Cooler PC für den Sommer: Gehäusewahl und Kauftipps CPU-Kühler
SpecialEin heißer Sommer sorgt auch für viel Wärme im Gaming-PC. Wir haben daher für euch Kauftipps und eine Marktübersicht mit 68 CPU-Kühlern vorbereitet, bieten aber auch einige allgemeine Tipps zu der Frage, wie ihr euren PC ohne viel Aufwand bei der Kühlung optimieren könnt. Denn eine ordentliche Kühlung kann den PC auch merkbar leiser machen.
Gehäusewahl
Heutzutage bieten schon Gehäuse ab etwa 30 Euro eine gute Luftzirkulation, aber trotzdem haben hochpreisigere Modelle auch ihre Vorteile bei der Kühlung.
In diesem Artikel
- Seite 1 Cooler PC für den Sommer: Kühlung, Standort und Luftzirkulation
- Seite 2 Cooler PC für den Sommer: Drehzahl steuern, Lüfterarten und Mainboardanschlüsse
- Seite 3 Cooler PC für den Sommer: Gehäusewahl und Kauftipps CPU-Kühler
- Seite 4 Cooler PC für den Sommer: Marktübersicht mit 68 Kühlern
- Seite 5 Bildergalerie
Ein wichtiger Punkt ist die Frage, ob und wie gut man Kabel so verlegen kann, dass sie dem Luftstrom nicht im Weg sind. Gute Gehäuse bieten ausreichend Platz hinter dem Mainboard und zahlreiche Öffnungen, durch die man Kabel verschwinden lassen kann.
Auch eine Lüftersteuerung kann bereits ab Werk ein Feature eines Gehäuses sein. Das Material ist ebenfalls ein Faktor, denn ein gutes Gehäuse kann selber aktiv Wärme aus dem Inneren nach außen abgeben und gleichzeitig trotzdem so stabil gebaut sein, dass es den Schall dämmt. Auch Öffnungen für Luft an den passenden Stellen sind wichtig, und damit der PC nicht zu schnell verstaubt machen leicht entnehmbare Staubfilter durchaus Sinn. Unabhängig vom Preis ist es natürlich bei kleineren Gehäusen schwerer, den PC kühl zu halten, als bei größeren Gehäusen.
Quelle: Thermalright
Thermalright Le Grand Macho RT
Aber niemand muss sich - selbst bei einem ausgewachsenen Gaming-PC mit Übertaktung - einen Big-Tower anschaffen, nur damit die Kühlung funktioniert. Lediglich bei besonders kleinen Gehäusen kann es in Einzelfällen etwas kritisch werden, und wer eine ausgewachsene Wasserkühlung einbauen will, der muss am Ende dann doch das passende Gehäuse mit ausreichendem Platz für die Radiatoren, die eine Wasserkühlung benötigt, suchen. Einige solcher Gehäuse werden wir in unserem kommenden Wasserkühlungs-Special auch für euch herauspicken.
CPU-Kühler: Wichtig beim Kauf
In unserem Special konzentrieren wir uns auf Luftkühlung, also CPU-Kühler, auf denen mindestens ein Lüfter montiert ist. Zu Wasserkühlungen werden wir, wie schon erwähnt, in Kürze ein eigenes Special bieten. Gute Luftkühler bieten aber in der Regel ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis und arbeiten ab einer gewissen Preisklasse inzwischen auch extrem leise. Ein Blick auf den CPU-Luftkühler-Markt zeigt, dass er mit einer Auswahl von über 600 Modellen riesig ist. Doch was müsst ihr beim Kauf beachten? Die drei Eckpunkte sind Sockel, Höhe und Einsatzzweck.
- Sockel: der Kühler muss zu dem Sockel, den Eure CPU benötigt, kompatibel sein. Dabei sind die weitaus meisten Kühler passend für die Intel-Sockel 1150, 1151, 1155 und 1156 sowie AMDs Sockel AM2 bis AM3+ und AM1 bis FM2+. Etwas weniger Auswahl gibt es für Intels Enthusiastensockel 2011 und 2066. Für AMDs Sockel AM4, der im Mai 2017 erschien, ist die Auswahl noch geringer, wobei es trotzdem über 150 Kühler sind, die zur Auswahl stehen. AMDs Sockel TR4 (Threadripper) unterstützen aktuell aber weniger 10 Kühlermodelle.
- Höhe: ihr müsst wissen, wie hoch ein Kühler maximal sein darf, ohne mit der Gehäuseseitenwand in Konflikt zu geraten. In der Regel sind 150 bis 160 Millimeter zu erwarten, bei einer Höhe über 160 Millimeter scheitert es häufig - ihr müsst euch hierbei beim Hersteller des Gehäuses informieren oder aber genau selber ausmessen. In unserer gleich folgenden Marktübersicht haben wir natürlich die Höhe der Kühler vermerkt.
- Einsatzzweck: wer nicht übertaktet, der kann einen Kühler für 20 bis maximal 40 Euro nehmen. Alles darüber hinaus bringt kaum etwas, außer ihr übertaktet Eure CPU. In dem Fall empfehlen wir einen Kühler ab 35 Eure, besser ab 45 Euro. Viel mehr als 60 bis 70 Euro macht aber nur für echte Übertakter-Experimente Sinn, wobei sich dann bereits die Frage nach ganz anderen Kühlverfahren stellt.