Boom! Headshot!

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Die Zukunft der Ego-Shooter: Erfahren Sie in der Bestandsaufnahme, welche Titel in den Startlöchern stehen und was Sie erwartet.

Ich sehe, was du letzten Sommer gespielt hast

Unreal Tournament 3 von Epic Games Quelle: Epic Games Unreal Tournament 3 von Epic Games Direkt sichtbar und obligatorisch erscheint das kontinuierliche optische Aufmotzen der Ego-Shooter. Der Detailgrad nimmt stetig zu, auch wenn die Verbesserungen manchmal kaum wahrnehmbar erscheinen. Das Genre ist stetiger Motor für das Voranschreiten der Grafik aller Spiele, schließlich sind wir aus perspektivischer Sicht am nächsten mit den Polygon-Bauten verbunden. Texturen werden aus größtmöglicher Nähe beleuchtet und kritisch beäugt. Matschige Boden- und Wandtexturen locken kaum jemanden hinter dem Ofen hervor, deshalb besteht Handlungsbedarf. Denn der erste optische Eindruck hinterlässt in den meisten Fällen die größte Wirkung. Realistisch soll der Ballerspaß wirken, damit wir in die fiktiven Szenarien noch weiter hineinversetzt fühlen können. Eckig war gestern, lebendig muss die Umgebung anmuten.

Aus dem Dschungel in den Dschungel: Crysis Quelle: Crytek Aus dem Dschungel in den Dschungel: Crysis Beispielsweise Vorzeige-Shooter Crysis entführt uns unter anderem in einen Dschungel, ein Ort, der keine klaren Strukturen besitzt, keine Begrenzung eines ebenen Bodens oder einer Decke aufweist. Wildwuchs ohne direkte Laufwege und mit allerhand Gestrüpp, das uns entgegen peitscht und die Sicht raubt. Ähnliches gilt für Warhound, das sich dem direkten Vergleich aus dem Hause Crytek stellt und uns in den Urwald katapultiert. Diese aufwändige Umsetzung mit unendlich wirkenden Details frisst nicht nur Budget und benötigte Hardware, sie bringt uns der gerne verwendeten Umschreibung "Fotorealismus" erneut ein Stück näher. Bis die berechneten Bilder täuschend echt wirken, ziehen gewiss noch einige Jahre ins Land, doch der Anspruch ist klar. Täuschend echte Umgebungen wirken sich auf die vorherrschende Atmosphäre aus und stärken diese.

Interaktives Kino

Sonys heißes Eisen im Feuer: Killzone für PS3 Sonys heißes Eisen im Feuer: Killzone für PS3 Während die optische Komponente merklich anzieht, darf die restliche Inszenierung dagegen nicht abfallen und muss mehr bieten als eine halbgare Hintergrundgeschichte, die so oberflächlich wie das gewohnt lausige Nachmittagsprogramm im Fernsehen ist. Versoftete Groschenromane sorgen nicht unbedingt für überschwängliche Jubelstürme. Deshalb müssen wendungsreiche, spannend erzählte Storys her, die uns faszinieren. Ein interessanter Film bloß zum Nachspielen: Anno 1998 hat Half-Life diese Entwicklung entscheidend vorangebracht. Häufig wird schon im Intro deutlich, dass dem Spieler eine beeinflussende Komponente zugestanden wird. Durch ausführbare Kameraschwenks gewinnen diese an Interaktivität oder sind direkt nach einem geskripteten Schema spielbar. Aus einem Guss präsentieren sich die aktuellen Abenteuer, und der Trend des gestaltenden Spielablaufs wird sich fortsetzen.

Clive Barker's Jericho: Gruselige Gegner Clive Barker's Jericho: Gruselige Gegner Das heiß erwartete Killzone 2, das bei Guerilla Games in den Niederlanden entsteht, machte Schlagzeilen mit dem aufgewendeten Budget, welches alle bisherigen Filmproduktionen unseres europäischen Nachbars in die Tasche steckt. Die Überschneidungen mit Filmproduktionen werden immer deutlicher, stammen die Effekte ohnehin häufig aus dem Rechner. Nicht selten legen anerkannte Schriftsteller die Grundlage für die erzählte Geschichte eines Ego-Shooters. So verleiht zum Beispiel Clive Barker dem viel versprechenden Grusel-Gemetzel Jericho nicht nur seinen Namen, sondern wirkt hinter den Kulissen bei der Gestaltung der Handlung sowie der Charaktergestaltung mit. Keine Seltenheit, dass insbesondere für Taktik-Shooter Militärexperten zu Rate gezogen, um dem Ballerepos mehr Tiefe zu verleihen.

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