Chained Echoes im Test: Ein deutscher Liebesbrief an JRPGs
Test
Chained Echoes ist ein rundenbasiertes Rollenspiel und begeistert durch seinen 16-Bit Pixellook der an JRPG Klassiker aus der SNES Ära angelehnt ist.
Backtracking zahlt sich also aus und auch fortlaufend ändert das die Herangehensweise an die Erkundung. Zudem sind die Himmelsrüstungen sehr viel mächtiger im Kampf und ergänzen das mit ihrem etwas veränderten Kampfsystem. Somit bringen die Rüstungen noch mehr Abwechslung und sind eine mächtige Waffe. Sie sehen nicht nur verdammt cool aus, sondern erweitern das Spiel ungemein und sorgen für einen coolen Genre-Mix aus Fantasy, Steampunk und Sci-Fi Elementen.
An optionalen Aufgaben mangelt es ebenfalls nicht. Zusätzlich zum Sammelbaren gibt es klassische Nebenquests und kleine Aufgaben, die wie Achievements wirken. Ziele wie "Besiege zehn Gegner dieser Art", "Finde fünf vergrabene Schätze in diesem Gebiet" oder "Erkunde den Großteil dieses Areals" sind auf einem Spielbrett-ähnlichem Raster angeordnet. Diese geben einzelne Belohnungen fürs Erfüllen und in einer Reihe, sogar noch mehr Boni für uns. Das ermutigt spezifische Nebenaufgaben gezielt zu suchen und bringt auch noch ein paar mehr Quests mit sich.
Quelle: Matthias Linda/Deck 13
Chained Echoes im Test: Ein deutscher Liebesbrief an JRPGs (1)
Bei den ganzen Lobpreisungen müssen wir aber sagen, dass uns die Geschichte nicht sofort gefesselt hat. Erst nach einer bestimmten Zeit entfaltet Chained Echoes eine tolle Atmosphäre. Die Texte sind gut geschrieben, die Witze ziehen auch häufiger, als dass sie unangenehm sind und insgesamt fallen die Dialoge nie zu übertrieben lang aus.
Trotzdem solltet ihr Lesebereitschaft mitbringen. Als JRPG bietet Chained Echoes logischerweise zum größten Teil eine epische Story auf und, die will gut erklärt werden. Nach und nach deckt ihr die Mysterien der Welt auf und alle Teile der schicksalsumwobenen Geschichte fügen sich zusammen. Eine Synchro gibt es dabei nicht, aber das wäre an Anlehnung an die SNES-Zeit auch etwas unpassend.
Quelle: Matthias Linda/Deck 13
Chained Echoes im Test: Ein deutscher Liebesbrief an JRPGs (8)
Nicht nur Gameplay, Grafik und Story haben uns bei Chained Echoes sehr gefallen, auch die Musik kann sich hören lassen. Mit schönen, melodischen Klängen, aber auch epischen Boss-Themes und düsteren Stücken, die sich wie das Ende der Welt anfühlen, wird eine schöne und immersive Atmosphäre geschaffen.
Keiner der viel gespielten Songs hat uns angeödet oder genervt. Das kann bei der Spielfrequenz in anderen Genrevertretern doch schonmal vorkommen. Am meisten haben wir uns beim Soundtrack an Dragon Quest erinnert gefühlt. Der Grafikstil und das Setting tun dann ihr Übriges zu.
Getestet haben wir die Steam-Version und hatten keine gröberen technischen Probleme. Nur vereinzelt gab es ein paar Textpassagen, die noch auf Englisch anstatt Deutsch waren, aber das lässt sich mit einem Patch einfach fixen. Das Spielerlebnis wurde jedenfalls nicht beeinträchtigt.
Viel mehr über die Story oder einzelne Features wollen wir euch aber nicht verraten. Chained Echoes solltet ihr bei Interesse am besten selbst erleben und wenn ihr der Struktur von japanischen Rollenspielen nur irgendetwas abgewinnen könnt, dann können wir euch dieses Pixel-Epos nur wärmstens empfehlen! Dass es von nur einem deutschen Entwickler stammt, sieben Jahre Entwicklung auf dem Buckel hat, für alle typischen Plattformen und auch noch im Game Pass erscheint, erleichtert euch vielleicht sogar die Entscheidung. Chained Echoes ist seit dem 8. Dezember für PC, Mac, Linux, PS4, Nintendo Switch und Xbox One erhältlich.
