Call of Duty Black Ops 6 im Multiplayer-Test: Server-Instabilität, Glitches und Spawn-Punkte zerstören das Spielerlebnis

Test Michael Grünwald
Call of Duty Black Ops 6 im Multiplayer-Test: Server-Instabilität, Glitches und Spawn-Punkte zerstören das Spielerlebnis
Quelle: Activision

Nach der gelungenen Kampagne nehmen wir auch den Multiplayer von Black Ops 6 genauer ins Visier. In unserem Test stoßen wir allerdings auf derbe Probleme.

Na, alle schon die Kampagne von Call of Duty: Black Ops 6 gespielt? Die ist ein wilder Ritt und macht aufgrund der Detektiv-Story einiges her. Wie in den letzten Jahren üblich teilt sich die CoD-Reihe auch bei Black Ops 6 für sämtliche Fans auf. Wer die lineare Action der Kampagne erleben möchte, erfährt im Test unseres Redakteurs Stefan Wilhelm, warum ihr einmal mehr voll auf eure Kosten kommt.

Der Zombies-Modus geht wieder einen Schritt zurück zu den Wurzeln des Matschbirnen-Geballers und erinnert an frühere Teile. Und dann gibt es noch den wohl beliebtesten Part eines jeden Call of Dutys: den Multiplayer. Wir haben uns in die actiongeladenen 6-gegen-6-Kämpfe gestürzt und sind neben spaßigen Runden auch auf etliche ärgerliche Schwierigkeiten gestoßen.

Speedy Gonzales

Am auffälligsten ist direkt, dass Black Ops 6 im Vergleich zu den Vorgängern MW2 und MW3 wieder einen Gang hochschaltet, wenn es um die Bewegungsgeschwindigkeit geht. Nicht nur Omni-Movement, das neue Feature beim Steuern der Spielfigur, trägt dazu bei, sondern auch das allgemeine Gameplay.

Wir klettern, schwimmen und zielen deutlich schneller als in den letzten Spielen der Marke. Die Black-Ops-Reihe steht schon immer für eine arcadigere Gameplay-Erfahrung und das bleibt auch in Teil sechs der Fall.

Das ist allerdings gar nicht weiter schlimm und sorgt vielmehr für eine angenehme Abwechslung. Auch der Klang der Waffen und die Sounds beim Erreichen bestimmter Herausforderungen sowie bei Abschüssen passen sich dem unrealistischeren Spielgefühl an.

Spieler kämpfen gegeneinander, im Vordergrund steht eine Figur mit Raketenwerfer Quelle: Activision Das Omni-Movement, bei dem wir nun nicht nur einen Hechtsprung nach vorne ausführen können, sondern auch seitwärts, setzt dem schnellen Gameplay die Krone auf. Auf dem Boden liegend ist es außerdem möglich, sich 360 Grad im Kreis zu drehen.

Was sich für viele Spieler nach Problemquellen anhört, funktioniert bislang sehr gut. Die Runden arten noch nicht in wilde Flugeinlagen aus, nur vereinzelt hechten Gegner spektakulär durch die Maps. Wirkliche Vorteile, außer einem Überraschungseffekt, erhalten wir durch das Omni-Movement jedoch nicht.

Ein wenig komplizierter gestaltet sich die Sache beim 360-Grad-Movement auf dem Boden. Denn Spieler in einer bestimmten Position zu erkennen, ist hin und wieder gar nicht so einfach und wird von vielen eiskalt zum Campen ausgenutzt.

Insgesamt ziehen wir aber dennoch ein positives Fazit in Sachen Movement. Es ist frisch, manchmal spektakulär, aber nicht komplett übertrieben. Dafür sorgen auch Maps, die einen recht normalen Aufbau besitzen und nicht gerade zu wilden Flugeinheiten einladen.

Zwei Spieler laufen über die Map Quelle: Activision

Klein und wild

Dazu müssen wir aber direkt sagen, obwohl die Karten keine großartigen Besonderheiten aufweisen, sind wir nicht gerade begeistert von den Schauplätzen. Die meisten der zwölf 6-gegen-6-Karten kommen relativ klein, wenn auch übersichtlich daher.

Dennoch gibt es sehr viele Ecken, die schwer einsehbar sind und etliche Objekte, hinter denen Spieler nur sehr schwer sichtbar werden. Nachdem es zur Tradition von Call of Duty gehört, dass Hindernisse aus der First-Person-Perspektive unsere Schüsse nicht abblocken, sondern wir sogenannte Headglitches nutzen dürfen, fordern die Karten erneut wenig Bewegung ab.

Doch nicht nur das: Aufgrund der Map-Größe arten beinahe alle Runden und Modi in ordentlich Chaos aus. Denn das Spawn-System kann getrost als katastrophal abgestempelt werden - dazu kommen wir aber gleich noch ausführlicher.

Neben den zwölf normalen Karten gibt's noch vier für den Feuergefechts-Modus. Der ist für 2-gegen-2-Kämpfe ausgelegt und hat vor einigen Jahren Einzug in Call of Duty gehalten. Pro Runde erhalten wir zufällig zusammengestellte Waffen und versuchen, das gegnerische Duo in mehreren kurzen Matches auszulöschen.

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