Call of Duty: Modern Warfare 3 im Multiplayer-Test: Spaßig, aber eine große Baustelle

Test Michael Grünwald
Call of Duty: Modern Warfare 3 im Multiplayer-Test: Spaßig, aber eine große Baustelle
Quelle: Activision

Wir haben uns in den Multiplayer von Call of Duty MW3 gestürzt. Warum der Modus ordentliche Probleme und dennoch Laune macht, erfahrt ihr im Test.

Schwitzen, was das Zeug hält

Auch am Matchmaking ändert sich nichts. Nach wie vor greifen Mechaniken ein, die uns nur gegen in etwa gleich starke Gegner antreten lassen. Engagement Optimized Matchmaking nennt sich das seit Jahren in Call of Duty. Ob wir das gut oder schlecht finden, spielt für unsere Bewertung keine Rolle, doch jede Runde fühlt sich dadurch sehr ähnlich an und das ist sehr schade. Wie genau EOMM funktioniert, könnt ihr in unserem Report nachlesen. In unserem Meinungsartikel gibt's außerdem eine Debatte über Vor- und Nachteile des Systems.

Einen problematischen Faktor bei dieser Art von Matchmaking bemerken wir jedoch zwischendurch immer wieder. MW3 kämpft gehörig mit Serverschwankungen, da bei der Spielersuche das Können im Vordergrund steht und nicht die Verbindung. Das erkennen wir anhand der Kill-Cam unserer Gegner, nachdem wir abgeschossen wurden: Auf unserem Bildschirm haben es noch ein paar Kugeln aus dem Lauf unserer Waffe geschafft, doch in der Abschusskamera des Feindes ist davon nichts zu sehen. Sowas darf in einem beliebten Shooter nicht vorkommen. Die Verbindung sollte dagegen immer Priorität haben.

Spieler feuert eine Moskito-Drohne ab Quelle: PC Games

Ein bisschen Lob und Tadel

Zu guter Letzt kommen wir noch zu einigen Kleinigkeiten. Das Menü sieht ein wenig aufgeräumter aus, da die Kacheln verkleinert wurden. Von übersichtlich kann jedoch noch immer nicht die Rede sein. Zudem gibt's immer wieder Schwierigkeiten, wenn wir mit anderen Leuten spielen möchten. Party-Einladungen funktionieren nicht und auch beim einfachen Beitreten bekommen wir regelmäßig unsinnige Fehlermeldungen.

Das Comeback der originalen Minimap ist dagegen eine gute Sache. Endlich spielt das Benutzen eines Schalldämpfers wieder eine gewichtigere Rolle. Haben wir keinen angeschraubt, werden wir beim Schießen als roter Punkt auf der Karte angezeigt.

Nicht ganz so schön: In den Hardcore-Modi macht das User Interface noch ein paar Probleme. Die Anzeigen sollten im realistischen Bereich des Shooters nicht vorhanden sein, tauchen aber immer wieder auf.

An Optik und Sound hat sich dagegen wenig geändert: Die Waffen klingen nach wie vor wuchtig. Grafisch gibt's im Vergleich zur Kampagne ein paar Abzüge, dafür läuft das Spiel allerdings ausgesprochen flüssig.

Das Multiplayer-Menü von Modern Warfare 3 Quelle: PC Games

Insgesamt können wir festhalten, dass der Multiplayer wohl der Spaßigste seit langem ist. Verbessertes, schnelleres Movement, klassische Maps und gute Entscheidungen bei Extras sowie User Interface bringen den Activision-Shooter wieder einen Schritt in die richtige Richtung. Sledgehammer sollte nur schnellstmöglich die nervigen Bugs beheben und Spawnpunkte überarbeiten.

Wertung zu Call of Duty: Modern Warfare 3 (2023) (PC)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Call of Duty: Modern Warfare 3 (2023) (PS5)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Call of Duty: Modern Warfare 3 (2023) (XSX)

Wertung:

7.0 /10
Fazit

Recycelt, überteuert und dennoch viel Spielspaß!

Wie schon in der Kampagne bleiben wir aber bei unserem Fazit: Ein Vollpreistitel sieht anders aus! Wer den Activision-Wucher ausblenden kann, erhält einen spaßigen Mehrspieler-Shooter, der in den kommenden Monaten stetig mit neuen Waffen und Maps erweitert wird. Unser Überblick zum Zombies-Modus folgt in den nächsten Tagen und auch das Abschneiden des Warzone-Updates im Dezember sehen wir uns ausführlich an. Die Version des Spiels wurde vom Publisher zur Verfügung gestellt.

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