Call of the Wild: The Angler im Test - Petri Fail!

Test Fritz Büttner Katharina Pache
Call of the Wild: The Angler im Test - Petri Fail!
Quelle: PC Games

Mit Call of the Wild: The Angler möchten die Entwickler von Expansive Worlds an den Erfolg von The Hunter: Call of the Wild anknüpfen. Ob das Spiel einen Angelausflug wert ist, klären wir hier.

Frische Luft, die Weite der Natur genießen und eins werden mit sich selbst. Ja, Angeln ist Freiheit, Angeln ist Leben! Aber "what the fish", wie sehen denn die Leute hier aus, warum beißt kein Fisch und was ist mit dem Wasser los? Es könnte so schön sein, doch der Gedanke drängt sich auf, dass die Fassade des Golden Ridge Reserve nur davon ablenken soll, dass es hier gar kein Angelparadies gibt. Ein Urlaubsbericht.

Zum Start von Call of the Wild: The Angler erstellen wir zunächst einmal einen Charakter. Der Editor ist nicht gerade umfangreich und das Charaktermodell sieht aus, als würde es stumm um Hilfe schreien. Eine von zwei wählbaren Frisuren später kommen wir im Park an. Dort können wir zum Glück ein paar Klamotten kaufen, um für eine Prise Individualität zu sorgen. Begrüßt werden wir vom kernigen Park-Ranger Clayton David Johnson, der uns mit seiner angenehmen Erzählerstimme mitteilt, was es so zu tun gibt - außer Angeln. Wir werden stutzig, denn wir sind eigentlich nicht vorbeigekommen, um 22 Türme zu besteigen, gefährliche Pflanzen zu untersuchen oder irgendwelche Münzen zu finden.

Die schrille Ladenbesitzerin Sophia Taylor hingegen hat interessantere Aufgaben für uns, bei denen geht es wenigstens um das Angeln. Unsere erste Rute haben wir bereits dabei, also starten wir das Tutorial zum Posen-Fischen. Das bedeutet klassisches Angeln mit Haken und Köder. Dabei gilt es zu beachten, welche Hakengröße für welchen Köder geeignet ist.

Ein Idyll für Angler, zumindest optisch. Quelle: PC Games Ein Idyll für Angler, zumindest optisch. Das Posen-Fischen wird bestens erklärt und wir können in Sophias Shop alles kaufen, was es dafür braucht. Ein Blick in das Handbuch lohnt sich, hier sind die etwas dürftigen zwölf Fischarten aufgelistet, wo sie sich aufhalten und was ihre Leibspeise ist. Vom klassischen Kompostwurm über Würstchen bis zu Marshmallows gibt es einiges zum Ausprobieren.

Das Auswerfen funktioniert unkompliziert. Wir stellen die Stärke der Bremse an der Spule ein und die Tiefe des Köders bis 1,40 Meter. Die Standard-Spule hat eine sehr schwache Bremse. Das heißt: Wenn ein Fisch stärker als Spule und Bremse ist und immer weiter an der Leine zieht, ist es schwierig, ihn einzuholen. Jedenfalls: Sobald ein Fisch beißt, klingelt es. Dann müssen wir im richtigen Moment einziehen und das Tier hängt an der Angel. So mancher Fisch hat uns einiges abverlangt!

Eine Einführung zum Zähneknirschen

Das Tutorial schickt uns dann an den nächstbesten Steg, wo wir jederzeit das Boot rufen können. Der Kahn fährt sich merkwürdig, wie von einem Kind an der Schnur gezogen, so bewegen wir uns über das Wasser. Wir gleiten also zu der auf der Karte markierten Stelle im See, an der wir einen Forellenbarsch fangen sollten. Mit einfacher Startausrüstung und guter Laune haben wir das Tutorial begonnen, um unseren ersten Fisch zu fangen und die Grundmechaniken zu lernen. Wer hätte gedacht, dass da bereits Frust aufkommt!Die Fische beißen zwar gut an der Position, doch das Einholen erweist sich als unmöglich, da die Anfangsleine zu dünn ist und jedes Mal reißt. Nach gut zehn Versuchen kehren wir also zur Ladenbesitzerin zurück, um festzustellen, dass wir kein Geld haben, um uns eine stärkere Leine zu kaufen. So waren wir also auf uns allein gestellt. Mensch und Natur.

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