CPU-Kühlung: Tipps und Checkliste zum CPU-Kühler-Kauf

Special Antonio Funes
CPU-Kühlung: Tipps und Checkliste zum CPU-Kühler-Kauf
Quelle:  ProPC Games Hardware

Unser Special erklärt euch im Detail, wie genau die Kühlung von PC-Bauteilen, vor allem der CPU, mit einem normalen Luftkühler, aber auch mit einer Wasserkühlung funktioniert. Ebenso werfen wir einen Blick darauf, wie in einem PC ein guter Luftstrom aussehen sollte. Wer einen neuen CPU-Kühler sucht, wird zudem bei unserer gut 50 Modelle umfassenden Marktübersicht fündig.

Tipps vor dem Kauf

Vor dem Kauf eines CPU-Kühlers solltet ihr einige Dinge beachten. Die Wahl, ob es ein Luftkühler (LuKü) oder ein AiO-Wasserkühler (AiO-WaKü) sein soll, liegt natürlich bei euch. Rein passive Kühlungen spielen bei Gaming-PCs keinerlei Rolle, außer für Enthusiasten, die beispielsweise eine große Wasserkühlung mit externen Radiatoren aufziehen möchten. Abseits von einer solchen Idee haben wir aber stichpunktartig zusammengefasst, was ihr allgemein bei CPU-Kühlern beachten müsst, denn manchmal vergisst man möglicherweise den ein oder anderen Punkt.

Bei Dingen, die speziell nur LuKü oder nur AiO-WaKü betreffen, weisen wir jeweils darauf hin. Hier nun unsere Tipps, die auch quasi als eine Art Checkliste dienen: Der mächtige Cooler Master MasterAir MA620P ist mit 169mm Höhe der höchste Kühler, den wir gleich noch in der Marktübersicht für euch herausgesucht haben. Er wiegt, auch wegen der zwei Lüfter, beinahe 1,5 Kilogramm. Quelle: Cooler Master Der mächtige Cooler Master MasterAir MA620P ist mit 169mm Höhe der höchste Kühler, den wir gleich noch in der Marktübersicht für euch herausgesucht haben. Er wiegt, auch wegen der zwei Lüfter, beinahe 1,5 Kilogramm.

  • Kompatibilität: Die Montagelöcher für die Kühlerhalterungen sind nicht bei jedem CPU-Sockel identisch. Daher achtet darauf, dass der Kühler für den Sockel geeignet ist, den euer Mainboard und eure CPU nutzen. Die meisten modernen Kühler sind zu den Mainstreamsockeln AMD AM4 (sowie auch ältere AM-Sockel) und Intel 1151 (sowie auch den 115x-Vorgängern) kompatibel.
  • Bauhöhe bei LuKü: Da Luftkühler unterschiedlich hoch sein können, beachtet bitte die Höhe inklusive Lüfter. Viele PC-Gehäuse kommen mit Höhen bis 160mm klar, manche aber haben weniger Platz - wieder andere mehr. Wer ein besonders kleines oder schmales Gehäuse nutzt, muss eventuell auf einen Tower-Kühler verzichten und die "Top-Blow"-Bauweise nehmen, bei der der Lüfter über dem Kühler, also parallel zur CPU-Fläche sitzt.
  • Bauform bei LuKü: Obgleich die Hersteller von CPU-Kühlern meistens das Design des Kühlblocks so anpassen, dass die RAM-Slots nicht gestört werden, kann es vor allem dann, wenn euer RAM höhere eigene Kühlkörper besitzt, zu Konflikten kommen - zumindest wenn es um den RAM-Slot geht, der der CPU am nächsten ist. Prüft dies vor dem Kauf.
  • Lüfter-Anschluss: Die meisten mitgelieferten Lüfter haben einen 4-Pin-PWM-Anschluss, der bei halbwegs modernen Mainboard Standard ist. Manche Lüfter haben nur einen 3-Pin-Stecker - dieser funktioniert trotzdem auch bei 4-Pin-Buchsen. Wir empfehlen 4-Pin-PWM.
  • Pumpen-Anschluss: bei AiO-WaKü kann es sein, dass die Pumpe einen eigenen Stromanschluss braucht. Viele moderne Mainboards haben einen Anschluss, der hierfür reserviert ist - es funktioniert aber in aller Regel auch ein normaler Anschluss für Gehäuselüfter auf dem Mainboard.
  • Einbau des Kühlers: Haltet euch genau an die Anleitung des Herstellers. In der Regel wird eine Halterung um den Sockel herum verschraubt. Das Mainboard muss dafür nicht ausgebaut werden. Denn wenn ihr auch das (von vorne gesehen) rechte Gehäuse-Seitenteil abnehmt, dann werdet ihr eine Art Durchreiche sehen, die euch den Zugang zu dem Bereich unterhalb des Sockels gewährt.
  • Spezialfall AiO-WaKü: achtet bei einer AiO-Wakü darauf, dass der Radiator auch wirklich ins Gehäuse passt. Da die Radiatoren recht dick sein können und durch den Lüfter noch dicker werden, ist vor allem bei einem vorne eingebauten Radiator eventuell zu wenig Platz. Manche Gehäuse haben sogar überhaupt keine Möglichkeit, einen Radiator sinnvoll einzubauen, außer hinten im Gehäuse, wo typischerweise der 120mm-Gehäuselüfter sitzt.
  • Wärmeleitpaste: Bei einem fabrikneuen Kühler ist stets passende Paste dabei. Wer die Paste auffrischen will oder seine CPU oder das Mainboard wechselt, nimmt am besten eine kleine Tube bewährter Paste wie beispielsweise die Arctic MX-4 (4g etwa 5 Euro). Benötigt wird nur ein kleiner Tropfen, es soll nur eine hauchdünne Schicht Paste auf der CPU-Fläche verteilt werden - so eine 4g-Tube reicht daher für viele Anwendungen. Bei sehr zähflüssiger Paste kann man die Tube kurz vor dem Auftragen der Paste ein wenig erwärmen, so dass sie sich leichter verteilen lässt.

Um euch einen groben Leitfaden für die Preise zu geben: ab etwa 20 Euro ist eine leise CPU-Kühlung möglich, Modelle für 30 bis 40 Euro sind auch bei Last in aller Regel sehr leise. Wer mehr ausgibt, der kann seine CPU auch übertakten, ohne dass die Lüftung zu laut wird. Je mehr man ausgibt, desto stärker kann man trotz leiser Kühlung übertakten. Mehr als 60 Euro auszugeben lohnt sich unserer Ansicht nach aber nur für Nutzer, die die letzten Megahertz aus der CPU herauskitzeln wollen. Auf der nächsten Seite findet ihr noch unsere Marktübersicht mit 53 CPU-Luftkühlern.

  1. Seite 1 CPU-Kühlung: Einleitung und Luftstrom im Gehäuse
  2. Seite 2 CPU-Kühlung: Passive und aktive Luftkühlung
  3. Seite 3 CPU-Kühlung: Wasserkühlung und AiO-Wasserkühler
  4. Seite 4 CPU-Kühlung: Tipps und Checkliste zum CPU-Kühler-Kauf
  5. Seite 5 CPU-Kühlung: Marktübersicht mit 43 Towerkühlern und 10 flachen CPU-Kühlern
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