Seite 2: So sind Gameplay und Spielmodi im Ersteindruck

Special Carlo Siebenhüner
Seite 2: So sind Gameplay und Spielmodi im Ersteindruck
Quelle: Electronic Arts

Battlefield 2042 steht in den Startlöchern & will neuer König am Shooter-Himmel werden. Wir haben ausführlich Probe gespielt & ziehen ein erstes Test-Fazit!

Doch kommen wir mal vom technischen Unterbau zum eigentlichen Spiel, schließlich zählen in einer guten Beziehung auch die inneren Werte. Hier konnte auch die Betaversion des Spiels schon mit flottem Gameplay überzeugen, doch gab es auch einige Kritikpunkte, wie beispielsweise beim Waffenhandling.

Wie spielt es sich?

Die Spezialisten fügen sich mit ihren Fähigkeiten zwar größtenteils gut ins Gameplay ein, wirken aber durch ihren Charakter vor allem im normalen Multiplayer fehl am Platz.  Quelle: Electronic Arts Die Spezialisten fügen sich mit ihren Fähigkeiten zwar größtenteils gut ins Gameplay ein, wirken aber durch ihren Charakter vor allem im normalen Multiplayer fehl am Platz.  Die Kurzfassung ist hier einfach: Das Gameplay spielt sich durchweg gut und wurde im Vergleich zur Beta nochmal verbessert. Waffen haben wesentlich stärkeren Rückstoß und vorbei sind auch die Zeiten eines Battlefield 5, in denen man ein halbes Magazin in einen Gegner pumpen musste, bevor er umfiel.

In den besten Momenten fühlt man sich an alte BF 4-Zeiten erinnert. Die Eigenheiten der neuen Spezialisten fügen sich gut ins Gameplay ein und keine Fähigkeit fiel uns übermächtig auf. Doch merkt man, dass die neuen Charaktere eher für den Hazard-Zone-Modus entwickelt wurden und dann wohl in die anderen Modi reingequetscht werden mussten.

Während in Hazard Zone jeder Spieler im Squad unterschiedliche Persönlichkeiten nehmen muss, kann im Multiplayer theoretisch jeder Spieler den gleichen Spezialisten auswählen. Die Klonarmeen aus der Beta werden durch Skins zwar aufgebrochen.

Auf den Start- und Endscreens jeder Runde fällt es aber weiterhin auf, wenn ein Squad aus identischen Personen besteht oder zufällig zwei besonders gute Spieler mit den gleichen Spezialisten geehrt werden - Skins hin oder her.

Auch merkt man Fähigkeiten an, dass sie auf manche Modi hin entworfen wurden, die an anderer Stelle eher unpassend sind. Während die Hacking-Fähigkeit von Rao im normalen Multiplayer ziemlich nutzlos ist, da sie viel zu lange braucht, ist sie im langsamen Vorgehen eines Hazard Zone sehr hilfreich.

Wie sind Hazard Zone, All-Out Warfare und Portal?

Battlefield 2042 besteht aus drei sehr unterschiedlichen Modi. Während in "All-Out-Warfare" normale Multiplayermatches gespielt werden, ist "Hazard Zone" eine Mischung aus Escape from Tarkov und Apex Legends. "Battlefield Portal" dagegen dient als Baukasten und Remaster alter Teile.

All-Out Warfare

Bevor es im Hazard-Zone-Modus losgeht, kauft sich jeder Spieler seine Ausrüstung über Ingame-Währung, die in den Matches verdient wird.  Quelle: PC Games Bevor es im Hazard-Zone-Modus losgeht, kauft sich jeder Spieler seine Ausrüstung über Ingame-Währung, die in den Matches verdient wird.  Im normalen Multiplayer wird entweder "Eroberung" oder "Durchbruch" gespielt. Dabei prallen auf Next-Gen und PC bis zu 128 Leute aufeinander. Während sich die Spieler in Eroberung gut auf die verschiedenen Flaggenpunkte verteilen, ist es in Durchbruch kritischer. Da dort ein Angreiferteam zwei Flaggenpunkte einnehmen und das Verteidigerteam das verhindern muss, ballt man auf engem Raum.

Das war bei 64 Spielern schon chaotisch und wird mit noch mehr Spielern nur verstärkt. Trotzdem hat auch das seinen Reiz und funktioniert. Durch einen fehlenden Serverbrowser und den Zwang, mit den Spezialisten zu spielen, empfinden wir diesen Part des Spiels aber als am schwächsten.

Hazard Zone

Die Datenlaufwerke sind über die Map verteilt.  Quelle: PC Games Die Datenlaufwerke sind über die Map verteilt.  Hazard Zone ist das komplette Gegenteil der Massenschlachten. Hier müssen wir mit unserem Squad Datenträger sichern, die gegnerische Spielersquads aber auch wollen. Um die Missionen abzuschließen, muss man sich per Evakuierungsheli aus der Map retten. Der kommt aber nur zwei Mal pro Match und bei acht Squads wird es eng.

Ist man erfolgreich, bekommt man Ingame-Währung, mit der man neue Ausrüstung für die nächste Runde kauft. Spielmechanisch hat man sich bei Escape from Tarkov, aber auch bei Apex Legends und CoD: Warzone bedient.

Das Konzept geht auf. Die Matches sind spannend und bieten mit einem guten Squad auch tollem Momente. Nur könnte es hier auf Dauer an der Langzeitmotivation hapern. Außerdem ergab sich bereits nach wenigen Stunden eine Diskrepanz. Während gute Spieler schnell im Geld schwammen und sich damit gute Ausrüstung für die nächste Runde kaufen konnten, mussten erfolglosere Squads mit der Standardausrüstung klarkommen.

Portal

Unser Highlight ist aber Battlefield Portal. In diesem Modus finden sich die modernisierten Karten alter Teile der Serie, aber auch ein Baukasten, mit dem ihr euch neue Spielmodi baut. Auf den alten Maps können Rush oder Conquest gespielt werden, wie es früher war, denn die Entwickler bauen hier sogar die originalen Gameplayeigenschaften der Vorgänger ein.

So müsst ihr euch im Rush-Modus auf Bad-Company-2-Karten auch auf eine viel höhere Time to Kill einstellen, so, wie sie im Original eingestellt war. Im Baukasten schraubt ihr euch auch Wunsch zusätzlich noch eigene Spielmodi zusammen, in die ihr durch einen Logikeditor sogar eigene Routinen einbauen könnt. Damit sind auch Fun-Modi, wie "Knife only" möglich.

Enttäuschend ist aber, dass ihr eure eigenen Kreationen nur um die Modi "Team Deathmatch" und "Free for All" bauen könnt. Optimierte Einstellungen in Rush oder Conquest sind zum Launch nicht möglich und laut den Entwickler bisher auch nicht geplant.
Rush auf 'Valpariso' gibt sofort einen dicken Nostalgieschub. Da Gameplay-Eigenschaften wie Waffen und TTK auf die alten Teile angepasst wurden, spielen sie sich fast wie früher.  Quelle: PC Games Rush auf "Valpariso" gibt sofort einen dicken Nostalgieschub. Da Gameplay-Eigenschaften wie Waffen und TTK auf die alten Teile angepasst wurden, spielen sie sich fast wie früher.  Alles in allem ist Battlefield 2042 ein spielerisch sehr breites Paket. Egal ob große Multiplayerschlachten, intensive Squadkämpfe oder klassische Modi für die gehörige Portion Nostalgie, der Multiplayershooter will es allen Recht machen. Doch im ersten Eindruck verstolpert er sich dabei etwas.

Hier hätten wohl etwas mehr Entwicklungszeit und ein Überdenken bestimmter Designentscheidungen gut getan. Unser endgültiges Testurteil folgt dann in den nächsten Tagen.

Meinung

Bildergalerie

  1. Seite 1 Seite 1: Grafik, Bugs und Technik im Ersteindruck
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