Chained Echoes im Test: Ein deutscher Liebesbrief an JRPGs

Test Raul Mendieta Olivares Michael Grünwald
Chained Echoes im Test: Ein deutscher Liebesbrief an JRPGs
Quelle: Matthias Linda/Deck 13

Chained Echoes ist ein rundenbasiertes Rollenspiel und begeistert durch seinen 16-Bit Pixellook der an JRPG Klassiker aus der SNES Ära angelehnt ist.

Fordernd, aber fair

Das Spieldesign wird noch besser, dadurch dass es keine Random-Encounter gibt. Alle Gegner sind als Figuren beim Erkunden sichtbar und können manchmal auch geschickt umgangen werden. Die Masse der Gegner ist außerdem angemessen und stresst euch nicht mit zu vielen Kämpfen in kurzer Zeit. Zudem wird nach einem Kampf wieder alles auf Anfang gesetzt. Das bedeutet, dass alle gestorbenen Partymitglieder und auch ihre LP und TP (Mana in Chained Echoes) regeneriert werden.

Das mag auf den ersten Blick etwas zu einfach erscheinen, doch durch dieses Element gestalten sich die Kämpfe meist sehr fordernd und viele unserer Gegner sind stärker als gedacht. Beinahe jeder Encounter stellt uns vor eine Herausforderung und bei Bossen kommen wir häufiger ins Schwitzen als uns lieb ist. Nicht nur einmal standen wir vor der Entscheidung ein Partymitglied wiederzubeleben oder einen starken Angriff zu setzen, in der Hoffnung, dass wir den Boss besiegen. Da wir hier keine Einsicht über die verbleibenden LP haben, kann das sehr spannend sein. Glücken diese Himmelfahrtskommandos, können wir uns natürlich freuen und es zeigt, wie gut das Spiel gebalanced ist. Chained Echoes im Test: Ein deutscher Liebesbrief an JRPGs (2) Quelle: Matthias Linda/Deck 13 Chained Echoes im Test: Ein deutscher Liebesbrief an JRPGs (2)

Das Spiel bietet uns alle Infos, die wir brauchen, um einen gut überlegten Zug zu machen. Und falls wir doch mal Game Over gehen, können wir ganz herkömmlich den Spielstand laden oder den Kampf von vorne beginnen. Wir können sogar nochmal im Menü Aufstellung, Ausrüstung und Talente ändern, um sie auf den Gegner anzupassen.

Die Grenzen sind die Pixelwolken

Bei den Kämpfen hört die genaue Abstimmung der Welt von Valandis aber nicht auf. Lauft ihr auf Erkundungstour durch die schönen Landschaften, werdet ihr viele Wege und Geheimnisse entdecken können: Geheime Höhlen oder ganze Dungeons, vergrabene Schätze, optionale Bosse und natürlich Truhen und Items.

Die Welt ist schön anzusehen und nach einigen Spielstunden bekommen wir auch ein gutes Gefühl für die Größe dieses Fantasy-Kontinents. Wir reisen durch Felder, Wälder, Städte, schneebedeckte Berge, Höhlen, vorbei an Stränden und Inselgruppen, Ruinen und von Seuchen verpestete Wüsten. Es gibt alles, was wir uns als JPRG-Fan nur wünschen können! Und was da nicht fehlen darf, ist ein Luftschiff. Chained Echoes im Test: Ein deutscher Liebesbrief an JRPGs (6) Quelle: Matthias Linda/Deck 13 Chained Echoes im Test: Ein deutscher Liebesbrief an JRPGs (6)

Nachdem wir Akt 1 abgeschlossen hatten, kamen wir an den Punkt, den viele Rollenspiele irgendwann erreichen. Die Welt öffnet sich und in Chained Echoes lässt sich die Oberwelt mit einem Luftschiff nach freiem Belieben bereisen. Neben den alten Gebieten, zu denen wir für Sidequests oder mehr Erkundung zurückkehren können, gibt es neue, noch nicht verzeichnete Punkte auf der Karte.

Die Welt steht einem also wortwörtlich offen. An dieser Stelle im Spiel haben wir dann auch endlich die komplette Kontrolle über die anfangs erwähnten Himmelsrüstungen. Mit denen lässt sich On-the-Fly zwischen normalem Laufen und Schweben beziehungsweise Fliegen wechseln. Dies erlaubt uns in bestimmten Gebieten über Hindernisse hinwegzufliegen, die vorher noch unseren Weg versperrt haben.

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