Interview zu Call of Duty Modern Warfare 2 - Seite 2

Special Antonia Dreßler
Interview zu Call of Duty Modern Warfare 2 - Seite 2
Quelle: Activision

Im Interview zu Call of Duty Modern Warfare 2 reden wir über Gameplay-Änderungen, Waffenlizenzen und warum man nicht jeden glücklich machen kann.

PC Games: Was spielt denn alles in den Matchmaking-Vorgang hinein?

Joe Cecot: Wir sind vermutlich nicht die besten Ansprechpartner, um diese Frage zu beantworten. Unsere Network-Ingenieure wären da sicherlich besser geeignet. Es macht immer Spaß, mit denen zu sprechen und von den komplizierten Vorgängen zu erfahren. So werden Spieler in sogenannte Populationen geordnet, die abhängig vom Ort und der Zeit sind, wann sie online gehen, welche Modi sie spielen und so weiter. Es sind also viele Faktoren, die es zu beachten gilt, um gesunde und faire Spiele zu haben und die Leute auch in einer adäquaten Geschwindigkeit in Matches zu bringen.

PC Games: Uns ist aufgefallen, dass immer weniger Waffen ihre Originalnamen tragen, sondern fiktive Namen tragen wie die MP5, die inzwischen Lachmann MP heißt. Was ist der Grund dafür?

Joe: Wir machen im Prinzip ein Fantasy Militär Spiel und greifen daher auch auf fiktiven Namen zurück. So können wir sie über verschiedenen Spiele hinweg benutzen; oder auch Medien hinweg, wenn wir die Assets unserer Community vorstellen.

Geoff: Unser Spiel ist ja auch nicht 100 Prozent real am Leben orientiert. Wir wollen nichts missinterpretieren und daher ist es einfacher, eigene Namen und Waffen zu gestalten und die Spielmechaniken drumherum so aufzubauen, wie wir sie brauchen. Call of Duty: Modern Warfare 2 (2022): Interview mit den Multiplayer-Entwicklern (1) Quelle: Activision Call of Duty: Modern Warfare 2 (2022): Interview mit den Multiplayer-Entwicklern (1)

PC Games: Also war es eure eigene Entscheidung, auf Lizenzen zu verzichten, oder haben da andere Umstände eingewirkt, dass ihr keine Lizenzen nutzt?

Geoff: Wir sind da nicht die Entscheider, die die Ansagen machen. Wir versuchen den meisten Spaß aus dem Spiel zu holen und mit dem zu arbeiten, was wir haben.

PC Games: Call of Duty ist berüchtigt dafür, irrsinnige Mengen an Speicherplatz zu verbrauchen. Vanguard ist da schon einen ersten richtigen Schritt gegangen. Wie sieht es mit Modern Warfare 2 aus?

Geoff: Das ist ein großes Thema bei uns und viele Programmierer verbringen etliche Stunden damit, herauszuarbeiten, wie wir einen kleineren Daten-Fußabdruck hinterlassen können.

Joe: Wir möchten natürlich nicht jedermanns Festplattenspeicher aufbrauchen. Gleichzeitig wollen wir aber eine schnelle und gut funktionierende Militär-Sim entwickeln. Um das zu erreichen, braucht es viele Assets, eine hohe Auflösung von Texturen und was sonst noch dazu gehört. Für Activision ist es hingegen ein riesiges Thema, alles zu verkleinern und Daten zu komprimieren.

Es stellen sich also Fragen, wie die Downloads sinnvoll in Pakete aufgeteilt werden können, wie wir Daten generell kleiner packen und trotzdem das bestmögliche Spiel liefern können. Es ist ein ständiges Abwägen zwischen Speicherplatz und mehr Leistung, gerade im Hinblick auf bessere PC-Hardware und die neuere Konsolengeneration.

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