Geschichte der Konsolenhersteller: Microsoft (Teil 1)

Special Simon Fistrich

Das dritte Kapitel unserer großen Konsolen-History beleuchtet den Branchengiganten und Xbox-Macher Microsoft.

Von der Garagenfirma zur Weltmacht

Xbox: Technik, die begeistert? Xbox: Technik, die begeistert? Kaum ist der junge Student Bill Gates in Harvard angekommen, knüpft er erste Kontakte zu Kommilitonen, die ebenso starkes Interesse an der aufkommenden Computertechnologie haben. Die damals schon sehr populäre, weil einfache, Programmiersprache BASIC will Gates mit seinem Freund Paul Allen auf eine neue Plattform portieren und verkaufen. Der Deal mit der Technologiefirma MITS kommt 1975 zustande, Gates und Allen nennen ihr Projekt Microsoft. Unter diesem Namen treten sie im gleichen Jahr erstmalig auf. Der Durchbruch für die aufstrebende Firma erfolgt 1981.

IBM will nach etlichen Großrechner-Projekten im Markt für Business und Personal Computer Fuß fassen, braucht dafür aber ein Betriebssystem. Die Verhandlungen mit dem Hersteller des Quasi-Standardsystems CP/M scheitern, daher wendet sich IBM an Microsoft. Bill Gates will aber selbst wegen der Dringlichkeit des Projektes nichts Neues schaffen und sieht sich daher in der Branche um, wer ein passendes Produkt möglicherweise bereits fertig gestellt hat. Fündig wird er bei Tim Paterson von Seattle Computer Products, dessen QDOS Microsoft für insgesamt 75.000 U.S.-Dollar abkauft, umbenennt und anschließend als PC-DOS (fast) allen IBM-PCs beipackt. Der Verkauf der PCs läuft hervorragend, Bill Gates bietet sein Betriebssystem auch anderen Herstellern unter dem Namen MS-DOS zum Beipacken an. Ab Mitte der 80er-Jahre wird kaum ein PC ohne das Microsoft-Betriebssystem ausgeliefert.

Grafik, die begeistert Grafik, die begeistert Dank des DOS-Aufsatzes Windows und der mächtigen Office-Suite stellt das Unternehmen bis 1995 alle Weichen so perfekt, dass Windows 95 ideal auch in die gängigsten Geschäftsbereiche passt. Damit ist der Siegeszug der Redmonder auch im Business-Sektor nicht mehr aufzuhalten. Die mittlerweile selbst aufgebaute Marktmacht sowie die perfekte Geschäftsstrategie machen Microsoft-Produkte im Prinzip unverzichtbar. Mit dem Erfolg wird auch die Kritik an den Geschäftspraktiken des Unternehmens immer lauter: Microsoft nutze seine Marktmacht und sein Kapital, um konkurrierende Produkte eiskalt aus dem Weg zu räumen.

Eine Welle von Klagen folgt, die Amerikaner lenken teilweise per außergerichtlicher Einigung finanziell ein, in einigen Fällen nimmt man zähneknirschend ein hartes Urteil an. Angesichts eines Netto-Gewinns von fünf bis zehn Milliarden U.S.-Dollar in den Geschäftsjahren 1997 bis 2004 lassen sich Bußgelder in Höhe von mehreren hunderttausend Dollar leicht verschmerzen.

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