Call of Duty trifft Dead Space: Horror-CoD mit Vietnam-Setting - Publisher lehnte ab

News Alexander Pensler
Call of Duty trifft Dead Space: Horror-CoD mit Vietnam-Setting - Publisher lehnte ab
Quelle: Infinity Ward/Sledgehammer Games

Neben Call of Duty: Modern Warfare 3 hätte es in den frühen 2010er-Jahren beinahe ein CoD mit Third-Person-Ansicht in einer Horror-Version von Vietnam gegeben. Das verriet ein Sledgehammer Games-Gründer kürzlich in einem Interview.

Gerade erst entbrannte eine Diskussion um den Reveal-Trailer des kommenden Call of Duty: Black Ops 7. Fans des First-Person-Shooters beklagten, dass der kommende Serienableger zu abgefahren und zu wenig wie ein Militär-Shooter wirkt. Doch in der Vergangenheit gab es mit Call of Duty: Fog of War ein noch wilderes Experiment - mit Third-Person-Perspektive, einer "sehr unheimlichen Version von Vietnam" - das Sledgehammer Games aber zugunsten von CoD: Modern Warfare 3 (2011) einstellen musste.

Glen Schofield beschreibt intensive Szene aus CoD: Fog of War

Der Sledgehammer-Games-Gründer Glen Schofield, der zuvor am Dead-Space-Erstling von 2008 mitwirkte, sprach in einem Interview über Call of Duty: Fog of War, das während seiner Zeit bei Activision in der Entwicklung war (Schofield verließ Sledgehammer Games im Jahr 2018). Dabei klingt das Setting und einige Gameplay-Elemente des nie erschienenen CoD: Fog of War extrem ungewöhnlich für einen Call-of-Duty-Ableger.

"Wir wollten eine unheimliche Variante von Vietnam kreieren", erklärt Glen Schofield im Interview mit PC Gamer. Dabei sollte Fog of War nicht nur gruselig sein, sondern auch mit intensiven und persönlichen Kämpfen sowie nie zuvor gesehenen Elementen überraschen - inklusive einer Third-Person-Ansicht. Eine dieser Situationen, die wir leider nie zu Gesicht bekommen haben, beschreibt Glen Schofield relativ ausführlich im Interview:

"Da gibt es eine andere Sequenz, wo man einen Fluss erreicht und einfach so beschließt, dem Flussverlauf zu folgen. Ich denke, man versucht, zu fliehen. Und wird haben die Kamera umgedreht, sodass man [als Spieler] nun auf den Fluss zuläuft [...]. Und die Kamera bewegt sich mit dir mit. Aber dann sehen wird im hinteren Teil des Dschungels einen gigantischen amerikanischen Bomber, den B-52, lichterloh in Flammen stehen.

[Der Spielercharakter] schaut hinter sich und sieht, dass er [der B-52-Bomber] abstürzt. Und es sieht danach aus, als würde er in der Nähe herunterkommen. Dann verschwindet er [der Bomber] hinter Bäumen und man wartet auf eine Explosion - die jedoch ausbleibt. Doch plötzlich kommt er [der B-52-Bomber] auf einen zu. Du springst und wir drehen die Kamera von der Klippe weg, zum Wasserfall hin und dem darunter liegenden Wasser. Jetzt schaut man als Spieler nach oben, taucht somit rückwärts und sieht, wie das Flugzeug über den eigenen Kopf hinwegrauscht, Teile ins Wasser fallen - und dann: der Crash."

Sledgehammer Games streicht Fog of War zugunsten Modern Warfare 3

Aber wegen eines Rechtsstreits zwischen Vince Zampella und Jason West beim weiteren Call-of-Duty-Studio Infinity Ward musste Fog of War gecancelt werden, damit Sledgehammer Games seinerzeit an CoD: Modern Warfare 3 (2011) arbeiten konnte. Somit werden wir nie erfahren, wie diese "unheimliche Variante von Vietnam" von Call of Duty: Fog of War in der (virtuellen) Realität ausgesehen hätte.

Wie findet ihr diese neu ans Licht gekommenen Details zum nie erschienen Call of Duty: Fog of War? Weicht euch das zu sehr vom "CoD-Schema" ab, oder gefallen euch die Beschreibungen von Glen Schofield? Schreibt uns gern einen Kommentar mit eurer Meinung unter diesen Text - dazu müsst ihr eingeloggt sein. Wer noch keinen Account hat, kann sich hier registrieren. Beachtet beim Kommentieren bitte unsere Forenregeln und die allgemeine Netiquette.

Quelle: Glen Schofield (Interview) via PC Gamer

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