Call of Duty: Modern Warfare 3 im Multiplayer-Test: Spaßig, aber eine große Baustelle

Test Michael Grünwald
Call of Duty: Modern Warfare 3 im Multiplayer-Test: Spaßig, aber eine große Baustelle
Quelle: Activision

Wir haben uns in den Multiplayer von Call of Duty MW3 gestürzt. Warum der Modus ordentliche Probleme und dennoch Laune macht, erfahrt ihr im Test.

Man kann den Entwicklern einerseits Ideenlosigkeit vorwerfen, anderseits haben sich viele Menschen die Rückkehr der Karten gewünscht und ein wenig nostalgisch werden wir auch, wenn wir uns wilde Schlachten rund um das Flugzeugwrack auf Afghan leisten oder durch die Häuserschluchten von Favela sprinten. Im Endeffekt verstehen wir beide Seiten sehr gut, denn es allen recht zu machen, ist schlichtweg unmöglich. Dass wir wie in früheren Teilen der Reihe in der Lobby vor dem Spiel die Map voten können, darf allerdings durchaus gelobt werden. Aber auch die Funktion ist nicht neu und flog vor einigen Jahren unverständlicherweise aus dem Spiel.

Coole Rückkehrer

Ähnlich erging es bestimmten Modi. In Modern Warfare 3 kommen neben dem klassischen Deathmatch, Herrschaft, Invasion, Bodenkrieg und Co. nun noch Krieg und Unbarmherzig zurück. Und die beiden Spielvarianten machen ziemlich viel Laune. In Unbarmherzig treten drei 3er-Teams auf einer klassischen Karte gegeneinander an. Alle Spieler haben nur ein Leben und der Trupp, der am Ende noch übrigbleibt, gewinnt einen Punkt. Nach drei Gewinnrunden stehen die Sieger des Matches fest.

Soldaten feuern aus der Deckung auf Gegner Quelle: Activision Sollten nach Ablauf der Zeit noch mehrere Leute am Leben sein, wechselt das Spiel in eine Verlängerung. Dann kommt es darauf an, in der Mitte der Map schnellstmöglich eine Flagge einzunehmen oder die anderen Trupps auszulöschen.

Die Karte im Modus Krieg verändert sich dagegen je nach aktuellem Spielstand. Unser Ziel ist es als Verteidiger, unsere Feinde von bestimmten Zielen abzuhalten. Schaffen wir das nicht, rücken die Widersacher inklusive ihrer Spawn-Punkte ein Stück nach vorne. Wir dagegen büßen an Gebiet ein.

Als Angreifer dreht sich das natürlich herum. Wir müssen zunächst bestimmte Punkte angreifen; haben wir das geschafft, eskortieren wir einen Panzer bis zu einem festgelegten Areal. Zu guter Letzt entschärfen wir noch gelegte Sprengsätze. Wer diese Aufgaben schneller bewältigt, gewinnt am Ende das Match.

Ziemlich cool dabei: Viele Areale der großen Map sind aufgeteilt in Karten aus Call of Duty 4: Modern Warfare. So finden beispielsweise vorübergehend Kämpfe auf Kreuzfeuer und Countdown statt. Vielleicht sogar ein Zeichen, dass diese Karten nachträglich den Weg in die anderen Modi finden.

Soldaten schießen an einem Flughafen. Quelle: Activision

Der große Spaßverderber

Doch bevor Hoffnung aufkeimt, MW3 könne die Fans uneingeschränkt zufriedenstellen, kommt jetzt leider die Bremse. Vor allem auf kleinen Maps wie Rust und Scrapyard sind die Spawn-Punkte derzeit absolut kaputt.

Nachdem wir gestorben sind, tauchen wir in einer Häufigkeit direkt im Schussfeld der Gegner auf, dass der Frustfaktor nach nur kurzer Zeit extrem hoch ausfällt. Sobald wir in solch einer Todesspirale gefangen sind, sterben wir hin und wieder innerhalb von nur wenigen Sekunden etliche Male.

Das hat nicht im Ansatz etwas mit Spawncamping zu tun, nein, das Spawnsystem ist schlichtweg eine absolute Katastrophe und braucht schnellstmöglich einen umfangreichen Patch von den Entwicklern. Selbst auf riesigen Karten wie Derail können wir uns teilweise nicht einmal zehn Schritte bewegen, ohne direkt erneut abgeschossen zu werden. Gerade auf solchen Oldschool-Maps, die bereits 14 Jahre alt sind, sollte so ein Fauxpas nicht passieren. In den nächsten Wochen muss Sledgehammer dieses Problem schnell beheben, ehe die Frustration immer größer wird.

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