Chained Echoes im Test: Ein deutscher Liebesbrief an JRPG
Test
Fans japanischer Rollenspiele erinnern sich gerne an die Klassiker zurück. Eine perfekte nostalgische Erfahrung will nun Chained Echoes bieten. Entwickelt von nur einem deutschen Entwickler werden wir in die 16-Bit-Welt von Valandis mitgenommen und erleben ein Abenteuer voller Magie, Krieg und Göttern. Hier unser Test!
Aufgrund dieser grauenvollen Waffe schließen die Reiche einen Friedenspakt. Doch eine Bevölkerung, die nur Krieg kennt, wird demnach nicht lange im Frieden bleiben und so geht der Konflikt aufs Neue los. Mit verschiedenen Adelshäusern, Religionen, Erzählungen von Göttern und vielen Orten, die man nach und nach auch besucht, erwacht eine wirklich fantasievolle und durchdachte Welt zum Leben. Uns hat Chained Echoes jedenfalls schnell in seinen Bann gezogen. Um die Charaktere kennenzulernen, wechselt ihr im Prolog des Spiels oft zwischen den spielbaren Figuren, bevor sie im Verlauf der Geschichte das Schicksal zusammenführt. An Waffen, Klassen und Charakterzügen haben wir hier alles, was ein typischen JRPG braucht: Krieger, Magier, Priester, Diebe und Jäger.
Game Design: Von heute
Anfangs zeigt sich Chained Echoes noch sehr linear. Doch das stellt sich schnell als positiver Punkt heraus. An blinkenden, blauen Lichtern oder Truhen wird gut sichtbar gemacht, an welchen Stellen es Items zu sammeln gibt und durch rote Punkte neben den NPCs erkennen wir, ob jemand etwas zu sagen hat. Diese Indikatoren ersparen euch unnütze Gespräche und zeigen sofort, wo es noch was zu holen gibt. Seht ihr euch gut um, könnt ihr aber trotzdem viel entdecken. Chained Echoes ist voll mit charmanten und süßen Ideen. Auf einem Markt könnt ihr beispielsweise an Wettessen, Schildkrötenrennen oder einem Stein-Schere-Papier-Rätsel teilnehmen.
Quelle: Matthias Linda/Deck 13
Chained Echoes im Test: Ein deutscher Liebesbrief an JRPGs (3)
Es gibt viele gut portionierte Rätseleinlagen und auch die Erkundung macht ordentlich Laune. Kleine Denk- und Geschicklichkeitseinlagen lockern das Spielgeschehen hin und wieder auf und sind meistens angenehm fordernd.
Auch sehr gut und spaßig funktioniert das Kampfsystem. Einerseits ist es mit rundenbasierten Zügen, die ohne Zeitlimit ablaufen, sehr klassisch. Andererseits gibt es eine Overdrive-Mechanik, die euch motiviert, zwischen verschiedenen Skills und Charakteren abzuwechseln. Pro Zug gibt euch ein Balken am oberen linken Bildschirmrand eine zufällige Fähigkeit vor. Benutzt ihr diese, bewegt sich der Zeiger des Balkens nach links. Missachtet ihr die Vorgabe, läuft er weiter nach rechts. Das ist wichtig, um im mittleren Bereich des Overdrive-Status zu bleiben.
Dort teilen wir mehr Schaden aus und erleiden auch weniger. Dauert der Kampf länger, ist es wahrscheinlicher, dass wir in einen roten Bereich, den Overheat kommen. Bei dem verläuft unsere Fähigkeit dementsprechend entgegengesetzt.
Quelle: Matthias Linda/Deck 13
Chained Echoes im Test: Ein deutscher Liebesbrief an JRPGs (7)
Dadurch werden die Kämpfe nochmal taktischer und ihr bezieht auch eure Reservecharaktere mit ein. Ihr verliert nämlich keinen Zug beim Wechseln. Somit werden die Mitglieder eurer Gruppe nicht allzu sehr vernachlässigt, wie es bei manch anderen rundenbasierten RPGs der Fall sein kann. Ihr könnt außerdem sofort sehen, ob ihr von einem Gegner etwas stehlen könnt und gegen welches Element er anfällig oder eben resistent ist. Zudem werden bei normalen Feinden immer Lebensanzeige und Statuseffekte eingeblendet.
