Battlefield 2042 kurz vorm Test: Wir beantworten die wichtigsten Fragen + vorläufiges Fazit
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Battlefield 2042 steht in den Startlöchern und will der neue König am Shooterhimmel werden. Wir haben schon ausführlich Probe gespielt für ein erstes Fazit. Außerdem klären wir für euch kurz vorm Test die wichtigsten Fragen zum Start.
Es gibt Zeiten im Leben eines Videospielredakteurs, da ist Schlaf Mangelware. Der Herbst ist so eine Zeit, denn schließlich wollen ganz viele Spielehersteller ihre neuen Werke, wie Far Cry 6 oder Forza Horizon 5 an die Spieler bringen, damit es zum Weihnachtsgeschäft in der Kasse klingelt.
Wenn dann auch noch ein großer Multiplayershooter wie Battlefield 2042 daherkommt, den man im Rahmen eines abgekapselten Review-Events Probe spielen darf, dann hängen die Augenringe bis zum Boden - und die grauen Haare kommen noch dazu.
Obwohl wir Battlefield 2042 nämlich schon stundenlang gezockt haben, können und wollen wir uns noch nicht an ein endgültiges Fazit wagen. In diesem Artikel erklären wir, warum das so ist, wie unsere bisherigen Eindrücke sind und wann der finale Test kommt.
In diesem Artikel
Was haben wir gespielt?
Battlefield 2042 (jetzt kaufen ) erscheint offiziell am 19. November 2021 für PC, PS5, PS4, Xbox One und Xbox Series. Schon eine Woche früher, am 12. November, können alle Vorbesteller der Gold- und Ultimate-Versionen, sowie Besitzer eines EA Play Pro-Abos, loszocken. Außerdem steht für Abonnenten von EA Play und Xbox Game Pass Ultimate eine zehnstündige Trial-Version zur Verfügung.
Für Presse und Influencer veranstaltete EA bereits einige Tage vorher ein Review-Event. Dort konnten wir die Release-Version des Spiels, die am 12. November auf euren PCs und Konsolen landet, Probe spielen. Battlefield 2042 lief dabei auf unserer eigenen Hardware, doch waren die Spielmöglichkeiten begrenzt auf drei Tage, in denen wir für wenige Stunden nur fest vorgegebene Modi spielen durften. Außerdem schaltete EA alle Waffen, Gadgets und Skins frei, was uns einen Blick auf das Progressionssystem verwehrte.
Alles in allem also kein wirklich freier Blick auf das Spiel. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen, unseren Test um ein paar Tage zu verschieben, damit wir das neue Battlefield 2042 in freier Wildbahn erleben können. Unsere bisher wichtigsten Eindrücke wollen wir euch aber nicht vorenthalten.
Der erste Eindruck zählt
Quelle: PC Games
Die Umgebungen wirken steril und kalt. Das liegt aber nicht am technischen Unterbau, sondern eher am Design.
Als wir Battlefield 2042 das erste Mal starten, wirft es uns in ein Tutorial-Match, in dem grundlegende Fragen beantwortet werden, wie etwa "was muss ich machen, was habe ich für Fähigkeiten und wo kommen überhaupt die Kugeln raus?". UNSERE erste Frage war aber: "Wie sieht das denn aus?".
Ein Blick in das Einstellungsmenü bestätigt, dass alle Optionen auf Anschlag gedreht sind und wir die angeblich schönste Version auf den Monitor gezaubert bekommen - nur enttäuscht die. Beim weiteren Spielen erkennen wir aber, dass es nicht an der Technik selbst liegt. Schaut man genau hin, sieht man, dass die Frostbyte-Engine es durchaus immer noch draufhat. Texturen sind knackig scharf und an Fahrzeugen sieht man jede Schweißnaht.
Das Störende sind eher das Design und die Farbgebung. Battlefield 2042 wirkt in seinen Umgebungen seltsam steril und detailarm. Hochhäuser haben oftmals nur blanke Wände ohne Schnörkel und Innenräume sind größtenteils leer. Dazu wirken die Umgebungen farbentsättigt. Das sieht man vor allem auf der Karte "Neuanfang", auf der eine riesige Mauer eine Wüste von einer begrünten Oase trennt.
Eigentlich ein krasser Gegensatz, der im
Quelle: PC Games
Selbst bei krassen Gegensätzen wie Wüste und begrünte Oase fühlt es sich an, als ob ein grauer Schleier über dem Spiel liegt.
Spiel aber optisch enttäuscht. Vor allem im Vergleich zum fast farbenfrohen Battlefield 5 ist das ein deutlicher Unterschied, der uns zu weit geht. Es fühlt sich immer so an, als würde ein grauer Schleier über allem liegen.
Auch der Zerstörungsgrad auf den Maps ist ernüchternd. Zwar gibt es durchaus wieder Gebäude, an denen man die Wände zerbröseln kann, doch komplett zum Einsturz bringen darf man auf den neuen Maps kein Haus.
Auf Maps mit Hochhäusern sieht das ganze noch dürftiger aus. Filigrane Architektur bleibt standhaft und nicht mal die Fensterfronten der Wolkenkratzer zersplittern. Einzig der Portal-Modus reißt das Ruder hier noch rum. Auf den runderneuerten Maps "Arica Harbour" und "Schlacht in den Ardennen" gibt es tatsächlich ganze Dörfer, die man schön zerbröseln darf.
Bedenkt man aber, dass die Zerstörung mal eines der bestimmenden Features der Serie war, ist es wirklich enttäuschend, dass auf den neuen Karten so wenig kaputtgeht.
Was ist mit Bugs und Technik?
Für jeden, der die offene Beta gespielt hat, wird das die brennendste Frage sein. Hier können wir aber teilweise Entwarnung geben. Dice hat es geschafft, die größten Probleme des Playtests auszubügeln. Ganz rund läuft das Spiel aber trotzdem nicht. So berichten einige Spieler des Review-Events von Framedrops bis in Bereiche um die 40 FPS.
Gerade in hektischen Szenen entscheidet das über Sieg oder Niederlage, denn im Zweifel hat der Gegner diese Framedrops nicht. Auf unserem ersten Test-PC mit GeForce RTX 3080 lief das Spiel aber meist konstant bei 4K/60FPS. Wir werden das in den kommenden Tagen noch auf einem schwächeren Rechner testen.
Außerdem ploppen Texturen gerne mal unschön auf und der Messerangriff ist noch in einem schlechten Zustand. Während es in früheren Teilen verschiedene Animationen für den Messerkill gibt, je nach Richtung aus der man angreift, funktioniert das jetzt nur noch von hinten. Dazu kommt, dass die Positionen der Figuren in diesen Animationen oft nicht passen.
Quelle: PC Games
Beim Messerangriff schneiden wir für unseren Geschmack noch zu oft in der Luft herum. Kameraeinstellung und Figurenpositionen sind hier noch stark fehlerhaft.
In unseren Sessions haben wir öfters in der Luft herumgeschnippelt, als uns lieb ist - der Kill gilt dann aber trotzdem. Dazu gesellen sich stellenweise Lags und Verbindungsabbrüche. Die traten im Review-Event aber sehr selten auf, doch muss man hier betonen, dass die Teilnehmer des Events alleine auf den Servern waren. Wie sich das unter Volllast mit Millionen Spielern auswirkt, muss sich zeigen.
Das ist zwar alles verschmerzbar, doch in der Summe fällt es durchaus auf. Hier hätte ein bisschen mehr Entwicklungszeit den Unterschied zwischen einem kantigen und einem polierten Erlebnis machen können.
Wie sich Battlefield 2042 letztendlich spielt, lest ihr auf Seite 2!
