Call of Duty: Modern Warfare 3 im Multiplayer-Test: Spaßig, aber eine große Baustelle
Test
Wir haben uns in den Multiplayer von Call of Duty MW3 gestürzt. Warum der Modus ordentliche Probleme und dennoch Laune macht, erfahrt ihr im Test.
So viel Auswahl
Nachdem wir alle Waffen, Operator, Aufsätze und Skins von MW2 direkt in MW3 übertragen bekommen, steht uns ein gewaltiger Umfang zur Verfügung. Alleine zwischen 21 Sturmgewehren lässt sich mittlerweile wählen. Neben den Wummen des Vorgängers schaffen es auch einige neue ins Spiel. Da hätten wir zum Beispiel eine MCW und eine Holger 556, die im echten Leben die ACR und das deutsche G36 darstellen sollen. Die fiktiven Namen verdrängen weiterhin die realen Bezeichnungen, um die Waffen individueller anpassen zu können. Dazu haben wir bei den Aufsätzen ebenfalls einen riesigen Pool. Jedes Visier, jeder Griff und jede Mündung hat ihre eigenen Vor- und Nachteile, die wir im Menü miteinander vergleichen können. Die meisten müssen wir vor der ersten Nutzung allerdings erst einmal freischalten und da kommen wir zu einem anderen recht großen Problem.
Kein Herankommen
Für viele Knarren, Waffenaufsätze, Abschussserien und Ausrüstungsgegenstände brauchen wir einen bestimmten Rang. Im Anschluss lassen sich die Sachen auf eine Liste packen, die wir mit täglichen Herausforderungen freischalten.
Quelle: Activision
Am Release-Tag war das jedoch unmöglich und nach wie vor klagen etliche Leute darüber, dass sie von diesem Fehler betroffen sind. Das sorgt nicht nur für Ärger, sondern auch für eine ordentliche Wettbewerbsverzerrung. Während manche Spieler beispielsweise gegen eine Drohne durch ein Extra unsichtbar werden, können sich andere das Hilfsmittel nicht erspielen. In einem Online-Shooter ist das natürlich außerordentlich problematisch.
Wie beim Spawnsystem muss hier zeitnah ein Update her, um für faire Verhältnisse zu sorgen. Das neue System der Freischaltung an sich ist eine gute Idee, um Spieler selbst wählen zu lassen, wo ihre Prioritäten liegen, doch das Ganze sollte schon funktionieren.
Veränderungen, die keine sind
Die Extras sind in diesem Jahr als Ausrüstung getarnt. Während leichte Stiefel das Bewegungs- und Schwimmtempo erhöhen, lassen uns Kommando-Handschuhe im Sprint nachladen. Das Missions-Comlink ist gleichzusetzen mit dem ehemaligen Hardliner-Perk, wodurch wir uns schneller Abschussserien erspielen.
Die Perks als Ausrüstung darzustellen, ist eine coole Idee, mehr als die Bezeichnung ändert sich jedoch nicht. Dass Totenstille in Form von verdeckten Sneaker als Extra zurückkommt und nicht mehr als Feldaufrüstung aktiviert werden muss, bringt endlich mehr Bewegung in die Runden. Durch die lautlose Fortbewegung trauen wir uns wieder häufiger die Gegner zu umlaufen. Die Killstreaks bleiben in etwa identisch zu Modern Warfare 2. Zu den letztjährigen Abschussserien stoßen noch Moskito-Drohne, Wächter-SK und Juggernaut-Aufklärung. Insgesamt gibt's also gar keine richtige Neuerung, denn auch die drei Streaks sind nur aufgewärmt aus alten CoD-Teilen.
