Call-of-Duty-Fans haben einige leidige Jahre hinter sich. Den absoluten Tiefpunkt erreichte die Reihe wohl im vergangenen Jahr mit Modern Warfare 3. Jetzt darf Black Ops 6 den Karren aus dem Dreck ziehen.
Für mich gilt: Hopp oder top. Noch solch einen Fehltritt wie mit MW3 darf sich Activision nicht erlauben. Der Druck lastet auf Treyarch. Doch ich habe Hoffnungen, dass eine kurze, intensive Story kommt, ganz nach dem Vorbild von Cold War. Ein gutes Bindeglied könnte dann womöglich der neue Ex-Stasi-Agent, Felix Neumann, sein. Und im Fall der Fälle hätten wir ja noch den Zombie-Modus.
Hoffnungsträger Zombie-Modus
Weder zum Multiplayer noch zum Zombie-Modus wissen wir bisher wirklich viel. Nur so viel: Der Zombie-Modus wird endlich wieder rundenbasiert und setzt dort an, wo Cold War aufhörte.
Ich hatte zwar recht kurzweiligen Spaß mit dem Modus von Sledgehammer, doch am Ende hob er sich nicht ab. Man nehme DMZ auf der Warzone-Map und tausche Soldaten gegen Zombies aus - fertig ist der "brandneue Zombie-Modus".
Die Rückkehr zum klassischen Modus im Arcade-Stil ist gleichzeitig ein Entgegenkommen an die Fans - ein wichtiges Zeichen. Ähnlich wie das Comeback des klassischen Prestige-Systems im Multiplayer. Ich fühle mich zumindest gehört und in mir kommt sogar ein bisschen Vorfreude auf den Multiplayer auf.
Eine Freude, die ich im aktuellen Multiplayer überhaupt nicht mehr spüre. Ich schaue zwar einmal im Monat rein, doch am Ende verbringe ich mehr Zeit mit dem Download des Spiels als dem eigentlichen Spielen.
Rückkehr zur alten Form?
Mein Lieblings-Multiplayer war der aus Black Ops 3. Bis heute laden wir das PS4-Spiel auf Partys runter, um ein paar Runden Splitscreen zu zocken. Das liegt aber auch ein wenig daran, dass das aktuelle CoD keine Splitscreen-Funktion hat. Umso glücklicher bin ich, dass die im Sechser zurückkommt.
Die Gefühle aus BO3 werden wohl nie wieder zurückkommen. Das liegt schon allein daran, dass meine Reflexe nicht mehr auf dem gleichen Niveau sind. Aber was mir, neben all dem Wand-Gerenne und Jetpack-Fliegen so viel Spaß machte, waren das Freischalten der verschiedenen Tarnungen und das Angeben mit meinem Rang. Das letzte Mal, dass ich damit Spaß hatte, war 2019.
Die Menüführung der letzten Call of Dutys war absolute Grütze. Es ist schön, dass man sich Gedanken machte und jemanden von Hulu anheuerte, aber übersichtlich ist anders. Da ist es egal, ob es sich um den Waffenbau oder das Hauptmenü handelt - ich blick' da einfach nicht durch. Was ich bisher sehen durfte, sah zunächst nicht viel besser aus, aber es ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.
Mit Black Ops 6 steht und fällt die Zukunft von Call of Duty. Wird es gut, startet eine neue Ära der Call of Dutys und die künftigen Teile müssen sich daran messen. Geht's nach hinten los, wird es richtig schwer für Activision. Wobei ich mir vorstellen kann, dass dann der Weg zum reinen Multiplayer geebnet wird.
