CPU-Kühlung: Tipps zu Kühlung und Lüftung plus Marktübersicht mit 35 CPU-Luftkühlern

Special Antonio Funes
CPU-Kühlung: Tipps zu Kühlung und Lüftung plus Marktübersicht mit 35 CPU-Luftkühlern
Quelle: Scythe

In unserem Special geben wir Tipps zur Kühlung und Lüftung eures PC, gehen auf AiO-Wasserkühler ein und bieten eine Marktübersicht mit 35 CPU-Luftkühlern.

In unserem Special geht es heute um die Kühlung eures Gaming-PCs, wobei wir die Themen Gehäusebelüftung, Lüfter, Wasserkühlung und CPU-Luftkühlung besprechen werden. Wir bieten auch dabei auch eine Marktübersicht mit 35 lüfterbasierten CPU-Kühlern sowie 15 Aio-Wasserkühlern.

Wir starten mit PC-Gehäusen und der passenden Belüftung. Unser letztes Gehäuse-Special stammt aus dem Monat März - darin könnt ihr viele wichtige Dinge rund um PC-Gehäuse nachlesen. Aber unabhängig davon, ob ihr nun ein sehr geräumiges oder eher enges Gehäuse nutzt:

Wichtig für eine gute Kühlung ist am Ende vor allem ein guter Luftstrom. Hier hat es sich für Gehäuse im ATX oder µATX-Format mit der typischen Standardform (schmal, aber hoch und tief) seit Jahren bewährt, dass ein an der Gehäuserückseite, aber eher oben sitzender Lüfter die warme Luft hinausbläst.

Gehäusebelüftung

Durch diese Positionierung entsteht ein Unterdruck im Gehäuse, der aus dem vorderen Bereich Luft ansaugt. Durch Ritzen oder ein Gitter vorn im Gehäuse kommt somit automatisch frische Luft hinein - man kann dies durch ein oder zwei vorne platzierte Lüfter noch unterstützen, wobei diese nicht schnell drehen müssen. Der entstehende Luftstrom geht von vorn quer durch das Gehäuse an der CPU vorbei nach hinten.

Der Lüfter am CPU-Kühler sitzt dabei mitten im Luftstrom und unterstützt die Luftbewegung dadurch direkt, hinzu kommt die Belüftung moderner Grafikkarten, die sich ebenfalls an der frischen Luft bedient und ihrerseits warme Luft nach außen bläst. Wir empfehlen, es dabei zu belassen: vorne ein oder zwei Lüfter, hinten einer plus den des CPU-Kühlers.

Bei vielen Gehäusen kann man auch noch unten und/oder oben und/oder an der Seite weitere Lüfter montieren. Dies macht aber nur selten Sinn - beachtet hierzu gegebenenfalls den Vorschlag des Gehäuseherstellers für ein Gesamtkonzept, ob es möglicherweise doch zu empfehlen ist, eine Anordnung wie zum Beispiel "vorne und oben" platzierte Lüfter zu bevorzugen.

be quiet! Silent Wing Quelle: Be Quiet Bewährt und in vielen Varianten zu haben: Die Silent Wing-Lüfter von be quiet! Zum Spezialfall, die vorhandenen Lüfter-Einbauplätze des Gehäuses für Radiatoren zu nutzen, kommen wir später noch. Was die Lüfter (und auch die eben genannten Radiatoren) angeht, hängt es vom Gehäuse ab, welche und wie viele ihr einbauen könnt. Für die zuvor beschriebenen typischen ATX-Gehäuse sind in aller Regel drei Einbauplätze wichtig: Vorne kommen ein bis zwei Lüfter hin, hinten einer.

Hinten ist fast immer 120 mm als Rahmenbreite das Mittel der Wahl, vorne wird in der Regel Platz für zwei 120mm-Lüfter, oft auch für zwei 140mm-Lüfter geboten. Falls möglich, dann baut vorne lieber einen oder zwei 140mm-Lüfter ein, die mit unter 600 bis 800 Umdrehungen pro Minute drehen, anstatt auf die etwas lauteren 120er-Lüfter zu setzen.

Optimal ist es, wenn ihr alle verwendeten Lüfter einzeln am Mainboard anschließen und separat ansteuern könnt. Auf diese Weise könnt ihr über ein Mainboard-Tool alle Lüfter bei geringer CPU-Temperatur langsam drehen lassen und bei steigender CPU-Temperatur die Drehzahl automatisch anheben.

Die vorderen Lüfter könnt ihr dabei in aller Regel weiterhin sehr langsam drehen lassen, den hinteren, den ihr wegen seiner Position ohnehin nicht so laut wahrnehmen könnt, hingegen lasst ihr je nach Temperatur deutlich schneller drehen. Beim CPU-Lüfter wählt ihr ein Mittelmaß.

Testet dabei mit verschiedenen Drehzahlen, die am Ende trotz hoher Last die CPU nicht zu heiß werden lassen - starke Gaming-CPUs halten dabei durchaus auch über 80 Grad, rein technisch sogar über 90 bis 100 Grad aus. Wir empfehlen euch aber, 80 Grad als Grenze anzupeilen. Diese Tipps gelten natürlich für den Fall, dass ihr einen relativ leisen PC haben wollt. Sofern euch die Lüfter nicht stören, könnt ihr freilich durch die Bank weg hohe Drehzahlen wählen.

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