PC-Zusammenstellungen: Acht Weihnachts-PCs von 550 bis 2000 Euro
Special
In unserem Special zum Weihnachtsfest haben wir acht PC-Konfigurationen zusammengestellt, damit ihr euch euren Wunsch-PC aus den vorgeschlagenen Hardware-Komponenten zusammenbauen könnt - oder euch auch anhand der Konfigurationen inspirieren lasst, euren vorhanden PC aufzurüsten. Die Bauteile könnt ihr euch vielleicht auch dank eines weihnachtlichen Geldgeschenkes anschaffen, oder ihr wünscht euch einige Komponenten direkt zum Fest.
PC-Zusammenstellungen
Viele von euch nutzen das Weihnachtsfest und ein damit häufig auch verbundenes kleines Geldpräsent, um einen neuen PC zu kaufen. Bei besonders spendabler Verwandtschaft steht möglicherweise sogar schon am Heiligabend ein PC unter dem Weihnachtsbaum.
In diesem Artikel
Unsere Empfehlung ist in beiden Fällen: den PC selber zusammenzustellen ist im Vergleich zu einem Fertig-PC meist die bessere Wahl. Zwar gibt es bei einigen Portalen durchaus auch einzelne PCs, die nicht teurer sind im Vergleich zum Einzelkauf der Komponenten und dem Eigenbau.
Lesetipp: Hardware für Gaming-PCs: Kaufberatung für den idealen Spiele-PC
Quelle: Gigabyte
Gigabyte Aorus GA AX370 Gaming 5
Allerdings ist es schwer, solche PCs zu finden - vor allem PCs, die nicht an ein oder zwei Stellen auf Bauteile setzen, die entweder übertrieben oder aber zu billig sind. Daher wollen wir euch heute acht PC-Zusammenstellungen präsentieren, die wir in vier Preisklassen von 550 bis 2.000 Euro unterteilen. Der Kern der PCs ist die Kombination aus Prozessor und Grafikkarte, die ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Die restlichen Bauteile haben wir in einem dazu passenden Rahmen ausgewählt - bei den teureren PCs lässt sich bei den Basis-Komponenten bei Bedarf einiges sparen.
Freie Wahl für euch
Ihr könnt unsere Vorschläge auch nur als Inspiration nehmen und - sofern die Kompatibilität gegeben ist - die PC-Konfigurationen mischen. Beispiel: Vielleicht ist euch die Gamingpower nicht ganz so wichtig, aber ihr wollt ein edles Gehäuse, eine große SSD und üppigen Festplattenspeicher. Also nehmt ihr unseren Einsteiger-PC, verpasst ihm ein Gehäuse für über 100 Euro, eine SSD mit einem Terabyte Speicherplatz und eine Festplatte mit vier Terabyte Kapazität. Somit kostet der PC am Ende zwar mehr als unsere für Gaming merkbar besser geeigneten PCs der Mittelklasse - er entspricht aber eurem Nutzerprofil. Übrigens: Selbstverständlich könnt ihr unsere PC-Zusammenstellungen auch als Vorlage für die Aufrüstung eines vorhandenen PCs nutzen. Bevor wir zu den acht PCs kommen, wollen wir aber noch auf drei Themen eingehen: den Preisanstieg bei Arbeitsspeicher, die Frage, wie wichtig eine SSD für einen modernen PC ist, und zu guter Letzt den Platz, den die Hardware benötigt.
Teurer Arbeitsspeicher
Wer sich schon vor einer Weile RAM oder einen PC gekauft hatte und inzwischen mehr Arbeitsspeicher nachrüsten möchte, wird vermutlich etwas erschrocken bemerkt haben, dass die RAM-Preise sich stark erhöht haben. Dies hat auch Auswirkungen auf unsere PC-Vorschläge. Betroffen ist nicht nur das immer noch weit verbreitete DDR3-RAM, sondern auch DDR4-RAM, das inzwischen zum Standard geworden ist.
Quelle: PC Games Hardware
Arbeitsspeicher ist seit letztem Jahr mehr als doppelt so teuer geworden
So kostete beispielsweise ein Riegel der beliebten DDR3-1600-RAM-Module Kingston HyperX und Crucial Ballistix Sport mit acht Gigabyte Kapazität vom Herbst 2015 bis zum Herbst 2016 unter 40 Euro. Ein Kit mit zwei Riegeln, also zusammen 16 Gigabyte, war über Wochen für gute 50 Euro zu haben. Seit dem Winter 2016 steigen die Preise aber massiv an und haben sich mehr als verdoppelt: ein einzelner 8GB-Riegel DDR3-RAM kostet derzeit mindestens 60 Euro, ein 16GB-Kit 125 Euro. Für DDR4-RAM hat sich die Lage sogar noch mehr verschärft: unter 140 Euro findet ihr derzeit kein 16GB-Kit mit einem Takt von DDR4-2400 oder schneller. Im Sommer 2016 waren nur 50 Euro fällig - der Preis hat sich also beinahe verdreifacht. Für unsere PC-Zusammenstellung gilt daher bis auf die beiden teuersten PCs, dass wir nur acht Gigabyte RAM als Vorschlag in die Konfiguration aufnehmen. Denn ein Aufpreis von 70 bis 80 Euro für 16 Gigabyte Arbeitsspeicher bedeutet schnell, dass man beim Prozessor oder der Grafikkarte sparen muss und merkbar an Spieleleistung verliert. Acht Gigabyte RAM reichen hingehen in nächster Zeit noch problemlos aus, so dass ihr keinen Nachteil habt, wenn ihr den PC nicht direkt mit 16 Gigabyte bestückt. Übrigens: beim RAM solltet ihr für Ryzen-CPUs darauf achten, dass es in den technischen Daten als "Dual Rank" geführt wird. Zwar ist auch "Single Rank" kompatibel, ist aber bei gleichem Takt langsamer. Bei Intel gibt es dieses Phänomen nicht. Leider ist die Info über die Rank-Art nicht für jeden RAM problemlos zu finden.
SSD: Sinnvoll für jeden PC
Bis auf unsere beiden Einsteiger-PCs setzen alle unsere Vorschläge auf eine SSD. Auf ihr installiert ihr Windows, alle eure Anwendungen und - je nach dem, wie viel Platz noch übrig ist - auch einige Spiele. Die Vorteile einer SSD sind ein schnelles Booten sowie ein sehr fixes Öffnen von Anwendungen und Ordnern. Denn im Gegensatz zu einer Festplatte enthält eine SSD keine mechanischen Teile. Bei einer Festplatte treten durch die mechanischen Bauteile bei der Datensuche immer wieder einige kleinere Verzögerungen auf, die so genannte Zugriffszeit, die zu der theoretisch möglichen Datenrate (Megabyte pro Sekunde) noch hinzukommt.
Quelle: PNY
M.2-SSD-Module sind nur für wenige Anwender sinnvoll.
Eine SSD aber hat eine deutlich höhere Datenrate und - für den Alltag der wesentliche Faktor - keinerlei Zugriffszeit. Bei Spielen macht sich dies in einer schnelleren Ladezeit bemerkbar, was aber je nach Spiel nur einen kleinen Vorteil bringt. Zudem kann es vor allem bei Open Word-Spielen, in denen beim laufenden Spiel Teile der Welt nachgeladen werden, per Festplatte minimale kleine Ruckler geben, die per SSD nicht mehr auftreten. 128 Gigabyte (ab etwa 50 Euro) reichen für Windows und alle Programme sowie einige Dokumente, Bilder und so weiter völlig aus. 240 bis 275 Gigabyte kosten etwa 90 bis 100 Euro. Die RAM-Modul-ähnlichen M.2-SSDs lohnen sich übrigens für einen Desktop-PC nicht. Die günstigeren M.2-SSDs sind pro Gigabyte nicht schneller als 2,5-Zoll-SSDs, aber aber ein wenig teurer. Es gibt auch besonders schnelle M.2-SSDs, die statt 500 bis 600 Megabyte pro Sekunde über 2.000 Megabyte pro Sekunde schaffen - allerdings sind diese M.2-SSDs wiederum am deutlich teuer pro Gigabyte, und da das größte Plus einer SSD die fehlende Zugriffszeit ist, bringt die besonders hohe Datenrate dieser SSDs auch nur in wenigen Fällen einen lohnenswerten Vorteil. Daher setzen wir für unsere PCs durchgehend auf 2,5-Zoll-Sata-SSDs.
