Call of the Wild: The Angler im Test - Petri Fail! Seite 3

Test Fritz Büttner Katharina Pache
Call of the Wild: The Angler im Test - Petri Fail! Seite 3
Quelle: PC Games

Mit Call of the Wild: The Angler möchten die Entwickler von Expansive Worlds an den Erfolg von The Hunter: Call of the Wild anknüpfen. Ob das Spiel einen Angelausflug wert ist oder ihr euch nur nasse Socken und eine Erkältung einfangt, klären wir hier.

Am einfachsten ist das konstante Einholen in einer von fünf Geschwindigkeiten. Stop-and-Go ist im Prinzip das gleiche, nur mit kleineren Unterbrechungen. Beim Twitchen und Jiggen muss man die Rute auf unterschiedliche Arten bewegen, um eine bestimmte Beutefischart nachzuahmen. Hier erzielen wir bessere Erfolge, fangen kontinuierlich Fische und verdienen so Geld und Ansehen. Vor allem der Spinner mit Geschwindigkeitsstufe 1 war ein Garant zum Fischfang.
Auf also zu einer Herausforderung: "Fangen Sie einen amerikanischen Flussbarsch." Mit der neuen Rute im Gepäck fahren wir zum markierten Spot. Eine Schnellreisefunktion gibt es zum Glück, sie ist sogar sehr großzügig, da wir so fast alle Punkte auf der Karte erreichen. Und wieder von vorn: Handbuch beachten, Rute ins Wasser und Petri Heil! Nach zwei Stunden Spinnfischen, etlichen Hechten und Schwarzbarschen, sowie dem letzten Rest unserer Geduld, geben wir auf.

Diese Standardherausforderung ist nicht zu schaffen und wir fahren, in unserem Stolz zutiefst verletzt nach Hause, um die Angelrute neben dem Jagdgewehr zu begraben.

Wir brauchen Urlaub vom Urlaub

Der Trip war ernüchternd. Schon im Tutorial Probleme zu haben, ist traurig. Die Charaktere sehen aus, als wären sie noch nicht fertig und uns fielen so viele Bugs auf, dass auch die schöne Landschaft und die gute Idee nicht zu trösten vermögen. Jedes Mal, wenn wir das Anfangsdorf besuchten, waren dort andere Spieler. Diese bestanden entweder nur aus Klamotten und waren halb unsichtbar, nur als Gliedmaßen zu sehen oder glitchten wie verrückt herum.

Bildergalerie

Auch das Angeln selbst war unbefriedigend, da die Anweisungen aus dem Handbuch nicht immer helfen. So werden selbst einfache Aufträge zur Geduldsprobe, bei der kein Ende in Sicht ist. Hat man erst einmal Geld, kann man sich gleich die beste Angelausrüstung kaufen, womit es absolut keinen Sinn ergibt, andere Modelle auszuprobieren. Der sogenannte Multiplayer stellt jedoch das größte Rätsel dar: Wir müssen uns dafür im Spiel anmelden, sehen jedoch weder Spieler auf der Karte, noch können wir mit diesen kommunizieren. Es gäbe viele weitere Punkte, die wir anführen könnten, doch unsere Geduld ist am Ende.
Bei jedem Lagerbesuch trifft man auf andere Spieler, die unfreiwillig zu Geistern werden. Quelle: PC-Games Bei jedem Lagerbesuch trifft man auf andere Spieler, die unfreiwillig zu Geistern werden. All das wäre nur halb so schlimm, wenn es sich um einen Early Access Titel handeln würde. Call of the Wild: The Hunter wird jedoch als fertiges Spiel verkauft! Das ist eine Frechheit, die leider heutzutage häufig vorkommt.
Zugutehalten muss man den Entwicklern von Expansive Worlds, dass sie daran arbeiten, die Probleme in den Griff zu bekommen. Der erste Hotfix, der einige Bugs behebt und das Wasser etwas verschönert, liefert den Beweis. Man hätte sich jedoch gleich für den Early Access entscheiden sollen, anstatt ein unfertiges Produkt auf den Markt zu bringen.

Das Spiel hat Potenzial und gerade, wenn man weniger Simulation und mehr gemütliches Angeln sucht, wird man hier fündig. Doch es gibt nun mal Konkurrenztitel wie Fishing Planet oder Russian Fishing 4, die zwar schlechter aussehen, die dafür aber fast alles, was mit Angeln zu tun hat, besser machen. Da muss man sich schon fragen, wie sich der Kauf von Call of the Wild: The Angler rechtfertigen lässt.

Meinung

Wertung zu Call of the Wild: The Angler (PC)

Wertung:

4.0 /10
Pro & Contra
Schöne OptikGroße, frei erkundbare Karte
Wasser nicht sehr realistischWenig FischartenSehr viele BugsMultiplayer funktioniert nichtAnpassungsgegenstände schnell auf max. LevelWillkürliche Fänge, Handbuch wenig hilfreichSchlechtes Fahrzeughandling

Zu empfehlen ist Call of the Wild: The Angler im aktuellen Zustand jedenfalls nicht. Ob das Spiel noch jemanden interessiert, wenn alles richtig funktioniert, ist fraglich. Für uns war The Angler eher eine Geduldsprobe, durchsetzt mit vielen unfreiwilligen Lachern, als ein schöner Angeltrip mit Freunden.

  1. Seite 1 Call of the Wild: The Angler im Test - Petri Fail! - Seite 1
  2. Seite 2 Call of the Wild: The Angler im Test - Petri Fail! Seite 2
  3. Seite 3 Call of the Wild: The Angler im Test - Petri Fail! Seite 3
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk