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Kolumne Carlo Siebenhüner
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Quelle: Electronic Arts / pcgames

Battlefield 6 ist angekündigt, doch die Fans sind vorsichtig. In seiner Kolumne nimmt Carlo Siebenhüner den ersten Trailer für Battlefield 6 auseinander und fragt sich: Hat EA endlich dazugelernt?

Es ergibt nicht nur für die Schlachtenatmosphäre überhaupt keinen Sinn, wenn da 25 Klonkrieger durch die Gegend rennen. Das System hat das Teamplay auch fast komplett eliminiert. Es gab zwar Spezialisten mit festgelegten Fähigkeiten, die dann in Richtung der Klassen gehen sollten, aber Gadgets wie Medipacks, Munitionskisten oder Panzerfäuste waren für alle frei wählbar.

Und natürlich haben sich die meisten lieber für mehr Feuerkraft entschieden als für eine Support-Kiste. Aber das war nur eines der vielen Probleme von 2042. Bugs, sterile Karten, keine gute Technik: Es hat lange gedauert, bis das halbwegs in Ordnung gebracht wurde.

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Mich hat es sogar ehrlich gesagt überrascht, wie lange EA dann doch noch am Ball geblieben ist, um die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Der Support für das Spiel hielt vergleichsweise lange an, man hat eine Menge umgebaut und heute ist das Ding schon ganz anständig spielbar. Man konnte zeitweise sogar eine Menge Spieler zurückholen.

Hat EA dazugelernt?

Und ich verstehe das auch: Dieses chaotische Schlachtengefühl bietet eben nur Battlefield, selbst in den schlechteren Teilen. Genau deswegen hoffen viele Spieler weiterhin, dass sich die Serie endlich wieder aufrappelt. Trotz der letzten Katastrophe.

Ich finde, dass sie zumindest in einem Punkt tatsächlich dazugelernt haben. Für das neue Battlefield hat man nämlich direkt eine Sache wieder hochgezogen, die man für 2042 damals eingestampft hat: das direkte Sprachrohr zur Community!

Mit den Battlefield Labs hat man bereits im Vorfeld sehr engagierte Spieler ins Vertrauen gezogen, die dann regelmäßig Probespielen und Feedback geben durften. Zugegeben, das ist EA dann auch auf die Füße gefallen, denn es gab massenhaft Leaks im Vorfeld, aber hey... lieber Leaks als ein an den Fans vorbei entwickeltes Battlefield.

Ein Soldat weist andere an Quelle: Electronic Arts Ein Soldat weist andere an - Ein Hinweis auf das Squad-System? Jetzt wurde das Spiel aber auch endlich offiziell enthüllt! Der erste Trailer ist da und ich will hier mal die drei wichtigsten Infos für euch rausziehen. Zuallererst: Das ist erst mal nur ein In-Engine-Trailer. Das Video zeigt also nichts aus dem richtigen Spiel, deswegen sollte man mit voreiligen Schlüssen grundsätzlich vorsichtig sein.

Allerdings zeigt so ein Trailer zumindest mal ein paar erste Navigationspunkte, in welche Richtung das Spiel geht. Und die erste wichtige Erkenntnis ist das Setting! Wir sind wieder in einem modernen Kriegsszenario. Allerdings schmeißt man 2042, dieses konstruierte Monster, Gott sei Dank in den Mülleimer. Anstatt irgendwelcher staatenloser No-Pats ist es also ein nachvollziehbares Kriegsgemenge.

Boots on the ground

Die NATO wird von einem offenbar extrem starken privaten Militärbündnis, der Pax Armata, angegriffen. Zeitlich scheint es wirklich in der Jetztzeit zu spielen - vielleicht ein paar Jahre in der Zukunft, aber nicht viele, denn die Locations, die man sieht, sind definitiv bekannte.

Das ist der zweite wichtige Punkt: die Locations! In Battlefield 2042 gab es ausschließlich Fantasy-Maps. Die waren stellenweise von realen Orten inspiriert, da gab es etwa eine in der südkoreanischen Metropole oder eine halb im Sand versunkene Stadt. Vieles hat aber auf irgendwelchen nicht näher benannten Bergen, Wiesen und Wäldern stattgefunden.

Ein Panzer zielt in Richtung eines Gebäudes Quelle: Electronic Arts Ein Panzer zielt in Richtung eines Gebäudes Die gibt es in Battlefield 6 offenbar auch, man sieht also wieder diverse einsame Bergketten mit Militär-Stützpunkten darauf. Da gab es eine Szene, die mich an Damavand Peak aus Battlefield 3 erinnert hat - da hätte ich schon Bock drauf. Aber das Spiel schreckt eben auch nicht mehr davor zurück, an reale und teilweise sehr bekannte Schauplätze zu gehen.

Man sieht zum Beispiel: Brooklyn! Der Krieg geht also mitten in eine richtig fette Metropole hinein, und das erinnert mich natürlich sofort an Seine Crossing oder Metro aus Battlefield 3. Da hat man Teile von Paris in Schutt und Asche gelegt. Andere Schauplätze, die man bereits im Trailer hören konnte und die teilweise auch geleakt sind, sind Gibraltar und Georgia. Damit ist aber wohl Georgien gemeint und nicht der Bundesstaat in den USA.

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