Grafik, Technik, Bugs und das finale Fazit
Test
Wir klären im Test, warum das neue Battlefield 2042 über seine eigenen Ambitionen stolpert und wie es viele Serienfans vor den Kopf stoßen wird.
Jetzt kennen wir Vor- und Nachteile der Spielmodi von Battlefield 2042, doch müssen wir noch abschließende Fragen klären. Wie ist das grundlegende Gameplay, wie läuft das Spiel überhaupt und wie sieht es mit Bugs aus?
In diesem Artikel
Knackiges Gameplay mit Fehlern
Alles in allem spielt sich Battlefield 2042 rund. Die TTK ist nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz. Dadurch erfordern Kills durchaus ein gewisses Maß an Skill beim Zielen, ohne dass es in Frust ausartet, weil man sein ganzes Magazin im Gegner versenkt. In den besten Momenten fühlt man sich an alte BF4-Zeiten erinnert, diese Momente werden durch die Fähigkeiten der Spezialisten noch aufgepeppt.
Trotzdem ist nicht alles tutti im Gunplay, denn DICE hat ein durchaus diskutables Feature eingebaut: zufällige Streuung. Wer Battlefield 2042 spielt, merkt vor allem auf mittlere und hohe Distanz eine steigende Ungenauigkeit. Das kommt daher, dass eure Kugeln zufällig verziehen, obwohl ihr den Rückstoß ausgeglichen habt.
Quelle: pcgames.de
Auch, wenn recht genau schießen, brechen manche Kugeln zu offensichtlich aus. Das muss dringend abgeschwächt werden. (1)
Im schlimmsten Fall führt das dazu, dass ihr einen sicheren Treffer versemmelt und euch euer Gegner doch noch erwischt. Hier muss DICE noch nachbessern, damit Spieler nicht frustriert werden
Neue Waffen, Aufsätze und Skins erhaltet ihr durch ein motivierendes Levelsystem, dass euch bis Level 60 neue Waffen freischalten lässt, was euch gut und gerne 50-60 Stunden beschäftigen wird, wenn ihr nicht gezielt XP farmt. Einzig die bisher nur 22 Waffen in AOW und Hazard Zone sind etwas mager.
Wo ist die Power von Frostbyte?
Quelle: pcgames.de
Die Grafik von Battlefield 2042 sieht teilweise sehr kahl und detailarm aus.
Grafisch sieht Battlefield 2042 seltsam steril und detailarm aus. Häuser und Lagerhallen auf den neuen Karten sind kahl und bieten wenig Inneneinrichtung oder interessante Architektur. Hat man sich an den Look gewöhnt, sieht man aber die abwechslungsreich gestalteten Karten, die euch rund um den Erdball führen. egal ob eisige Antarktis, südkoreanische Metropole oder Schiffsfriedhof.
Ein Kritikpunkt sind aber die teils langen Laufwege für Infanterie über freies Feld. Da freuen sich die Sniper im Gegnerteam. Auch sorgt die Beleuchtung auf manchen Karten für ein verwaschenes und farbentsättigtes Bild.
Die Zerstörung bleibt in Battlefield 2042 hinter den Erwartungen zurück. Das einstige Alleinstellungsmerkmal der Serie wurde auf den neuen Maps auf ein Mindestmaß zurückgefahren. Zwar gibt es Gebäude, an denen man die Wände sprengen kann, doch komplett zum Einsturz bringen darf man kein Haus.
Einzig der Portal-Modus reißt das Ruder rum. Auf den runderneuerten Maps "Arica Harbour" und "Schlacht in den Ardennen" lassen sich ganze Dörfer zerbröseln. Das dynamische Wetterphänomen mit Tornados und Sandstürmen ist mehr heiße Luft. Bis auf umhergewirbelte Fahrzeuge samt Spielern und eine eingeschränkte Sicht machen sie keinen großen Unterschied.
Dazu kommt ein enormer Hardwarehunger. So berichten viele Spieler von starken Framdrops. Auch auf unserem Mittelklasserechner mit Ryzen 5 3600X und RTX 3060 fiel die Framerate stellenweise auf unter 50 FPS bei hohen Einstellungen. Trotz SSD-Speicher bekamen wir immer wieder mal aufploppende Texturen zu sehen. Auf Xbox One und PS4 dauerte es teilweise mehrere Sekunden, bis ein Charaktermodell im Menü fertig geladen ist.
Die Bugs
Was uns zum allgemeinen Zustand von Battlefield 2042 bringt. Wer die Beta gespielt hat, darf zwar aufatmen, denn Battlefield 2042 macht einen wesentlich runderen Eindruck als noch in der Probierversion. Fehlerfrei ist das Spiel aber noch lange nicht.
Quelle: pcgames.de
Das dynamische Wettersystem mit Tornado und Sandsturm sieht dafür sehr imposant aus. Spielerisch bleibt es aber eher ein laues Lüftchen
In unserer Spielzeit sind uns weiterhin haufenweise Bugs und Glitches untergekommen. Zur lustigen Sorte gehören Hovercrafts, die an Wänden hochfahren, oder seltsam übertriebene Ragdoll-Effekte. Wenn man als Medic aber partout keine Spieler wiederbeleben kann, die an Wänden liegen, oder einem gleich unsichtbare Wände im Weg stehen, dann ist das frustrierend.
Quelle: pcgames.de
Durch einen Bug fahren wir mit dem Hovercraft sogar Wände hoch. Battlefield 2042 ist zu Release alles andere als poliert.
Auch Serverausfälle und eingefrorene Matches gehören ab und an dazu. Vieles davon wird vermutlich schnell mit Patches behoben, doch sollte das nicht der Anspruch an einen Spielerelease sein.
Das fasst Battlefield 2042 auch ganz gut zusammen. Es stecken so viele gute Ideen im Spiel und in seinen besten Momenten schließt es nahtlos an frühere Meilensteine an. Doch in der Zeit dazwischen kämpft man mit Bugs und wundert sich über seltsame Designentscheidungen.
Dice und EA hätten hier den Release um einige Monate verschieben müssen, um aus einem mittelmäßig bis guten Spiel einen Meilenstein zu machen.
Meinung
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