Überleben an der Felswand

Special Lukas Bohnau
Überleben an der Felswand
Quelle: The Game Bakers

Mit Cairn erwartet uns ein intensives Kletter-Abenteuer, das nicht nur an Peak erinnert, sondern mit realistischer Survival-Atmosphäre und Free-Solo-Nervenkitzel auf der Gamescom für Gänsehaut sorgte.

Das Schöne ist: Alles, was wir sehen, können wir auch beklettern! Wie aus einem Gespräch bei den Presse-Events hervorging, wurde der gesamte Berg von Menschenhand entworfen und ist nicht KI-generiert. Das hat den Vorteil, dass der Weg zum Gipfel bei der Erstellung durchdacht wurde. Eine generische Programmierung, bei der der Berg bei jedem Durchgang immer etwas anders aussieht, hätte zwar den Wiederspielwert erhöht, allerdings werden wir auch so mit den angesetzten 12 bis 15 Stunden gut beschäftigt sein.

Überleben an der Felswand

Obwohl es ein Survival-Game ist, hat Cairn dennoch etwas Beruhigendes und Meditatives an sich. Es gibt keine Gegner oder sonstige Gefahren, die uns bei unserem Aufstieg behindern könnten. Der Berg ist unser einziger Gegner, den wir bezwingen müssen. Zu Beginn können wir zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen. Was sofort ins Auge fällt, ist das reduzierte Interface. Cairn verzichtet bewusst auf HUD-Overlays oder überflüssige Anzeigen. Stattdessen hören wir das schwere Atmen von Aava, spüren die Böen bei stärkerem Wind und sehen, wie ihre Hände am Fels abrutschen. Einen Tageszeiten-Rhythmus und Wettereffekte gibt es ebenfalls. Dieses unmittelbare Eintauchen macht jede Sekunde intensiver - fast schon beklemmend realistisch. Eine immersive Erfahrung, die durch weitere Survival-Aspekte noch verstärkt wird.

In Camps könnt ihr euer Zelt aufschlagen und eine Verschnaufpause einlegen. Essen kochen, Ausrüstung reparieren, medizinische Versorgung - macht euch wieder fit für die nächste Etappe! Quelle: The Game Bakers In Camps könnt ihr euer Zelt aufschlagen und eine Verschnaufpause einlegen. Essen kochen, Ausrüstung reparieren, medizinische Versorgung - macht euch wieder fit für die nächste Etappe! Aava muss nämlich nicht nur Felswände erklimmen, sondern auch auf ihren Körper achtgeben. Nahrung zu kochen und einzunehmen ist überlebenswichtig, denn ohne regelmäßige Stärkung drohen wir, vor Erschöpfung ohnmächtig zu werden. Doch gekocht werden kann ausschließlich in den Camps, die wie kleine, sichere Häfen mitten im steilen Aufstieg wirken. Wer seine Route nicht clever plant, steht schnell ohne Energie da - und ohne Chance auf Rettung.

"Planung ist das halbe Leben" - mit diesem Ansatz solltet ihr auch die Organisation eurer Ressourcen im Rucksack angehen. Quelle: The Game Bakers "Planung ist das halbe Leben" - mit diesem Ansatz solltet ihr auch die Organisation eurer Ressourcen im Rucksack angehen.

Wir vs Mount Kami

Aber auch wenn uns keine Monster oder Gegner während unseres Aufstiegs begegnen: Gefährlich ist die Felswand dennoch! Unüberlegtes Klettern kann schmerzhafte Verletzungen an den Händen nach sich ziehen, was sich negativ auf unsere Gesundheit auswirkt. Um uns gegen die ständige Absturzgefahr abzusichern, können wir Felshaken als Zwischenspeicherpunkte in den Felswänden platzieren. Sie geben ein Gefühl von Sicherheit - doch die Erleichterung ist trügerisch: Nur eine begrenzte Anzahl an Haken steht uns zur Verfügung, und selbst diese können auch kaputtgehen. Reparieren lassen sich die Haken ausschließlich in den Camps. Hinzu kommt die eingeschränkte Kapazität des Rucksacks. Strategisches Packen ist hier Pflicht. Die Ressourcen finden wir durch die Erkundung der Berglandschaft.

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