Luft- oder Wasserkühlung: Wasserkühlung; geschlossene Wasserkühlungen

Special Antonio Funes
Luft- oder Wasserkühlung: Wasserkühlung; geschlossene Wasserkühlungen
Quelle: Caseking/NZXT

Die Standardkühlung bei PCs ist die Kühlung per Luft. Wasserkühlung hingegen gilt als etwas besonders: sehr effektiv und leise. Doch die Preise sind auch hoch. Wir erklären die Unterschiede sowie Vor- und Nachteile um herauszufinden, welche Kühlmethode sinnvoller ist.

Wasserkühlung

Das Prinzip der Wasserkühlung basiert darauf, dass die Wärme über einen Wasserkreislauf abtransportiert wird. Eine Pumpe sorgt dafür, dass Wasser zu einem Kühlkörper gelangt, der am zu kühlenden Bauteil befestigt ist. Das Wasser nimmt dessen Wärme auf und fließt dann weiter zum so genannten Radiator. Der Radiator ähnelt einem Kühlkörper bei der Luftkühlung.

Eine ausgewachsene Wasserkühlung im Einsatz Quelle: PCGHX-Community-Mitglied Eine ausgewachsene Wasserkühlung im Einsatz Er hat aber keinen direkten Kontakt zum Bauteil, das gekühlt werden soll. Vielmehr nimmt der Radiator die Wärme des Wassers auf, die es vorher vom eigentlich zu kühlenden Bauteil abgeholt hat. Danach fließt das Wasser wieder zurück in Richtung Pumpe und gelangt erneut zum Kühlkörper - der Kreislauf ist somit dann vollendet. Der Radiator gibt die Wärme, die er dem Wasser entnommen hat, wiederum an die Umgebungsluft ab.

EKL Waterblocks Pumpe EK-DCP 2.2 Quelle: EKL Waterblocks EKL Waterblocks Pumpe EK-DCP 2.2 Dabei wird er meist von einem oder mehreren Lüftern unterstützt, denn die Wärme um den Radiator herum muss schließlich auch irgendwie wegbefördert werden. Im Grunde genommen haben wir es also am Ende doch wieder mit einer Art Luftkühlung zu tun. Da aber meist große, langsam drehende Lüfter eingesetzt werden und der Radiator je nach System sogar außerhalb des PCs platziert wird, bleibt die Kühlung trotzdem sehr leise. Der Grund, warum Wasserkühlungen sich trotzdem nicht als Standard durchgesetzt haben, ist vor allem der Preis. Denn für eine waschechte und erweiterbare Wasserkühlung aus Einzelkomponenten sind schnell einige Hundert Euro zu investieren: Kühlkörper, Radiator, Lüfter, Schläuche, Anschluss- und Dichtungsbauteile, eine Pumpe und ein Ausgleichsbehälter sind hier zu nennen.

Letzterer sorgt für den Druckausgleich und dient in der Regel auch zum Befüllen der Wasserkühlung mit neuem Wasser. Es gibt zwar auch einige scheinbar günstige Einsteigersets, die all diese Komponenten beinhalten - jedoch ist immer wieder mindestens eines der Set-Bauteile eher mäßig, was die Qualität betrifft, so dass ihr am Ende erneut etwas nachkaufen müsst. Vor allem eine relativ laute Pumpte gehört zu den großen Ärgernissen, die man häufig erlebt, wenn man bei einer Wasserkühlung versucht zu sparen.

Alternative: geschlossene CPU-Wasserkühlsysteme

Seit einiger Zeit gibt es CPU-Kühler, die eine kleine Wasserkühlung beinhalten. Ihr bekommt bei einem solchen Kühler einen kleinen Kühlblock, der am CPU-Sockel verschraubt wird, sowie einen Radiator - beide Bauteile sind mit zwei Schläuchen fest verbunden, eine kleine Pumpe ist natürlich mit eingebaut.

Typische Kompaktwasserkühlung: Antec H2O 650 Quelle: Antec Typische Kompaktwasserkühlung: Antec H2O 650 Der Vorteil ist, dass diese kompakten Wasserkühlungen wartungsfrei und zudem relativ günstig zu haben sind (Einstieg ab 40 Euro). Der Nachteil ist, dass ihr diese Kühlung nicht erweitern oder beispielsweise nur den Radiator ersetzen könnt. Zudem ist nicht garantiert, dass eine solche kompakte Wasserkühlung wirklich nennenswert leiser als ein guter CPU-Luftkühler mit einem leisen Lüfter für etwa 30 bis 50 Euro ist. Übrigens: es ist zwar selten, aber manche Grafikkarten gibt es ebenfalls mit kompakter Wasserkühlung - allerdings für einen saftigen Aufpreis. Selbst wenn eine Grafikkarte lediglich Anschlüsse für eine Wasserkühlung ab Werk bietet, sind schon satte Aufpreise zu zahlen.

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