreter gab. Andere Konkurrenten wie Highrise City konnten nicht überzeugen.

  1. Seite 1 Diese Dinge braucht der Nachfolger
  2. Seite 2 Vorhang auf für Cities: Skylines
  3. Seite 3 Die DLCs & die Mods
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk