Mit MW4 kehrt DMZ überraschend zurück. Activision verpasst dem Extraction-Modus neue Stealth-Mechaniken, ein dynamisches Fahndungssystem und Kopfgeldjagden. Doch ausgerechnet eines der spannendsten Features könnte dem Comeback im Weg stehen
Damit hat wohl kaum jemand gerechnet: DMZ ist zurück und wird ordentlich überarbeitet! Der Extraktion-Modus wurde monatelang stiefmütterlich liegen gelassen und fast schon unter den Teppich gekehrt. Wie aus dem Nichts gab es dann Anfang Mai ein neues Lebenszeichen. Jetzt geht die Reise mit Modern Warfare 4 offiziell weiter! Bei Activision hat man große Pläne, orientiert sich wohl an einem Extraction-Hit der letzten Monate und könnte genau daran scheitern.
Inspiration durch Arc Raiders?
Was 2022 als Experiment startete, schien recht schnell gescheitert. DMZ erschien zusammen mit Warzone 2.0 im Rahmen von Modern Warfare 2. Extraction-Shooter sprossen nur so aus dem Boden - klar, Call of Duty durfte da nicht fehlen. Dem Modus fehlte es ganz einfach an einem Alleinstellungsmerkmal. DMZ war nur ein weiterer Extraction-Shooter von vielen, nur mit einem deutlich bekannteren Namen.
Das soll sich jetzt ändern! Doch die Konkurrenz ist immer noch stark. Arc Raiders hat gezeigt, wie man eine starke Community aufbauen kann und wie eines der wohl besten Spiele seiner Art auszusehen hat. Activision hat das auch gemerkt und sich in manchen Aspekten inspirieren lassen.
Quelle: Activision
Die Story von DMZ spielt nach der Kampagne von Modern Warfare 4. Entsprechend düster ist die demilitarisierte Zone.
Das ist die neue DMZ
Die Geschichte von DMZ spielt nach der Kampagne von Modern Warfare 4. Ob man die vorher zwingend gespielt haben muss, bezweifeln wir. Immerhin ist DMZ wieder ein dedizierter Modus, der tendenziell andere Spieler ansprechen soll als die Story. Wie gewohnt landen wir in einer großen Sandbox mit Bossen, Puzzles, Raids und Story-Missionen. Auch hier stellen wir erst mal infrage, wie gehaltvoll die Geschichte der DMZ sein wird und ob es nicht doch eher Mittel zum Zweck ist, damit wir einander über den Haufen ballern. Runtergebrochen scheint die Story erst einmal nicht viel mehr zu sein als ein einfaches "Wir sind ein CIA-Agent hinter den feindlichen Linien, um gegnerische Technik auszuspionieren und dann zu zerstören oder mitzubringen."
Dieses Feature macht DMZ einmalig
Eine absolute Besonderheit ist eine Art Star-Level-System. Das kennt man so auch aus anderen Spielen wie GTA. Je mehr NPCs wir in der DMZ angreifen, desto höher steigt unser Level. Je höher das Level, desto stärker sind auch die Gegner, denen wir begegnen. Sind die feindlichen Truppen anfangs also noch schlecht ausgerüstet und clever wie Trash-TV-Teilnehmer, werden wir später von Truppen in Panzern angegriffen.
Auf den ersten Blick wirkt das logisch, aber auch etwas unfair. Immerhin müssen feindliche Basen infiltriert werden, um Missionen zu beenden. Doch hier haben sich die Entwickler etwas Spannendes überlegt: Werden Gegner in bester Stealth-Manier erledigt, ohne, dass andere NPCs davon Wind bekommen, steigt unser Fahndungslevel nicht weiter an.
Die neue DMZ gibt uns Spielern also deutlich mehr Wege, das Spiel zu spielen, als es bisher der Fall war. Damit könnte jeder Spielertyp also auf seine Kosten kommen. Wenn da nicht dieses eine Feature wäre, das uns den Spielspaß schnurstracks wieder rauben könnte.
Dieses Feature könnte DMZ begraben
Ob DMZ diesen echten Mehrwert bieten kann, wird sich erst zeigen, wenn es mit Modern Warfare 4 live geht. Das Stealth-System lässt zumindest vorsichtig optimistisch werden. Andererseits sind es in der Vergangenheit vor allem öde Missionen und absurde Gegner-Platzierungen gewesen, die den Spielspaß bremsten.
Quelle: Activision
DMZ setzt auf ein neues Killer- und Hunter-System. Damit soll die Community aktiviert werden. Ob das gut geht?
Der könnte auch in diesem Jahr wieder gebremst werden - durch eine nette Idee, die so aber auch nach hinten losgehen könnte. Um die Community stärker zu aktivieren, gibt es in der neuen DMZ ein Killer- und Hunter-System. Das bedeutet, dass Spieler, die regelmäßig auf andere Spieler losgehen, geflaggt werden. Andere Spieler können dann Aufträge annehmen, um genau diese Spieler zu erledigen. Auf der einen Seite werden Spieler dadurch nicht in ihrer Freiheit eingeschränkt, zu tun, worauf sie Lust haben, andererseits werden tendenziell nervende Kandidaten auch mit Konsequenzen konfrontiert. Die Idee ist soweit gar nicht mal so schlecht.
Gleichzeitig will man aber auch ein Leaderboard für Kopfgeldjäger und auch Killer in das Spiel bringen. Das könnte zur Folge haben, dass sich Killer deutlich in ihrer Idee bestärkt fühlen, andere Spieler in den Online-Partien zu terrorisieren. Wie gut sich dieses System die Waage halten kann, muss sich zeigen. Wir sind hier sehr skeptisch. Erfahrungsgemäß ist die CoD-Community nicht unbedingt die umgänglichste. Wir erwarten also keine Szenarien und Geschichten wie in Arc Raiders, in denen sich Spieler gegenseitig unterstützen.
Jetzt seid ihr gefragt: Habt ihr DMZ gespielt und glaubt ihr an ein Comeback des Extraction-Modus? Oder interessiert ihr euch ohnehin viel eher für die Kampagne bzw. den Multiplayer? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet . Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken , die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube , Instagram und Tiktok .
