CES 2020: MSI, Dell und SSDs

Special Antonio Funes
CES 2020: MSI, Dell und SSDs
Quelle: AMD

Die CES 2020 bot auch in diesem Jahr viele Neuheiten und Informationen rund um Unterhaltungselektronik für den Endkundenmarkt. Dieses Mal erwarteten viele Leute von Sony und Microsoft Details zur PS5 (Playstation5 ) respektive Xbox Series X. Aber es gab auch viele für PC-Gamer interessante Hardware-Neuigkeiten, die wir in unserem Special zusammenfassen.

MSI: Mehrere neue Gamer-Produkte

Der Hersteller MSI bringt viele Informationen an die Medien, wenn es um die CES geht, da dort nämlich in jedem Jahr auch einige MSI-Neuheiten zu sehen sind. In diesem Jahr brachte MSI unter anderem die neuen Notebook-Reihen GE66 Raider und GS66 Stealth mit. Bei beiden Serien gibt es optional ein Display mit einer Bildwiederholrate von 300 Hertz. Auf der Messe hatte MSI ein speziell designtes GE66 Raider in der Dragonshield Special Edition dabei.

Ebenfalls zu sehen waren zahlreiche neue Monitore, unter denen MSI den gekrümmten Optix MAG342CQR hervorhebt, da er eine besonders starke Krümmung von 1000R bietet, die näher an der natürlichen Krümmung des menschlichen Auges liegt als übliche Curved-Monitore. Weitere vorgeführte Monitore waren die MSI Optix-Modelle MEG381CQR, PS321QR, MAG 251RX, MAG322CR und MAG322CQR. Die ersten beiden Ziffern geben jeweils die Diagonale in Zoll an - daher sticht ein weiterer neuer Monitor hervor, nämlich der MSI Optix MAG161.

MSI Creator 400: MSI hat es als Workstation-Gehäuse geplant, aber dank Glas-Seitenteil spricht es auch Gamer an, die ein schnörkelloses Design wünschen. Quelle: MSI MSI Creator 400: MSI hat es als Workstation-Gehäuse geplant, aber dank Glas-Seitenteil spricht es auch Gamer an, die ein schnörkelloses Design wünschen. Dieser Monitor hat eine Diagonale von nur 16 Zoll und wird von MSI als Monitor für Reisen vorgeschlagen, und zwar dank 240 Hertz auch für Gamer. Für Gaming-PCs hat MSI zudem noch ein neues AMD AM4-Mainboard vorgestellt, nämlich das X570 Tomahawk Wifi, das wie der Name schon sagt auch WLAN bietet. Mit den neuen All-in-One-Wasserkühlungen MAG Core Liquid 240R und 360R lässt sich zudem der PC leise kühlen, denn der Radiator ist mit zwei respektive drei Lüftern bestückt, die dank der großen Radiatorfläche nur relativ langsam drehen müssen, um die CPU zu kühlen. Mit dem Kürzel 240RH und 360RH gibt es die Kühler auch mit ARGB-Controller, um die mitgelieferten RGB-Lüfter zentral ansteuern zu können. Zu guter Letzt weist MSI auch noch auf das neue Gehäuse MSI Creator 400 hin. Das Gehäuse ist für kreative Berufe gedacht, da es vom Design her eher schlicht und edel, aber trotzdem modern erscheint, wie ihr auch links auf dem Bild sehen könnt. Wegen des Glas-Seitenteils richtet es sich aber auch allgemein an Nutzer, die ihre Hardware im Blick haben wollen, was vor allem bei Gamern häufig gewollt ist.

Dell: Nintendo Switch-Klon

Auf den ersten Blick dachten viele an eine dreiste Kopie der Nintendo Switch, als sie auf der CES am Stand von Dell vorbeischauten. Denn dort war ein tragbares Gaming-Gerät mit Display und seitlich angebrachten Controller-Parts zu sehen, und wie bei der Nintendo Switch lässt sich der mittlere Part auch stationär wie eine Konsole am TV nutzen. Das von der Dell-Tochter Alienware produzierte Handheld ist allerdings nur eine Konzeptstudie mit dem Namen Concept Ufo.

Alienware Concept Ufo - ein Hendheld-PC, der an Nintendos Switch erinnert. Quelle: Martin Wolf/Golem.de Alienware Concept Ufo - ein Hendheld-PC, der an Nintendos Switch erinnert. Es handelt sich dabei um eine Art Handheld-PC, denn das Concept Ufo ist technisch gesehen ein normaler PC, ein Spiel wie F1 2019 packt das Concept Ufo mit 60 Bildern pro Sekunde bei Verwendung der TV-Dockingstation. Es ist aber noch nicht klar, ob für das Gerät von Alienware oder auch eine ähnliche Variante davon eine spätere Veröffentlichung im Handel geplant ist.

SSDs: ADATA, SanDisk und Samsung

In Sachen SSDs stachen drei Hersteller hervor. Zum einen zeigte ADATA mehrere M.2-SSDs mit PCIe 4.0-Anbindung, die die mögliche Bandbreite auch gut ausnutzt: ADATA spricht von bis zu 7 GB/s beim Lesen und 6 GB/s beim Schreiben. Bei PCIe 3.0 ist bei 3,5 GB/s Schluss. Bisher bieten nur AMD-Mainboards für die Sockel AM4 oder sTRX4 einen passenden PCIe-Anschluss. Zu den Preisen gibt es noch keine Infos. Es gibt aber bereits PCie 4.0-M.2-SSDs unter anderem von Gigabyte und Seagate im Handel, die 5 GB/s schaffen. Die Preise liegen dabei derzeit etwa doppelt so hoch wie bei M.2-SSDs, die 2,5 GB/s schaffen, und etwa 60 bis 70 Prozent höher als bei M.2-SSD, die 3,5 GB/s erreichen. Auch Samsung und SanDisk zeigten neue SSDs. Bei Samsung gab es die neue PCie4.0-SSDs aus der Serie 980 Pro zu sehen, wobei die Datentransfer-Werte mit 6,5 GB/s (Lesen) und 5 GB/s (Schreiben) unterhalb der von ADATA gezeigten SSDs liegen. SanDisk beziehungsweise Western Digital (beide Unternehmen gehören zusammen) brachte wiederum eine SSD mit, die für Backups oder den mobilen Gebrauch gedacht ist. Dies allein ist nichts Besonderes - allerdings bietet besagte externe SSD satte acht Gigabyte Speicherplatz. Es handelt sich allerdings bei der auf der CES gezeigten SSD noch um einen Prototyp, der dank USB 3.2-Schnittstelle hohe Transferraten erzielen kann.

  1. Seite 1 CES 2020: Next-Gen-Konsolen
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