Bloodstained: Ritual of the Night im Test: So geht Castlevania! - Jetzt auch mit Video-Review

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Bloodstained: Ritual of the Night im Test: So geht Castlevania! - Jetzt auch mit Video-Review
Quelle: 505 Games

Symphony of the Night hat endlich einen inoffiziellen Erben! Auch ohne Lizenz ist Bloodstained ein Castlevania durch und durch, mit all seinen Stärken und Schwächen. Freut euch auf ein verschachteltes Schloss zum Entdecken, tonnenweise Monster, motivierende RPG-Elemente und massenhaft Fähigkeiten. Im Test klären wir, warum Bloodstained in keiner Metroidvania-Sammlung fehlen darf. Update: Jetzt auch mit Wertungen für die Konsolenfassungen und Test-Video!

Still und leise gammelt sie vor sich hin, die einst so wertvolle Castlevania-Lizenz. Ein Comeback ist derzeit nicht in Sicht, nach Jahren des Wartens ließ sich Publisher Konami gerade mal zu einer einfachen Retro-Sammlung hinreißen, in der aber ausgerechnet das wichtigste Spiel der gesamten Serie fehlt: Symphony of the Night. Dieser Meilenstein hätte eigentlich schon lange ein Remake oder einen ordentlichen Nachfolger verdient - und genau diese Lücke will nun Bloodstained endlich füllen. Für die Qualität des Action-Adventures bürgt Koji Igarashi, der sich als langjähriger Castlevania-Producer einen Namen gemacht hat und nun an seine alten Erfolge anknüpfen will. Auf treue Fans kann er jedenfalls zählen: Als Igarashi die Entwicklung von Bloodstained über Kickstarter ankurbeln wollte, kamen prompt mehr als 5,5 Millionen US-Dollar zusammen! Doch hat sich der Vertrauensvorschuss gelohnt? Im Test prüfen wir, ob Bloodstained die hohen Erwartungen erfüllen kann.

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Da Bloodstained eine komplett neue Marke ist, müssen Alucard und Richter diesmal zuhause bleiben. Stattdessen schlüpft ihr in Haut von Miriam, eine sogenannte Scherbenbindern. Ihr Markenzeichen: Sie ist in der Lage, Kristalle voller dämonischer Energie aufzusaugen und so ihre eigenen Kräfte zu mehren - also perfekt, um ein riesiges, verwinkeltes Schloss zu durchforsten, tausende von Monstern totzukloppen und irgendeine finstere Bedrohung aufzuhalten! Eine tiefgründige Handlung braucht ihr trotz ordentlicher (englischer) Sprecher nicht erwarten: Der Plot von Bloodstained erfüllt zwar seinen Zweck, schwappt aber auf ähnlich seichtem Niveau dahin wie in seinen geistigen Vorgängern. Macht aber nix, denn dafür stimmen die inneren Werte: Wer schon mal Symphony of the Night oder spätere Castlevanias für Nintendos Handheld-Konsolen gespielt hat, fühlt sich direkt heimisch! Grafisch ist Bloodstained zwar ansehnlich, aber auch kein Überflieger. Quelle: PC Games Grafisch ist Bloodstained zwar ansehnlich, aber auch kein Überflieger.

Castlevania in Reinkultur

Mit dem Reflektorstrahl kommt Miriam auch durch enge Gänge. Quelle: PC Games Mit dem Reflektorstrahl kommt Miriam auch durch enge Gänge. Das Metroidvania-Prinzip f lutscht wie geschmiert: Ihr lenkt Miriam aus der Seitenansicht durch die weitläufige, verzweigte Spielwelt, bekämpft ständig wiederkehrende Monster, sammelt Erfahrung und Gegenstände, levelt auf und werdet stärker. Mit Maus und Tastatur geht das etwas umständlich von der Hand, die Steuerung am Gamepad ist aber durchdacht und präzise. Den etwas lahmen Anfang muss man allerdings durchstehen, denn erst wenn Miriam das riesige Schloss erreicht, nimmt das Abenteuer an Fahrt auf. Spätestens hier wird ein guter Orientierungssinn unverzichtbar, eben typisch Castlevania! Wie in Symphony of the Night erbeutet ihr im Spielverlauf neue Fähigkeiten und Ausrüstung, damit könnt ihr dann weitere Teile des Schlosses erkunden - neben Klassikern wie dem Doppelsprung findet ihr auch frischere Ideen wie beispielsweise einen Reflektorbeam, der sich an spiegelnden Oberflächen bricht und der es Miriam erlaubt, durch enge Levelbereiche zu schlüpfen.

Beim Erkunden seid ihr komplett auf euch gestellt. Es gibt keine Questmarker oder Zielmarkierungen, nur sehr selten bekommt ihr von einigen Charakteren grobe Tipps, in welche Gegend ihr als nächstes müsst. Ohne genaue Zielvorgabe sucht ihr darum zwangsläufig viele Gebiete mehrfach ab, Backtracking ist somit fester Bestandteil der Bloodstained-DNA. Das ist einerseits klassisch und gut, andererseits wären hier und da optionale Tipps wünschenswert gewesen - zwei Mal blieben wir in unserem Test regelrecht stecken und suchten dann stundenlang nach dem nächsten Weg.



Ordentlicher Umfang

Dabei hätte Bloodstained diese Art von Spielzeitstreckung gar nicht nötig: Der Endboss lässt sich zwar schon in 10 bis 15 Stunden knacken, doch wer 100% der Map erkunden, den Großteil der Items sammeln und alle Zauber erlernen will, ist locker doppelt so lange beschäftigt. Nach dem Durchspielen locken außerdem ein New-Game-Plus-Modus und höhere Schwierigkeitsgrade zu einem weiteren Durchgang.

Im Gegensatz zu Symphony of the Night verzichtet Bloodstained aber auf den Kniff mit dem gespiegelten Schloss, ihr erforscht die Spielwelt also nicht zweimal. Stattdessen lernt Miriam ein Talent, das die Schwerkraft einfach an Ort und Stelle auf den Kopf dreht - leider machen die Entwickler aber kaum etwas aus dieser witzigen Idee. Auch hätten es ruhig ein paar Secrets mehr sein dürfen, im direkten Vergleich bringt ein Hollow Knight einfach deutlich mehr Content auf die Waage.
Längere Ladezeiten, schwächere Performance, abgespeckte Optik: Die Switch-Fassung hat das Nachsehen. Quelle: PC Games Längere Ladezeiten, schwächere Performance, abgespeckte Optik: Die Switch-Fassung hat das Nachsehen.

Trotzdem gibt es aber auch in Bloodstained reichlich zu entdecken, darunter versteckte Schätze, verschlossene Kammern (kann mir bitte mal jemand Celestes Raum erklären!?), optionale Minibosse, einen Bibliothekar (unbedingt mehrmals besuchen!) und einige Easter Eggs, darunter auch eine Geheimzone im nostalgischen 8-Bit-Design. Schöne Details! Und hier noch Tipp: Setzt euch im Garten der Stille mal an das Piano und wählt dazu die Carabosse-Begleiterin aus. Es lohnt sich!

Beute im Überfluss

Wer fleißig Waffen erbeutet, kann aus manchen von ihnen später besonders mächtiges Kriegsgerät basteln. Quelle: PC Games Wer fleißig Waffen erbeutet, kann aus manchen von ihnen später besonders mächtiges Kriegsgerät basteln. Erkundung und Kämpfe bilden eine flüssige Einheit: Auf jedem Gang, auf jedem Flur bekommt ihr es mit Monstern, Dämonen, Todesrittern und anderem Viechzeug zu tun, die Miriam mit einer riesigen Auswahl an Waffen von der Bildfläche säbelt. Dazu sammelt und bastelt ihr Dolche, Schwerter, Zweihänder, Äxte, Lanzen, Pistolen, Peitschen und vieles mehr, außerdem Rüstungen, Kopfbekleidungen und Schmuck. Die Gegner haben Miriam zwar nicht viel entgegenzusetzen, sind aber trotzdem überwiegend gut designt und abwechslungsreich. Schade allerdings, dass uns im späteren Spielverlauf viele Feinde einfach in leicht abgewandelter, stärkerer Form noch einmal vorgesetzt werden. Außerdem hätten es ruhig ein paar Bossgegner mehr sein dürfen, auch hier haben einige Castlevanias oder Hollow Knight klar die Nase vorn.

Scherben bringen Glück!

Fast jeder Gegner kann eine Scherbe droppen, die Miriam einen Zauber oder einen nützlichen Effekt verleiht. Quelle: PC Games Fast jeder Gegner kann eine Scherbe droppen, die Miriam einen Zauber oder einen nützlichen Effekt verleiht. Kristallscherben sind unsere wichtigsten Werkzeuge, wir erhalten sie meist zufällig von besiegten Gegnern. Das erinnert stark an das Seelensystem aus Castlevania: Aria of Sorrow, wenn auch in deutlich erweiterter Form: Es gibt beispielsweise Fortbewegungsscherben, mit denen Miriam tauchen oder rasend schnell durch die Levels brettern kann. Natürlich sammeln wir auch massenhaft Angriffszauber wie zielsuchende magische Bögen, Flammenwerfer oder einen magischen Schutzwall aus Gemälden, die um Miriam herumwirbeln. Eine weitere Scherbensorte bringt die Vertrauten (Familiars) zurück; Kenner von Symphony of the Night dürfen sich also wieder eine nützliche Elfe oder ein fliegendes Schwert an ihre Seite beschwören, die automatisch mitkämpfen und aufleveln. Und zu guter Letzt gibt es noch Scherben, die Miriam starke passive Boni verpassen, darunter simple Eigenschaften wie mehr Kampfkraft oder Resistenzen, aber auch praktische Extras wie eine Aura, die Items in der Nähe automatisch aufsammelt und brüchige Wände markiert.

Da nahezu jeder Gegner eine individuelle Scherbe droppen kann, sammelt ihr gigantische Mengen davon. Sehr viel mehr, als ihr jemals brauchen werdet, zumal der Großteil der Angriffsfähigkeiten schlichtweg nutzlos ist - wozu sollte man auch einen lahmen Zombie-Diener beschwören, wenn man stattdessen auch einfach einen riesigen Metallbohrer herbeizaubern kann, der selbst Bossgegner binnen Sekunden zerfetzt? Viele Scherben entpuppen sich daher als reine Gimmicks.
Wie in Symphony of the Night: Haben wir den den Schwert-Familiar (links im Bild) aufgelevelt, können wir die Klinge auch selber schwingen. Quelle: PC Games Wie in Symphony of the Night: Haben wir den den Schwert-Familiar (links im Bild) aufgelevelt, können wir die Klinge auch selber schwingen. Zwar könnt ihr den Großteil des Spiels mit euren Lieblingstalenten bestreiten, doch ab und zu lohnt es sich trotzdem, Scherben und Ausrüstung auszuwechseln. Ein Beispiel: Wenn ihr bestimmte Gegner gezielt für einen Kristall oder einen Gegenstand farmen wollt, solltet ihr einen Build wählen, der euer Attribut "Glück" erhöht, das die Dropchancen deutlich verbessert. Und damit das Auswechseln auf Dauer nicht zu lästig wird, dürft ihr in Bloodstained mehrere Builds fix und fertig abspeichern und durchschalten - das spart gerade im späteren Spielverlauf ein wenig Zeit.

Mächtiges Handwerk

Zwischen euren Streifzügen durchs Schloss ist ein kleines Dorf eure wichtigste Anlaufstelle, dort warten Händler und andere NPCs auf euch. Vor allem beim Handwerker Johannes werdet ihr viel Zeit verbringen! Denn jede Scherbe lässt sich nicht nur mehrfach sammeln, sondern auch in neun Stufen aufwerten. Das ist vor allem für die passiven Scherben wichtig, denn auf der Maximalstufe sind sie dauerhaft aktiv und müssen nicht mehr angelegt werden. Außerdem könnt ihr zahlreiche Gerichte kochen, die euch dauerhafte passive Boni verleihen - allerdings müsst ihr dazu Unmengen Zutaten von besiegten Gegnern sammeln. Obendrein habt ihr die Möglichkeit, besonders mächtige Waffen und Rüstungen herzustellen, allerdings müsst ihr auch dazu erst mal seltene Rohstoffe rankarren, die nur bei ganz bestimmten Feinden droppen.

Tipp: Bringt die Regenerationsscherbe so früh wie möglich auf Maximalstufe! Quelle: PC Games Tipp: Bringt die Regenerationsscherbe so früh wie möglich auf Maximalstufe! Und das bedeutet: Wer die besten Sachen im Spiel herstellen will, muss viel Geduld mitbringen, in manchen Fällen kloppt ihr ein und denselben Gegner gleich Dutzende Male in Folge um. Eben genau wie man es schon aus Igarashis Castlevania-Spielen kennt. Keine Bange: Wer keine Lust darauf hat, kommt auch ohne Grind ganz gut durchs Spiel. Im Handwerk liegt allerdings der Schlüssel, um Miriam zur alles vernichtenden Kampfmaschine zu machen - wer sich also dahinterklemmt, dürfte den normalen Schwierigkeitsgrad schnell als zu leicht empfinden.

Lahme Quests

Die meisten Nebenaufgaben sind einfallslos und laufen auf Monsterjagd oder Sammelei hinaus. Quelle: PC Games Die meisten Nebenaufgaben sind einfallslos und laufen auf Monsterjagd oder Sammelei hinaus. Neben dem Handwerker gibt's im Dorf zwei NPCs, die euch einfache Sammelquests auftragen: Die eine möchte mit Spaghetti, Pfannkuchen und anderen feinen Sachen bekocht werden, die andere bittet Miriam um Schmuck und Kleidung, mit denen sie die verstorbenen Dorfbewohner begraben will. Den Großteil davon müsst ihr natürlich selbst herstellen. Und dann gibt's noch eine dritte Frau, die weitere Aufgaben für euch hat, die aber leider noch einfallsloser sind: Für sie müsst ihr lediglich bestimmte Gegner in der Welt jagen, alles andere als spannend. Ihre letzte Quest bekommt ihr übrigens nur, wenn ihr den 10 Euro teuren DLC "Iga's Back Pack" gekauft habt. Der beinhaltet einen Bosskampf gegen Igarashi persönlich, dafür erhaltet ihr am Ende eine Schwertpeitsche, die aber leider ziemlich nutzlos ist. Da weder Waffe noch Bosskampf ihr Geld wert sind, raten wir klar vom Kauf des DLCs ab.

Bildergalerie

Spannender klingen da schon die Pläne der Entwickler, Bloodstained auch nach Release mit zahlreichen kostenlosen DLCs zu erweitern. Ein Gratis-Inhalt ist bereits bekannt: In naher Zukunft erhalten Käufer auch Zugriff auf einen zweiten spielbaren Charakter, den Samurai Zangetsu, der über einen eigenen Kampfstil und Fortbewegungsmethoden verfügt.

Geschmackssache: Die Grafik

Der Pixel-Look früherer Castlevanias ist passé, Bloodstained wurde komplett in 3D mit der Unreal Engine entworfen, was Vor- und Nachteile hat. So können die Leveldesigner gelegentlich die Kamera frei bewegen und dadurch räumliche Tiefe erzeugen, etwa wenn Miriam die Außenfassade eines Turms umrundet. Andererseits führt genau das auch zu unlogischen Momenten, denn das Gameplay ist nach wie vor streng zweidimensional - warum Miriam plötzlich nicht an einer Mauer entlanglaufen kann, obwohl die Kamera einen anderen Eindruck vermittelt, muss sich der Spieler selbst zusammenreimen.
Einer der deutlich cooleren Bossgegner: Hier kämpft Miriam auf einem Turm gegen zwei Drachen. Quelle: PC Games Einer der deutlich cooleren Bossgegner: Hier kämpft Miriam auf einem Turm gegen zwei Drachen. Auch über den Grafikstil, der kurz vor Release nochmal überarbeitet wurde und nun deutlich kontrastreicher daherkommt als früher, gibt es geteilte Meinungen: Einerseits zeigt Bloodstained einige hübsche Effekte, überwiegend nettes Monsterdesign und weiche Animationen. Andererseits erscheinen manche Räume auch etwas detailarm, die Beleuchtung wirkt gelegentlich blass und die wenigen Zwischensequenzen in Spielgrafik machen einen unfertigen, lieblosen Eindruck. Auch wenn die solide Musikuntermalung trotzdem dafür sorgt, dass schnell wieder dichte Castlevania-Stimmung aufkommt, muss sich Bloodstained den Vorwurf gefallen lassen, grafisch nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit zu sein - gerade im direkten Vergleich mit einem Ori and the Blind Forest, das inszenatorisch schon vor Jahren deutlich weiter war.

Nachtest für Switch und Konsolen (Update!)

Technisch lief unsere PC-Fassung dafür ausnehmend flüssig und auch stabil, in rund 30 Spielstunden ha Die Entwickler haben mehrere Patches für die Switch-Umsetzung angekündigt. Quelle: PC Games Die Entwickler haben mehrere Patches für die Switch-Umsetzung angekündigt. tten wir nur einen Absturz zu verzeichnen. Spielstände könnt ihr zwar nur an festgelegten Speicherräumen anlegen, doch wenn ihr das Spiel mal unterbrechen müsst, gibt's zumindest die Möglichkeit, an Ort und Stelle eine Art Quicksave anzulegen.

Sehr ärgerlich: Auf PS4 und Xbox One kam es zum Release zu einem üblen Bug, der den Spielfortschritt komplett verbaute. Wenn ihr Bloodstained in einer Disc-Version spielt, solltet ihr vor dem ersten Start darum zuerst alle verfügbaren Updates ziehen! Das gilt auch für die Switch-Fassung, die aber noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hat.

Die Schwächen in der Grafik kommen auf der Switch leider noch stärker zum Tragen als auf PC, Xbox One oder PS4. So fehlen auf der Nintendo-Konsole einige Grafikeffekte komplett (zum Beispiel Regen), viele Texturen wirken matschiger und die Beleuchtung simpler, außerdem wurden die Schatteneffekte sichtbar zurückgefahren. Im TV-Modus liegt die Auflösung bei 720p, im Handheld-Modus bei 576p - im Vergleich zu den anderen Fassungen pixelt das Bild also deutlicher auf.

Grafikvergleich: PC vs. Switch
In der Bücherei könnt ihr euch kostenlos nützliche Boni und Verbesserungen beschaffen. Nicht verpassen!
In der Bücherei könnt ihr euch kostenlos nützliche Boni und Verbesserungen beschaffen. Nicht verpassen! Bloodstained: Screenshot aus der Switch-Version

Mit der abgespeckten Optik könnten wir eigentlich noch sehr gut leben, doch leider bleibt's nicht dabei. So wurde die Framerate auf 30 Bilder pro Sekunde beschränkt, im TV- wie im Handheld-Modus. Leider fällt die Framerate in manchen Räumen noch unter diese Grenze und es kann zu Input Lags kommen, dadurch fühlt sich die Steuerung manchmal träger an als in den anderen Fassungen. Auch kam es in unserem Test zu vereinzelten Abstürzen, was ärgerlich ist, da es keine automatischen Checkpoints gibt - stattdessen müsst ihr klassisch in einen Speicherraum marschieren. Besonders störend sind aber die Ladezeiten beim Raumwechsel, denn die fallen auf der Switch deutlich länger aus als auf PC, PS4 oder Xbox One - in manchen Fällen müsst ihr mehrere Sekunden einen schwarzen Bildschirm anstarren, was in einem Spiel wie diesem schlichtweg zu lang ist.

Immerhin: Die Entwickler haben sich bereits für den technischen Zustand der Switch-Umsetzung entschuldigt. Nun sollen in Kürze einige Patches folgen, mit denen man den Port verbessern will - das ist löblich! Doch bis es soweit ist und die Switch-Fassung wirklich überzeugen kann, ziehen wir einen Punkt von der Wertung ab.

Bloodstained ist für PC, PS4, Xbox One und Nintendo Switch erhältlich. Die Sprachausgabe ist auf Englisch, die Textsprache ist aber frei wählbar, darunter auch Deutsch. Der Preis liegt bei ca. 36 Euro.

Wertung und Fazit

Meinung

Wertung zu Bloodstained: Ritual of the Night (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Bloodstained: Ritual of the Night (PS4)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Bloodstained: Ritual of the Night (XBO)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Bloodstained: Ritual of the Night (NSW)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Spielgefühl von Symphony of the Night wird super eingefangenGroßes Schloss bietet viel zu entdeckenMassenhaft Waffen, Rüstungen und Scherben zu erbeutenUmfangreiches Handwerk motiviertTolle Castlevania-AtmosphäreOrdentlicher UmfangPraktische Sets für Ausrüstung und ScherbenGelungene SteuerungWiederspielwert durch New Game PlusKostenlose DLCs in Arbeit
Handwerk erfordert zum Teil viel GrindÜberwiegend lahme NebenquestsSpannungsarme StoryViel BacktrackingKaum Spielerführung kann zu Frust führen (betrifft vor allem zwei Stellen)Viele Gegnertypen werden später recyceltInsgesamt wenig (eindrucksvolle) Bosskämpfe2,5-Darstellung nicht immer geglückt, grafisch nur MittelmaßSwitch-Version mit technischen Problemen (z.B. Performance, Ladezeiten)
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