Call of Duty - Modern Warfare 3: Test der grandios inszenierten Kampagne - der Dritte Weltkrieg hat begonnen!

Test Thomas Szedlak

Modern Warfare 3 im gamesaktuell.de-Test! Während die Battlefield 3-Kampagne den sehr hohen Erwartungen nicht gerecht werden konnte, zieht Infinity Ward alle Register und entscheidet das Shooter-Duell für sich. Die Inszenierung ist schlichtweg atemberaubend!

Ihr gehört zu den Leuten, die einen Ego-Shooter nur wegen des Multiplayer-Modus kaufen? Dann müssen wir euch vertrösten: Unsere Wertung bezieht sich auf die Singleplayer-Kampagne von Call of Duty: Modern Warfare 3, die wir auf der PS3 durchgespielt haben. Spec Ops und Multiplayer zocken wir in den nächsten Tagen rauf und runter, den Test liefern wir also nach. Die Kampagne von Battlefield 3 verfehlte in unserem Test das Prädikat "Spitzen-Spielspaß" vor allem auf den Konsolen deutlich. Schon vor dem Test der MW3-Kampagne scheint also klar, dass der Infinity-Ward-Shooter das Duell für sich entscheiden wird.

Das hat uns beim Test von Call of Duty: Modern Warfare 3 gefallen:

Call of Duty - Modern Warfare 3-Test: Fantastisch inszeniert Die Story von Modern Warfare 3 ist deutlich weniger verzweigt als noch in den Vorgängern. Das macht es dem Spieler leichter, der Handlung zu folgen. Quelle: Activision Die Story von Modern Warfare 3 ist deutlich weniger verzweigt als noch in den Vorgängern. Das macht es dem Spieler leichter, der Handlung zu folgen.
Haben wir Battlefield 3 wirklich eine "tolle Inszenierung" bescheinigt!? Ok, ist sie auch, die MW3-Kampagne spielt aber nochmal in einer anderen Liga! Was da abgeht, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Einstürzende Gebäude, abstürzende Hubschrauber, Explosionen im Dutzend billiger: Ein Roland Emmerich oder Michael Bay hätte das nicht besser hinbekommen. Als Spieler steht man ständig unter Strom, einfach ganz großes Kino! Zumal die Jungs von Infinity Ward und Sledgehammer Games mit Unschärfe- und Zeitlupeneffekten "per Du" sind. Auch wenn MW3 technisch nicht mehr up do date ist, bietet der Shooter überraschend viel fürs Auge. Die Schauplätze sind allesamt aufwändig gestaltet und an Zeitlupen-, Unschärfe-Effekten und Bildfiltern wird nicht gespart. Sogar in Sachen Zerstörbarkeit der Umgebung sticht MW3 - ziemlich überraschend - Battlefield 3 aus.

Call of Duty - Modern Warfare 3-Test: Dynamische Missionen
New York, Prag, Hamburg, Berlin, London, Paris - das "M" des "MW3"-Logos steht nicht ohne Grund im Hauptmenü kurzzeitig auf dem Kopf. Der Dritte Weltkrieg ist ausgebrochen und da gibt es - traurig, aber wahr - keine Tabus. Wenn der Anflug zum Hamburger Hafen an den D-Day im Zweiten Weltkrieg erinnert, wenn weltbekannte Wahrzeichen ausradiert und geächtete Massenvernichtungswaffen eingesetzt werden, dann weiß man: Die Kacke ist gehörig am Dampfen! Dabei ist das Missionsdesign nicht nur extrem, sondern auch extrem gut. In jeder Sekunde muss man damit rechnen, dass der Auftrag von den aktuellen Ereignissen über den Haufen geworfen wird. Eine Schleichmission kann sofort in eine Massenschlacht ausarten, bei der ihr am 50er-Geschütz steht und die dicken Kugeln nur so durch die Luft segeln. An anderer Stelle sorgt ein nahender Sandsturm für Zeitdruck. Und wenn man sich an Bord einer entführten Präsidentenmaschine befindet, deren Sturzflug kurzzeitig für Schwerelosigkeit sorgt, während man sich im Schusswechsel mit Terroristen befindet, dann weiß man: Diese 65 Euro waren gut investiert!

Call of Duty - Modern Warfare 3-Test: 60 Bilder pro Sekunde Auch am Sound haben die Entwickler ordentlich gearbeitet. Kein Call of Duty-Teil hört sich bislang so gut an wie Modern Warfare 3. Quelle: Activision Auch am Sound haben die Entwickler ordentlich gearbeitet. Kein Call of Duty-Teil hört sich bislang so gut an wie Modern Warfare 3.
Ja, die Grafik gehört eher zu den Schwachpunkten von Modern Warfare 3. Aber wir rechnen den Entwicklern hoch an, dass "konstante 60 Bildern pro Sekunde" erneut auf der Prioritätenliste ganz weit oben stand. Das ist heutzutage selten, aber wenn man als nicht vollständig Motion-Sickness-resistenter Redakteur selbst nach fünf Stunden Dauerzocken kein ungutes Gefühl im Magen verspürt, dann weiß man, was man an den 60 fps an. Auch die Steuerung profitiert davon, das Schießen fühlt sich einfach besser an. Dass die 60 fps durch Abstriche bei der Grafik erkauft wurden, dazu später mehr.

Call of Duty - Modern Warfare 3-Test: Neue Sound-Engine
Dank der neuen Sound-Engine schafft es MW3, dass der Abstand zur Klang-Referenz Battlefield 3 nicht gar so groß ist. Die Schüsse haben jetzt mehr Wumms, Raumklang-Effekte wurden verstärkt. Vor allem im Prager Regen kommt eine 5.1-Anlage gut zur Geltung, bei einstürzenden Hochhäusern oder explodierenden Fahrzeugen bekommt auch der Subwoofer einiges zu tun. Während die deutsche Sprachausgabe ein gutes Niveau aufweist, ist der Score leider unterrepräsentiert und schiebt sich nur selten in den Vordergrund. Auch störend: Bei der PS3-Version sind die Mission-Briefings deutlich lauter abgemischt als das Spielgeschehen. Wer bei der Action also voll aufdreht - was absolut zu empfehlen ist - der muss dann bei den Cutscenes wieder runterregeln, um nicht Gefahr zu laufen, einen Gehörsturz zu bekommen.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Modern Warfare 3 im Test: Das hat uns gut gefallen - Inszenierung, Design und mehr
  2. Seite 2 Modern Warfare 3 im Test: Das hat uns nicht gefallen - Anspruch, Technik und mehr / Wertung
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