Call of Duty: Black Ops 6 im Multiplayer-Test: Server-Instabilität, Glitches und Spawn-Punkte zerstören das Spielerlebnis
Test
Nach der gelungenen Kampagne nehmen wir auch den Multiplayer von Black Ops 6 genauer ins Visier. In unserem Test stoßen wir allerdings auf derbe Probleme.
Aufreger-Themen
Black Ops 6 könnte aufgrund des gelungenen Gameplays, der Rückkehr des Prestiges und coolen Herausforderungen für Tarnungen sowie Visitenkarten und Embleme die beste Mehrspielererfahrung seit Jahren bieten, doch viele Kleinigkeiten vermiesen den Ersteindruck.
Auf mehreren Maps gibt es zum Beispiel bereits Glitches, bei denen Spieler einen Weg unter die Spielwelt finden. Von dort töten sie einen Feind nach dem anderen und können selbst nicht getroffen werden. Treyarch wird hier vermutlich schnell ein Update herausbringen, aber derzeit zerstört das den Spielspaß.
Quelle: Activision
Die Call-of-Duty-Community ist allgemein nicht gerade für ihre Nächstenliebe bekannt, was wir beim Zocken mancher Modi merken. Um das eigentliche Ziel kümmert sich häufig kaum ein Spieler, vielmehr wird darauf geachtet, dass die K/D in die Höhe schnellt. Beinahe jedes Match entwickelt sich daher mehr zu einem Stellungskampf als zu einem Wettbewerb, wer die meisten Flaggen einnimmt.
Passt jemandem etwas an einer Partie nicht, wird die Lobby eben verlassen. Warum es die Entwickler bis heute nicht geschafft haben, eine Strafe für das Quitten des Spiels zu verteilen, bleibt ihr Geheimnis. In Online-Titeln sollte das an sich gang und gäbe sein.
Stattdessen werden in Black Ops 6 nur sehr selten die freien Plätze in den laufenden Runden neu besetzt, wodurch ein Team meistens in Unterzahl zu Ende spielen muss. Eine Zeitstrafe würde dem entgegenwirken.
Eine Achterbahnfahrt der Gefühle
Ein Auf und Ab erleben wir in Black Ops 6 auch ganz allgemein, je mehr Spiele wir absolvieren. Die Serverstabilität schwankt von Runde zu Runde. Manchmal erledigen wir Feinde mit wenigen Treffern und in der nächsten Runde kann es passieren, dass wir mit der identischen Waffe mehr Hitmarker austeilen.
Auch das klassische Um-Die-Ecke-Getötet-Werden kommt im Treyarch-Titel häufiger vor als in Modern Warfare 2 und 3. Eventuell sind die Server dem üblichen Ansturm der ersten Tage nicht gewachsen. Wir werden das in den nächsten Wochen beobachten.
Was mittlerweile sehr deutlich auffällt: Um gegen starke Spieler mitzuhalten, braucht es einen Monitor, der eine Bildfrequenz von 120 Hertz ermöglicht. Das Spielgefühl verbessert sich dadurch ungemein.
Wie bereits in den Vorgängern merken wir ebenfalls erneut, wie schnell die skillbasierte Spielersuche eingreift. Nachdem auch Black Ops 6 auf Engagement Optimized Matchmaking setzt, kann das wieder beeinflussen, welche Mitspieler in eurem Team ihr Unwesen treiben. Einen Ranked-Modus suchen wir vergeblich. Wir müssen uns dem Matchmaking-System also stellen und das hat weiterhin seine Vor- sowie Nachteile.
Übliches Grafik-Downgrade
Im Vergleich zur Kampagne spielt die Optik für den Multiplayer eher eine untergeordnete Rolle. Der Vollständigkeit halber können wir sagen, dass für eine bessere Bildrate auf ein wenig Grafik-Power verzichtet wird.
Während der Partien fallen solche Kleinigkeiten aber nicht auf, denn schließlich zählt die Action auf dem Spielfeld. Aufgrund eines wie immer fantastischen Waffen-Handlings und dem überarbeiteten Movement funktionieren die meisten Runden auch sehr gut. Doch leider zerstören Katastrophen-Spawns und Server-Probleme zwischendurch den Spielspaß.
Call of Duty: Black Ops 6 erschien am 25. Oktober auf PC, PS5, PS4, Xbox Series X/S und Xbox One. Neben Kampagne und Multiplayer geht's seitdem auch im Zombies-Modus rund. Zum Start von Season 1 am 14. November kommt außerdem der Battle-Royale-Modus Warzone dazu. Über Neuigkeiten halten wir euch weiterhin auf dem Laufenden. Transparenzhinweis: Für diesen Test wurde uns die Release-Fassung von Black Ops 6 von Activision bereitgestellt.
