Bear and Breakfast im Test - Seite 2
Test
In unserem Test plus Video gehen wir auf die Stärken und Schwächen des charmanten Aufbau-Games Bear and Breakfast ein.
Jeder Gast erwartet einen bestimmten Wert in seinem Zimmer, den wir abhängig von der genutzten Einrichtung erfüllen sollten. Liegen die Werte unter den Vorgaben, erhalten wir weniger Geld und keine perfekte Bewertung, was allerdings keine spürbaren negativen Konsequenzen nach sich zieht und immer noch besser ist, als ein Zimmer leer stehend zu lassen. Praktische Einrichtung, die einen Nutzen über die Dekoration hinaus bietet, müssen wir selbst herstellen und kaufen im Vorfeld nur die Blaupausen von unserem Haifisch-Überkonzern. Reine Dekoartikel können wir bei einem Waschbären direkt aus seiner Mülltonne kaufen, indem wir sogenannte "Wertsachen" bei ihm eintauschen. Diese bestehen aus dem Abfall, den unsere Gäste bei ihrem Besuch achtlos überall fallen lassen und welchen wir stets händisch aufsammeln müssen - ein überaus realistisches Szenario also.
Die meiste Zeit verbringt man neben dem Management der Gäste mit dem Aufbau der Hotels und der Planung sämtlicher Innenausstattung. Leider lassen sich Zimmer nicht im Gesamten verschieben, was mitunter zu Frust führen kann. Stattdessen kann man Räume in eine bestimmte Richtung vergrößern, die Möbel verstellen und dann zur anderen Seite hin wieder abreißen.
In diesem Artikel
Quelle: PC Games
Die meisten Dialoge sind gut, manchmal wiederholen sich einige Motive aber zu sehr.
Ein recht umständlicher Prozess, dafür dass sich der Titel als Aufbauspiel sieht. Dieser Aspekt rückt zwar dadurch in den Hintergrund, dass wir mit fortschreitendem Spielgeschehen mehr in den Management-Bereich reinrutschen, kommt aber immer wieder zum Tragen, wenn wir ein neues Ressort eröffnen.
Mehr als ein Topf voll Honig
Gerade in den späteren Unterkünften ist die Planung der Räume zunehmend relevant, denn mit jeder neuen Location fordert die Kundschaft eine weitere Annehmlichkeit ein. Badezimmer, Esszimmer, Heizung und Sonderausstattung wie eine Lounge oder Kinos bringen uns mitunter ins Schwitzen, wenn wir die Raumverteilung planen. Denn die Häuser, die wir renovieren, können nicht ausgebaut werden, sondern existieren in vorbestimmten Dimensionen.
Quelle: PC Games
Wenn wir uns nicht gerade um unsere Gäste oder neue Pensionen kümmern, erkunden wir die verschiedenen Orte, die unsere Ressorts umgeben.
Viele Zimmer kommen zudem mit einer besonderen Form der Wartung oder Aufgabe einher, die wir erfüllen müssen. Badezimmer haben beispielsweise nur einen bestimmten Wirkungsbereich, sollten also stets in die Mitte eines Hotels gebaut werden, wohingegen eine zentrale Heizung einen negativen Wirkbereich hat, weil sie Lärm abgibt.
Gerade der Heizungsraum, aber auch die Essensversorgung kommen mit einigen weiteren Verpflichtungen einher, etwa dem Befüllen mit Brennmaterial oder dem erstaunlich komplexen Kochsystem und natürlich dem Sammeln der benötigten Materialien.
Diese Aufgaben wirken zunächst angenehm erfrischend, entwickeln aber auf Dauer einen gewissen Nervfaktor.
Im späteren Spielverlauf wird dieser durch bestimmte Charaktere gemildert, die gegen Geld als Fachkräfte arbeiten und uns die Arbeit in voller Gänze abnehmen. Eine schöne Überraschung, die mit der Frage einhergeht, warum die komplexen Mechaniken vorher überhaupt Eingang ins Spiel gefunden haben, wenn wir sie am Ende aus Mangel an Zeit ohnehin automatisch erledigen lassen müssen.
Probier's mal mit Gemütlichkeit
Und Zeitmangel stellt sich irgendwann definitiv ein. Das Aufbauen weiterer Ressorts, die Erkundung der Welt und das Erfüllen von Missionen wollen miteinander in Einklang gebracht werden. Wenn wir uns hingegen mal nicht um unsere ankommenden Gäste kümmern, passiert im Grunde nichts. Wir nehmen sie für den folgenden Tag an und der Rest passiert von allein, was einchecken, auschecken und so weiter angeht.
