Call of the Wild: The Angler im Test - Petri Fail! Seite 2

Test Fritz Büttner Katharina Pache
Call of the Wild: The Angler im Test - Petri Fail! Seite 2
Quelle: PC Games

Mit Call of the Wild: The Angler möchten die Entwickler von Expansive Worlds an den Erfolg von The Hunter: Call of the Wild anknüpfen. Ob das Spiel einen Angelausflug wert ist oder ihr euch nur nasse Socken und eine Erkältung einfangt, klären wir hier.

Wir tun es also den anderen Anglern im Golden Ridge Reserve gleich, stellen uns an den nächsten Steg und halten die Rute ins Wasser. Komisch, die anderen Fischer sagen kein Wort. Es ist unmöglich, sich mit ihnen anzufreunden, obwohl wir ihre Namen kennen. Einen Chatroom für die bis zu zehn Angler gibt es auch nicht. So stehen wir also nebeneinander und schweigen uns an. Vielleicht ist das eben so unter Anglern, gemeinsam allein, verbunden durch das Hobby.
Nach einigen Stunden haben wir ein paar Fische gefangen, natürlich setzen wir diese vorsichtig in das Wasser zurück. Geld und Erfahrungspunkte gibt es einfach so, es geht um den Sportsgeist, nicht darum, Fische zu töten. Mit den Einnahmen können wir endlich unsere Angelausrüstung verbessern und das Tutorial abschließen. Jetzt wissen wir, wie man einen Forellenbarsch fängt.

Erkundung statt Angeln

Doch Clayton erwartet von uns, dass wir die Karte erkunden. Dafür wird uns ein Jeep zur Verfügung gestellt, den wir, ähnlich wie das Boot, an vielen Stellen rufen können. Verschiedene Lackierungen können wir in Sophias Shop für beide Fahrzeuge kaufen, doch wie alles im Leben kosten das Geld. Einsteigen und los? Es kommt anders. An jedem noch so kleinen Zweig oder Steinchen bleiben wir mit dem Vehikel hängen, besonders schnell ist es auch nicht. Hätten wir es wenigstens ordentlich lenken können, wäre alles halb so wild, doch auch das ist nicht der Fall.

Einer der besagten 22 Aussichtstürme. Besteigt man diese, werden interessante Orte in der Umgebung aufgedeckt. Das kommt uns doch bekannt vor, oder? Quelle: PC-Games Einer der besagten 22 Aussichtstürme. Besteigt man diese, werden interessante Orte in der Umgebung aufgedeckt. Das kommt uns doch bekannt vor, oder?

Trotz dieser Herausforderungen erkunden wir das gesamte Reservat und werden mit der Schönheit der Natur belohnt. Gerade die Wälder, die Berge und die Fauna sehen wunderbar aus. Dafür sorgt die Apex Engine von Avalanche Studios, die fähig ist, große Spielwelten in prächtigem Gewand darzustellen, Just Cause 4 oder Rage 2 bewiesen das bereits. Seltsam kam uns allerdings das Wasser vor: Sieht aus, als wäre in jedem See ein Öltanker gekentert. Die Fische sind kaum zu erkennen und unseren Schwimmer müssen wir mit dem Fernglas suchen.

Entspannung bis zum Einschlafen

Nachdem die großzügige Karte freigelegt ist, suchen wir uns einen See, werfen die Rute ins kühle Nass und probieren verschiedene Köder aus. Nach einiger Zeit des Starrens auf das unbewegliche Wasser haben wir den Dreh raus. Egel funktionieren gut bei Forellenbarschen, Schwarzbarschen und Regenbogenforellen. Wenn wir unsere Beute im Wasser sehen (Fische zeigen sich schemenhaft durch Bewegungen des Wassers, oder sie blubbern), werfen wir unsere Rute dorthin. Das funktioniert gut und wir verdienen uns ein ordentliches Sümmchen dazu.
Endlich mal ein dicker Fisch! Quelle: PC-Games Endlich mal ein dicker Fisch!
Spezielle Fische zu fangen, gelingt uns so allerdings nicht. Es sind fast immer die gleichen Tiere, die uns ins Netz gehen, manchmal vielleicht ein Hecht, aber von den zwölf Arten erhaschten wir nur gut die Hälfte, obwohl wir regelmäßig unseren Angelplatz wechseln, auf das Handbuch hören und Geduld beweisen.

Neue Rute, altes Problem

Eine neue Angelausrüstung muss also her. Vom Spinn-Fischen haben wir zwar bereits gehört, es aber noch nicht ausprobiert. Glücklicherweise gibt es dazu ebenfalls ein Tutorial. Dank unserer Ersparnisse leisten wir uns gleich eine bessere Route und eine stabilere Schnur, um nicht wieder denselben Frust wie beim Posen-Fischen zu erleben. Das Spinn-Fischen unterscheidet sich in zwei Aspekten vom Posen-Fischen. Erstens verwendet man Kunstköder, diese muss man jeweils einmalig kaufen, zudem gibt es eine breite Palette von Spinnern, Wobblern oder Blinkern. Zweitens muss man permanent die Schnur mit der Angel auf eine der vier Arten einholen, um den Fisch zu fangen.

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