Die CES 2024 nähert sich ihrem Ende - wir fassen die wichtigen Hardware-Produkte für Gamer wie Grafikkarten von AMD und Nvidia und vieles mehr zusammen.
Die CES in Las Vegas ist seit langer Zeit jeweils zu Jahresbeginn die erste wichtige Messe, auf der es auch viel rund um Gaming-Hardware zu sehen gibt. In diesem Jahr startete sie am 9. Januar und läuft noch bis einschließlich Samstag, den 13. Januar. Die wichtigen Neuheiten sind bereits bekannt, daher fassen alles Wesentliche zusammen.
Uns geht es dabei speziell um Hardware, die für Spieler interessant ist - dabei sind diese Produkte nur ein kleiner Teil der CES, denn CES steht für "Consumer Electronics Show". Zu sehen sind also elektronische Produkte aus allen erdenklichen Sparten, Hauptsache sie sind für normale Privathaushalte interessant oder bedienen mögliche Trends wie KI.
So war zum Beispiel ein Fernglas auf der Messe vertreten, das beim Anvisieren eines Vogels die Vogelart erkennt und in der Linse anzeigt, oder auch ein Kinderwagen, der per KI-gesteuerter Kamera vor Gefahren durch Hindernisse oder Löcher warnt. Produkte mit und ohne KI für Automobile nehmen ebenfalls einen großen Anteil der Messe ein.
Unsere Themen sind aber Grafikkarten und Prozessoren von Nvidia, AMD und Intel sowie einige Infos über angekündigte oder einfach nur interessante präsentierte Hardware für Gamer von Firmen wie Asus, Gigabyte und mehr. Wir starten mit Nvidias 4000er-Refresh, welches das Label "Super" erhält.
Nvidia: RTX 4000-Super
Schon einen Tag vor dem offiziellen Beginn der Messe hatte Nvidia ein Video freigeschaltet, in dem es um Nvidias Themen der CES ging, unter anderem Robotik oder Vorteile der RTX-Technologie, die nicht nur bei Spielen relevant sind.
Für Spieler wesentlich war aber die Ankündigung von drei neuen Grafikkarten, die alle noch innerhalb dieses Monats erscheinen werden und leicht verbesserte sogenannte Super-Varianten von drei bereits verfügbaren Grafikkartenreihen sind.
Am 17. Januar macht die GeForce RTX 4070 Super den Anfang, es folgt eine Woche danach die GeForce RTX 4070 Ti Super, und am 31. Januar steht noch der Verkaufsstart die GeForce RTX 4080 Super an. Die folgende Tabelle zeigt einige technische Daten der drei neuen Super-Modelle im Vergleich mit ihren normalen Schwestermodellen:
| Grafikkarte | RTX 4080 Super | RTX 4080 | RTX 4070 Ti Super | RTX 4070 Ti | RTX 4070 Super | RTX 4070 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CUDA Cores | 10240 | 9728 | 8448 | 7680 | 7168 | 5888 |
| Boosttakt | 2550 MHz | 2510 MHz | 2610 MHz | 2610 MHz | 2480 MHz | 2480 MHz |
| Basistakt | 2210 MHz | 2210 MHz | 2340 MHz | 2310 MHz | 1980 MHZ | 1920 MHz |
| RAM | 16GB GDDR6X | 16GB GDDR6X | 16GB GDDR6X | 12GB GDDR6X | 12GB GDDR6X | 12GB GDDR6X |
| RAM-Anbindung | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 192 Bit | 192 Bit | 192 Bit |
| Release | 31. Jan | bereits erfolgt | 24. Jan | bereits erfolgt | 17. Jan | bereits erfolgt |
| UVP / Marktpreis | 1009 Euro | 1149 Euro | 889 Euro | 819 Euro | 659 Euro | 579 Euro |
Interessant wird aus unserer Sicht vor allem die Nvidia GeForce RTX 4070 Super sein, da sie deutlich mehr Shadereinheiten als die normale Variante bietet und als Preisempfehlung mit 659 Euro auf einem Level liegt, das nur etwa maximal 10 Prozent über der Mehrzahl der normalen RTX 4070-Modelle liegt.
Bei der RTX 4080 Super wiederum ist bemerkenswert, dass sie 140 Euro weniger kosten soll als die aktuell günstigste normale RTX 4080. Die RTX 4070 Ti Super wiederum punktet mit 16GB RAM, was 4GB mehr als bei der normalen RTX 4070 Ti sind. Wir werden natürlich die Leistung der neuen Super-Modelle auch in Specials thematisieren, sobald wir genügend Testergebnisse von unabhängigen Quellen zur Verfügung haben.
Quelle: MSI
MSI GeForce RTX 4070 Ti SUPER 16G GAMING X SLIM
Nvidia: GeForce Now-Neuigkeiten
Neben den neuen Grafikkarten könnte aufseiten von Nvidia für Spielefans auch interessant sein, dass der Cloudgaming-Service Nvidia GeForce Now ein paar Upgrades bekommt. Mit dem Service mietet ihr sozusagen einen PC, den ihr über die Cloud, also per Internet steuert. Je nach Abo-Modell habt ihr dann stärkere Hardware und somit höhere Bildraten und Auflösungen als Ergebnis verfügbar.
Dabei arbeitet Nvidia mit mehreren Publishern zusammen, sodass ihr zum Beispiel viele Steam-Spiele spielen könnt, indem ihr einfach euer Steam-Konto mit dem GeForce Now-Account verknüpft.
Auf diese Weise weist ihr nach, dass ihr ein Spiel besitzt, und könnt direkt loslegen - eine Installation ist nicht nötig, da die Games, deren Angebot stetig erweitert wird, schon auf den Nvidia-Servern vorinstalliert sind. Auf der CES gab es die Information seitens Nvidia, dass es künftig neben den Monatsabos auch Tagespässe geben wird, zudem wird G-Sync zur Verfügung stehen.
