Ballert die Xbox360 den Shooter tatsächlich in die nächste Generation? Wir vergleichen mit der Xbox-Version.
Alles beim Alten
Verfolgungsjagd: Klasse sind die rasanten Jeep-Fahrten. Während Sie auf die Straße achten, ballern Ihre Kameraden was das Zeug hält. (Xbox360)
Die Aufgaben sind typisch "CoD": Sie müssen sich unter Sperrfeuer Hügel hinaufkämpfen, sich durch Gebäude ballern, Feindkoordinaten übermitteln oder Stahlkolosse mit der Bazooka lahmlegen. Im Grunde alles wie gehabt und leider stets mit absolut linearem Ablauf. Für etwas Abwechslung sorgen gelegentliche Fahrten mit Panzer, Jeep oder Boot. Bei einer Flussüberquerung paddeln Sie durch deutsches Sperrfeuer hindurch, indem Sie den rechten Stick im Halbkreis bewegen. Spaßig sind auch die Jeepfahrten, wo Sie mit hohem Tempo durch enge Straßen preschen, während Ihre Kameraden die Feinde mit Bleisalven versorgen. An Bord eines polnischen Panzers machen Sie Jagd auf deutsche Königstiger. Insgesamt lassen sich die Fahrzeuge angenehm leicht bedienen.
Neben der Linearität bleibt die schwache Künstliche Intelligenz das größte Manko der Serie. Das ist umso ärgerlicher, da die Entwickler noch vielerorts versuchen, eine wirklichkeitsnahe Kriegsatmosphäre aufzubauen. Gleichzeitig lassen sie aber Dutzende Soldaten blind in ihr Verderben rennen und nehmen dem Spiel dadurch einiges an Glaubwürdigkeit. Insgesamt konnten wir im Vergleich zum Vorgänger keinerlei KI-Verbesserungen feststellen.
Steueroffensive
Narbengesicht: Die neuen Nahkämpfe wurden filmreif inszeniert. Jedoch sind die Attacken selten und finden an vorhersehbaren Stellen statt. (Xbox360)
Neues gibt's dafür bei der Steuerung: Künftig dürfen Sie ankommende Granaten wieder zum Adressaten zurückwerfen -- sehr hilfreich! Damit Sie bei diesen Wurfspielchen nicht selbst den Kürzeren ziehen, können Sie Ihr Geschenk erst mal einige Sekunden lang in den Händen halten, nachdem Sie den Stift entfernt haben. Mit etwas Geschick explodiert das Bömbchen dann direkt beim Aufprall.
Wollen Sie Nebelgranaten effektiv einsetzen, müssen Sie künftig die Windrichtung mit einberechnen. Die lässt sich gut an den Bewegungen der Sträucher ablesen. Es bedarf jedoch einiger Probewürfe, um die Ausdehnung der Nebelschwaden einschätzen zu können. Sprengladungen machen Sie in einer Art Minispiel scharf. Durch Drücken der eingeblendeten Tasten schrauben Sie erst einen Zündmechanismus an und ziehen dann den Stift. Diese Prozedur erzeugt aber keinerlei zusätzliche Spannung, da Sie währenddessen unverwundbar sind.
