CPU-Kühler: Alles, was ihr über Kühler wissen müsst - plus 53 Kühler in der Marktübersicht

Special Antonio Funes
CPU-Kühler: Alles, was ihr über Kühler wissen müsst - plus 53 Kühler in der Marktübersicht
Quelle:  ProPC Games Hardware

Unser Special erklärt euch im Detail, wie genau die Kühlung von PC-Bauteilen, vor allem der CPU, mit einem normalen Luftkühler, aber auch mit einer Wasserkühlung funktioniert. Ebenso werfen wir einen Blick darauf, wie in einem PC ein guter Luftstrom aussehen sollte. Wer einen neuen CPU-Kühler sucht, wird zudem bei unserer gut 50 Modelle umfassenden Marktübersicht fündig.

In unserem heutigen Special geht es hauptsächlich um CPU-Kühler, aber auch um die Frage, wie die Luft in einem Gehäuse am besten zirkuliert. Wir erklären auch im Detail, wie die Kühlung von PC-Bauteilen prinzipiell funktioniert: Kühlkörper, Kühlrippen, Lüfter, passive und aktive Luftkühlung und auch Wasserkühlung sind die Themen. Wir haben zudem eine Marktübersicht mit über 50 CPU-Kühlern mit dem Luftkühlungs-Prinzip zusammengestellt.

Luftstrom im Gehäuse

Bei modernen elektronischen Geräten gibt es zahlreiche Chips und Bauteile, durch die Strom fließt. Dadurch entsteht auch Wärme, und zu große Hitze kann Chips zerstören, weswegen man die Temperaturen im Griff haben muss. Bei vielen Dingen ist diese Wärme so gering, dass man keine besondere Kühlung braucht - zum Beispiel bei einem Taschenrechner. Ebenso gibt es viele Dinge, bei denen es ausreicht, dass genug Luft um das Gerät herum vorhanden ist - zum Beispiel bei Smartphones oder einem Fernseher, wobei hier intern durchaus auch kühlende Bauteile verwendet werden, die die Wärme in andere Bereiche weiterleiten, wo sie besser an die Umgebungsluft gelangen kann.

Dies ist bereits ein eher aufwändiger Luftstrom am Beispiel eines Thermaltake Versa H35-Gehäuses. Die oberen Lüfter sind in aller Regel nicht nötig, die Luft von unten wird allein durch den Druckunterschied angesaugt. Quelle: Thermaltake Dies ist bereits ein eher aufwändiger Luftstrom am Beispiel eines Thermaltake Versa H35-Gehäuses. Die oberen Lüfter sind in aller Regel nicht nötig, die Luft von unten wird allein durch den Druckunterschied angesaugt. Wir kümmern uns heute aber natürlich um Gaming-PCs und beginnen mit der Belüftung eines Gehäuses. Die typische Bauweise und Anordnung, die sich seit viele Jahren bewährt hat, ist: ein oder zwei Lüfter vorne saugen die Luft an, ein Lüfter hinten bläst sie heraus. Links auf dem Bild seht ihr bereits eine erweiterte Belüftung mit auch oben sitzenden Lüftern - bei einem typischen Gehäuse für einen Spiele-PC reicht aber folgendes völlig aus: Vorne lassen sich bei Gehäusen meist zwei Lüfter einbauen, und zwar mit einer Rahmenbreite von 120mm, oft auch 140mm. Letzteres ist besser, da größere Lüfter für den gleichen Luftstrom-Effekt langsamer drehen können als 120mm-Lüfter und daher leiser arbeiten, zumindest wenn die 140mm-Lüfter keine hohe Mindestdrehzahl haben, mit der sie betrieben werden müssen. Doch zurück zum Luftstrom im Gehäuse: Die vorderen Lüfter saugen frische Luft an und initiieren den Luftstrom. Der Lüfter hinten, eher oben im Gehäuse bläst die Luft wiederum heraus und misst meist 120mm in der Rahmenbreite. Der Luftstrom, der entsteht, geht also von vorne quer durch das Gehäuse nach hinten, wobei er durch den eher oben platzierten hinteren Lüfter eher nach oben gelenkt wird, also ein wenig diagonal durch das Gehäuse verläuft.

Durch den Lüfter saugt ein Netzteil wie dieses hier von be quiet! Luft aus dem Inneren des Gehäuses an, die das Netzteil kühlt und dann nach hinten herausgeblasen wird. Quelle: PC Games Hardware Durch den Lüfter saugt ein Netzteil wie dieses hier von be quiet! Luft aus dem Inneren des Gehäuses an, die das Netzteil kühlt und dann nach hinten herausgeblasen wird. Auf dem Weg kommt die Luft an den Laufwerken und RAM-Riegeln vorbei, aber vor allem auch an der CPU. Eine vorhandene Grafikkarte profitiert ebenfalls vom Luftstrom. Da die CPU in aller Regel einen eigenen Kühler mit Lüfter hat, wird der Luftstrom zusätzlich unterstützt. Teile der warmen Luft, die sich eher unten im Gehäuse befindet, bringt das Netzteil (bei dem sich seit vielen Jahren die Positionierung hinten unten im Gehäuse bewährt hat) mit seinen eigenen Lüftern hinten aus dem Gehäuse heraus. Sofern man keine Hitzköpfe im PC hat, kann man sogar völlig auf die Lüfter vorne verzichten, da durch den hinteren Gehäuselüfter, das Netzteil und den CPU-Lüfter ein ausreichender Luftzug entsteht, der frische Luft durch die vorne vorhandenen kleinen Öffnungen des Gehäuses einsaugt. Obgleich viele Gehäuse auch Lüfter-Montageplätze oben und teils auch unten bieten, sollte man dabei zurückhaltend sein. Zu viele Lüfter können die Ströme derart stören, dass der PC am Ende lauter arbeitet als mit nur zwei Gehäuselüftern insgesamt. Wer die Lüfter korrekt verwendet, kann wiederum die zahlreichen Lüfter sehr langsam drehen lassen, was je nach dem, welche Lüfter man verwendet, die leisere Variante sein kann. Doch wie genau arbeiten die eigentlichen Kühler, und was unterscheidet Luft- und Wasserkühlung? Dies erfahrt ihr ab der nächsten Seite.

  1. Seite 1 CPU-Kühlung: Einleitung und Luftstrom im Gehäuse
  2. Seite 2 CPU-Kühlung: Passive und aktive Luftkühlung
  3. Seite 3 CPU-Kühlung: Wasserkühlung und AiO-Wasserkühler
  4. Seite 4 CPU-Kühlung: Tipps und Checkliste zum CPU-Kühler-Kauf
  5. Seite 5 CPU-Kühlung: Marktübersicht mit 43 Towerkühlern und 10 flachen CPU-Kühlern
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