Battlefield knallt endlich wieder! Wir erläutern das Spielgefühl von Battlefield 6 und die letzten Probleme.
Was uns dann auch zum allgemeinen Spielgefühl bringt, denn ein Battlefield kann noch so tolle Features haben, wenn es sich schlecht anfühlt, dann bringt das alles am Ende nur wenig. Doch schon nach wenigen Runden fällt sehr deutlich auf: Battlefield 6 wirkt schon in der Vorabversion runder als sein Vorgänger zum Release. Das ist zwar keine große Kunst, aber trotzdem ein wichtiges Zeichen.
Das ist schon rund
Die Gefechte sind flott, aber nicht hyperaktiv. Man merkt sowohl an den Figuren als auch an den Fahrzeugen ein merkbares Gewicht und eine gewisse Schwerfälligkeit. Die Atmosphäre ist dicht und versprüht dieses Schlachtfeld-Gefühl, wenn neben einem die Panzer losziehen und über einem Heli und Jets entlang jagen. Dazu schreien sich die Soldaten jetzt wieder vernünftige und nachvollziehbare Rufe entgegen.
Quelle: PC Games
Das Bordgeschütz des Panzerwagens hat ebenfalls viel Durchschlagskraft
Schon gut gefallen hat uns auch die Time to Kill. Die ist kurz genug, dass man Gegner mit einer gezielten Salve sicher erwischt, aber trotzdem noch lang genug, dass man sich eventuell noch in Sicherheit retten kann. Mit den richtigen Waffen sind Kopftreffer aber auch sofort tödlich.
Obendrauf sind uns auch bereits kleine Details aufgefallen, die das Spielgefühl rund machen. Es gibt zum Beispiel jetzt direkt zum Launch ein vernünftiges Scoreboard. Das hat der Vorgänger erst nach Monaten geschafft.
Aber Spaß beiseite, ein wirklich schönes Detail ist, dass die Anzeige für Punkte und Kills jetzt etwas links versetzt aufploppt und nicht mehr mittig. Das klingt nach wenig, aber es führt zu einem freieren Sichtfeld in Fadenkreuznähe. Daran merkt man einfach, dass sich hier endlich mal wieder Gedanken gemacht wurden, wie man das Spielgefühl optimieren kann.
Wo hakt es noch?
Ist deswegen alles tutti? Nein, es sind schon noch Baustellen zu sehen. So ist der Rückstoß der Waffen zwar zu spüren, aber relativ einfach auszugleichen. Geübte Spieler könnten da also auch Präzisionswerkzeuge daraus machen. Tote Soldaten hatten außerdem immer mal seltsame Ragdoll-Effekte, wo sie etwas zu leicht durch die Gegend gerutscht sind. Das sind aber Dinge, die man relativ leicht beheben kann.
Nicht so leicht wird aber der fehlende Serverbrowser. Denn erneut spart sich EA eine Serverliste im Kern-Multiplayer. Wir werden einfach wahllos auf einen Server geworfen, der den gewünschten Spielmodus fährt. Ganz raus sind die gezielten Server aber nicht, sie werden nur wie in Battlefield 2042 ausgelagert.
Neben dem Kern-Multiplayer holt man nämlich tatsächlich den Portal-Modus zurück. Mit dem wollte man bereits in Battlefield 2042 einen Baukasten bereitstellen, in dem man sich eigene Spielmodi basteln konnte und Karten aus allen bisherigen Battlefields neu aufgelegt hat. Hier gibt man ebenfalls noch mal Gas, denn neben eigenen Spielregeln darf man die Maps jetzt auch selbst umbauen und anpassen. Damit erinnert Portal jetzt sehr an den Forge-Mode aus der Halo-Serie.
Quelle: PC Games
In Battlefield Portal kann man jetzt auch den Level selbst anpassen.
Wie man allerdings die Probleme vom ersten Portal-Modus angeht, konnte man uns noch nicht genau sagen. So ist Portal in Battlefield 2042 schnell zu XP-Farmen verkommen. Außerdem sind die Server immer wieder verschwunden, wenn niemand mehr drauf war. Sich also aus einer Liste einen Server aussuchen, war so nicht möglich.
Im Auge behalten
Obendrauf teaserte man beim Gameplay-Reveal auch die Rückkehr von Firestorm an, dem Battle-Royale-Modus von Battlefield. Zu dem hüllte man sich auf unserem Anspielevent aber noch in Schweigen. Ob der also zum Release kommt und er eventuell sogar Free to Play wird, können wir hier noch nicht sagen.
Was wir allerdings sagen können, ist, dass Battlefield endlich wieder auf dem richtigen Weg ist. Die Rückbesinnung auf Höhepunkte der Seriengeschichte hat sich für unseren kurzen Anspielzeitraum gelungen angefühlt. Battlefield 6 macht den Eindruck, dass es eben wirklich wieder ein Battlefield 3 oder 4, nur in modernem Anstrich ist und das ist genau das, was sich die Fans schon vom letzten Teil erhofft haben.
Abzuwarten bleibt aber, ob die Releaseversion diese Qualitäten auch durchgängig liefern kann, sowohl zum Release als auch in der Zukunft. Ein Live Service ist bereits bestätigt und hier wird sich zeigen müssen, ob man das geerdete Setting durchhalten kann oder sich irgendwann wildere und unpassendere Skins einschleichen werden.
Trotzdem macht Battlefield 6 Lust auf mehr und selbst wenn das noch nicht den Druck auf den Vorbesteller-Button rechtfertigt, ist es unserer Meinung doch schon gut genug, es wenigstens im Auge zu behalten oder mal selbst auszuprobieren. Vom 9. - 10. August und vom 14. - 17. August dürft ihr euch in der offenen Betaphase austoben.
Meinung
Battlefield 6 erscheint dann am 10. Oktober 2025 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X und S. Die Standard-Version kostet ca. 70€ und die Phantom-Spezial-Edition schlägt mit ca. 100€ zu Buche. Wer auf Steam kauft, EA-Account, muss allerdings nicht die EA-App nutzen. Transparenzhinweis: EA zahlte Anreise und Unterkunft für den Besuch des Vorschau-Events.
