Videospiele für 10.000 Euro? Gibt's nicht. Gibt's doch! Wir begeben uns auf die Suche nach dem heiligen Gral!
Sammeln unter Spielern
Die Sammelkultur macht auch vor den Spielern nicht Halt. Während die Sammleritis bei vielen Konsolenzockern förmlich um sich zu greifen scheint, gibt es kaum PC-Gamer, die mit ähnlicher Akribie eine Sammlung aufbauen und pflegen. Das liegt an vielen Faktoren. Zum einen sind bestimmte Titel aus früheren Zeiten kaum oder nur unter großem Aufwand auf aktuellen PC-Systemen spielbar, sodass sich viele diese Mühe nicht machen möchten. Zum anderen ist der Wert von PC-Titeln bei weitem nicht so stabil wie der von Konsolenspielen.
Anhand von bestimmten Klassikern kann man das ganz gut illustrieren: Das von vielen PC-Spielern hoch geschätzte Civilization von Sid Meier aus dem Jahre 1991 hat heute praktisch keinen Wert mehr. Selbst der 2005 erschienene Teil IV der Reihe liegt gerade noch bei einem Gebrauchtwert von etwa 5 Euro. Das SNES-Spiel The Legend of Zelda: A Link to the Past, das in Deutschland 1992 erschien, hat heute immer noch einen Marktwert von mindestens 10 Euro, je nach Zustand lassen sich auch bis zu 25 Euro erzielen. PC-Games unterliegen also einem wesentlich stärkeren Werteverfall, nach Dritt- und Viertvermarktung werden interessante Titel oftmals nach zwei Jahren auf die Heft-DVD einer PC-Zeitschrift gepackt.
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