CPU: Kaufberatung: CPUs von AMD und Intel

Special Antonio Funes
Core i7-5820K
Quelle: PC Games Hardware

Neben den empfehlenswertesten Prozessoren von AMD und Intel haben wir auch passende Mainboards zu unseren Kauftipps. Außerdem gibt es noch einige allgemeine Tipps zum CPU-Kauf, denn stur auf die Anzahl an CPU-Kernen und den Takt zu blicken ist ein Fehler.

Takt und CPU-Kerne: was ist wichtig?

Bei der Wahl der CPU schauen viele Kunden zunächst nur auf die Taktrate und die Anzahl an Prozessorkernen. Doch dies kann ein Fehler sein. Für die Leistung, die ein Prozessor effektiv bringt, sind nämlich viele Faktoren wichtig. Je nach dem, um welche Prozessorfamilie es sich handelt, kann die gesamte Architektur so unterschiedlich sein, dass eine CPU trotz beispielsweise 30 Prozent mehr Takt langsamer ist als eine andere CPU, die über eine effizientere Technik verfügt und nur halb so viele Kerne hat.

Nur wenn es sich um die gleiche Prozessorfamilie handelt und man zwei CPUs mit der gleichen Kernzahl miteinander vergleicht, kann man grob sagen, dass beispielsweise 20 Prozent mehr Takt auch 20 mehr Leistung bringen können. Die Betonung liegt hier auf können, denn vor allem in Spielen ist der Faktor Grafikkarte so wichtig, dass eine normalerweise klar stärkere CPU in einem bestimmten Spiel kaum ein Leistungsplus erzielt. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Anwendungen, in denen am Ende dann doch selbst CPU-Familien-übergreifend der reine Takt eine große Rolle spielt. So ist ein AMD FX-8350 mit seinen vier Gigahertz Takt und acht Kernen im Durchschnitt und vor allem in Spielen langsamer als ein Intel Core i5 mit nur drei Gigahertz Takt und vier Kernen, aber in manchen Anwendungen liegt die AMD-CPU dann wiederum doch klar vorne.

AMD oder Intel?

Ohne den einzelnen Kaufempfehlungen vorgreifen zu wollen: derzeit hat Intel ganz klar die Nase vorne, wenn es um potente Spiele-PCs geht. Und damit sind keine teuren Top-CPUs für 400 Euro oder mehr gemeint: selbst wer für den Prozessor nur 100 Euro ausgeben will, findet bei Intel derzeit das bessere Preis-Leistungsverhältnis.

ASRock Z97 Extreme4 Quelle: ASRock ASRock Z97 Extreme4 Lediglich was günstige HTPCs angeht, für die man keine separate Grafikkarte einbauen möchte, ist AMD zu empfehlen. Denn die in den CPUs integrierte Grafikeinheit bei den A-CPUs für den Sockel FM2+ (Kaveri-Familie) bieten selbst im Vergleich zu teuren Intel-Prozessoren eine gute 3D-Leistung, so dass auch einige aktuellere Spiele zumindest auf niedrigen Detailstufen auf einem solchen PC laufen. Aber ansonsten führt derzeit kein Weg an Intel vorbei, wenn es um gute CPUs auch für Gaming auf aktuell höchsten Detailstufen geht. Allein die Grafikschnittstelle PCIe 3.0 ist ein Argument pro Intel, denn die modernen Intel-CPUs und Mainboards unterstützen diesen Standard. Zwar ist der Vorteil von PCIe 3.0 im Vergleich zum älteren Standard 2.0 derzeit noch gering. Aber der Sockel AM3+, der die für Spiele stärksten AMD-Prozessoren bietet, unterstützt PCIe 3.0 technologisch überhaupt nicht, und der Sockel FM2+ bietet zwar PCIe 3.0, aber die passenden CPUs wiederum liegen bei der Spieleleistung im Zusammenspiel mit einer dedizierten Grafikkarte weit hinter den Core i5-Modellen für Intels Sockel 1150. Selbst die FM2+ Top-CPU, der A10-7850K, wird klar vom 30 Euro günstigeren Core i3-Modellen geschlagen.

  1. Seite 1 CPU-Kauftipps: Takt, CPU-Kerne, AMD und Intel
  2. Seite 2 CPU-Kauftipps: Kaufempfehlungen AMD-CPUs und Mainboards
  3. Seite 3 CPU-Kauftipps: Kaufempfehlungen Intel Sockel 1150
  4. Seite 4 CPU-Kauftipps: Intel Sockel 2011-3 und Mainboards für Intel
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