Cooler PC für den Sommer: Drehzahl steuern, Lüfterarten und Mainboardanschlüsse
SpecialEin heißer Sommer sorgt auch für viel Wärme im Gaming-PC. Wir haben daher für euch Kauftipps und eine Marktübersicht mit 68 CPU-Kühlern vorbereitet, bieten aber auch einige allgemeine Tipps zu der Frage, wie ihr euren PC ohne viel Aufwand bei der Kühlung optimieren könnt. Denn eine ordentliche Kühlung kann den PC auch merkbar leiser machen.
Lüfterdrehzahlen steuern
Wir haben es eben schon angedeutet: die Drehzahl von Lüftern lässt sich je nach Bedarf regulieren. Dabei gibt es zwei grundsätzliche Optionen: eine feste oder eine variable Drehzahl.
In diesem Artikel
- Seite 1 Cooler PC für den Sommer: Kühlung, Standort und Luftzirkulation
- Seite 2 Cooler PC für den Sommer: Drehzahl steuern, Lüfterarten und Mainboardanschlüsse
- Seite 3 Cooler PC für den Sommer: Gehäusewahl und Kauftipps CPU-Kühler
- Seite 4 Cooler PC für den Sommer: Marktübersicht mit 68 Kühlern
- Seite 5 Bildergalerie
Letztere ist möglich, wenn ihr die Lüfter mit dem Mainboard verbindet. Über das UEFI beziehungsweise das BIOS oder auch über eine Mainboardsoftware des Hauptplatinenherstellers lässt sich eine Lüfterkurve festlegen. Ihr könnt also in Abhängigkeit von der jeweils aktuell vom Mainboard gemessenen CPU-Temperatur festlegen, mit wie viel Prozent der möglichen Drehzahl sich ein Lüfter drehen soll. Beispiel: ohne CPU-Last ist die CPU eher kühl, die Lüfter können bedenkenlos mit nur 20 Prozent ihrer Maximaldrehzahl arbeiten.
Quelle: bequiet.com
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Bei Last steigt die CPU-Temperatur an - wollt ihr nun einen möglichst leisen PC, dann stellt ihr die Lüfter so ein, dass sie erst bei einer recht hohen Temperatur stark aufdrehen. Wollt ihr wiederum eine möglichst kühle CPU, dann lasst ihr das Mainboard schon früher die Drehzahl der Lüfter erhöhen. Wenn es euch lieber ist, dann könnt ihr auch eine stets konstante Drehzahl festlegen. Eine konstante Drehzahl habt ihr auch dann, wenn ihr einen Lüfter direkt mit einem Netzteilstromstecker verbindet. Denn dann wird der Lüfter immer mit einer Spannung von 12 Volt angesteuert - die Drehzahl ist also konstant bei dem Maximalwert, den der Hersteller für den Lüfter angibt. Ihr könnt aber mit Adaptern dafür sorgen, dass der Lüfter nur fünf oder sieben Volt als Spannung erhält und langsamer läuft, was freilich auch leiser ist. Erkauft wird die Ruhe dadurch, dass natürlich weniger Luft bewegt wird - hier gilt es also zu prüfen, ob sich eine ständig langsamere Drehzahl auf die Temperaturen im PC auswirkt, denn im Gegensatz zum Anschluss ans Mainboard kann der Lüfter nicht mehr bei Bedarf Gas geben. Zudem gibt es Lüfter, denen fünf Volt nicht ausreichen, um zu starten. Auch hier müsst ihr also ein Auge auf die Sache werfen, sofern ihr einen Betrieb bei nur fünf Volt ausprobieren wollt.
Lüfterarten und Mainboardanschlüsse
Bei Lüftern gibt es zahlreiche Rahmenbreiten - die beiden für normale Gaming-PCs wichtigsten sind 120 und 140 Millimeter. Als Faustregel gilt: größere Lüfter können mit geringerer Drehzahl die gleichen Luftmengen bewegen wie kleinere mit höherere Drehzahl, sie sind also leiser. Im Einzelfall kann aber freilich ein mit 1500 UPM (Umdrehungen pro Minute) drehender teurer Silentlüfter trotzdem leiser sein als ein günstiger 140mm-Lüfter mit 1200 UPM. Außerdem gibt es zwei Grundtypen bei Lüftern, deren Unterscheidung wichtig ist, wenn man die Lüfter nicht an das Netzteil, sondern an das Mainboard anschließen will: 3- und 4-Pin-Lüfter. Letztere nennt man auch PWM-Lüfter. Bei PWM handelt es sich um eine Methode, bei der die Drehzahl nicht durch eine höhere oder niedrigere Stromspannung erzeugt wird, sondern der Lüfter bekommt kurze Stromstöße vom Mainboard - die Spannung ist aber immer identisch.
Quelle: Lepatek
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Der Vorteil liegt darin, dass solche Lüfter etwas laufruhiger sein können: der Stromstoß stupst den Lüfter sozusagen an, und bevor er zu viel seiner Drehzahl verliert, kommt der nächste Stromstoß-Anstupser. Der Mainboardanschluss muss dies freilich unterstützen und ebenfalls das 4-Pin-Format haben - an einem 3-Pin-Anschluss läuft ein PWM-Lüfter aber trotzdem einwandfrei, nur wird er dann klassisch per Spannungsänderungen angesteuert. Einen 3-Pin-Lüfter könnt ihr natürlich trotzdem auch an einem 4-Pin-Anschluss des Mainboards betreiben, auch hier findet die Ansteuerung dann per Spannungsänderung und nicht durch PWM statt. Ein modernes Mainboard hat mindestens je einen 4-Pin-Anschluss für den CPU-Kühler-Lüfter sowie für einen Gehäuselüfter. Mainboards, die für Gamer vermarktet werden, bieten in der Regel mindestens drei Anschlüsse für Gehäuselüfter, wobei hier nicht unbedingt immer auch alle 4-Pin-PWM bieten. Sollte die Anzahl der Anschlüsse nicht ausreichen, bleibt der Anschluss der Lüfter direkt ans Netzteil, oder aber ihr verwendet eine von zwei Alternativen: zum einen gibt es Y-Adapter, mit denen ihr mehrere Lüfter an nur einen Mainboardanschluss anstecken könnt. Hier muss man jedoch darauf achten, dass man nicht zu viele Lüfter anschließt, denn eine passende Mainboardbuchse kann nicht immer genug Strom liefern - vor allem für schnell drehende Lüfter. Die zweite Option ist eine Lüftersteuerung, die ihren Strom vom Netzteil bekommt und bei der ihr die Drehzahl an der Steuerung einstellen könnt. Manche Lüftersteurungen können auch per USB die Wärmedaten der CPU vom PC auslesen und die Lüfter somit automatisch nach Bedarf regeln.