Gamescom Indie-Highlight Cairn: Mehr als nur eine Bergsteiger-Simulation!
Special
Mit Cairn erwartet uns ein intensives Kletter-Abenteuer, das nicht nur an Peak erinnert, sondern mit realistischer Survival-Atmosphäre und Free-Solo-Nervenkitzel auf der Gamescom für Gänsehaut sorgte.
Was wäre die Gamescom ohne Indie-Games? Definitiv nicht so spannend! Denn auch kleinere Entwicklerteams sollte man immer auf dem Schirm haben. Ansonsten verpasst man vielleicht ein Spiel wie Cairn von The Game Bakers, den Machern der Indie-Geheimtipps Haven und Furi. Das neue Projekt dürfte gerade für Bergsteiger-Fans eine wahre Gaming-Perle sein.
Im ersten Moment erinnert es an den Sommerhit Peak. In beiden Spielen ist das Ziel, die Spitze eines Berges zu erklimmen. Während Peak jedoch auf Multiplayer und eine vereinfachte Klettermechanik setzt, geht es bei Cairn (jetzt kaufen 19,7 € ) auf Solo-Tour und spielmechanisch etwas komplexer zu. Eine Demo ist bereits für alle auf Steam verfügbar, aber wir durften auf der Gamescom noch den erbarmungslosen Free-Solo-Modus ausprobieren. Wie sich das Spiel für uns angefühlt hat, erzählen wir euch in unserer Vorschau.
Quelle: The Game Bakers
An der Felswand könnt ihr frei entscheiden wie eure Route verlaufen soll.
Eine Frau, ein Ziel
Wir spielen die Profikletterin Aava und wollen unbedingt den Mount Kami erklimmen - einen Berg, dessen Spitze zuvor noch niemand erreicht hat. Bevor wir uns jedoch daran wagen, gilt es zunächst, die Grundmechaniken in der Kletterhalle zu erlernen. Im Vergleich zu Peak ist die Klettersimulation deutlich umfangreicher. Jeder Griff und jeder Schritt will gut überlegt sein. Denn eine falsche Haltung raubt uns wertvolle Kraft, die im schlimmsten Fall zum Absturz führen kann.
Quelle: The Game Bakers
Majestätisch und ehrfürchtig - der Mount Kami!
Eine sichtbare Ausdaueranzeige gibt es nicht. Stattdessen gibt uns Aavas Atemfrequenz Auskunft darüber, wie ihr Befinden gerade ist. Während des Kletterns haben wir die volle Kontrolle darüber, wo wir unseren nächsten Halt suchen - sowohl mit den Händen als auch mit den Füßen. Ein Verständnis von Gleichgewicht und Kraft ist hier enorm wichtig. Je nachdem, wie wir gerade klettern, verändert sich auch die Verteilung unseres Gewichts. Wir müssen stets aufpassen, dass wir ein Körperteil nicht zu sehr belastet. Das merken wir aber auch, da Aava dann unruhig wird und zu zittern anfängt. Auch in solchen Situationen ist es wichtig, schnell wieder in eine sichere Position zu gelangen, die weniger Kraft raubt.
In der Ruhe liegt die Kraft
Aber nicht falsch verstehen: Cairn ist kein Sprint, sondern eher ein Marathon. Vor jeder Etappe sollten wir uns den Berg genau anschauen, um eine gute Route für den weiteren Aufstieg zu planen. An kniffligen Felsformationen kann es durchaus klug sein, schneller zu klettern, um weniger Energie zu verbrauchen. Generell sollte man den Aufstieg aber eher langsam und mit Bedacht angehen.
