Atlas Fallen Hands-on-Vorschau: Ein spielbarer Actionfilm!

Special Yannik Cunha Katharina Pache
Atlas Fallen Hands-on-Vorschau: Ein spielbarer Actionfilm!
Quelle: Focus Entertainment

Mit Atlas Fallen bringt Deck 13 ein neues Action-Rollenspiel auf den Markt. Dieses Mal handelt es sich jedoch nicht um ein Soulslike, sondern um eine völlig neue Marke mit eigenem Kampfsystem! Wir haben eine Demo von Atlas Fallen gespielt, hier kommt unsere Einschätzung + Video!

Aktive Skills sind Attacken, die wir einfach per Knopfdruck auslösen und sich optisch und schadenstechnisch sehen lassen können. Wir haben ein paar Stündchen gegrindet, um einen Einblick zu bekommen, wie mächtig wir vielleicht im späteren Spielverlauf werden können. Nutzen wir wirklich jede Mechanik richtig aus, schmelzen die gegnerischen Lebensleisten nur so vor uns hinweg, während wir uns immer wieder heilen. Mit unserem Build besiegten wir den Boss der Demo so fix, dass wir nicht einmal realisierten, dass es ein Boss war. Rollenspiel-Fans können sich also auf eine Menge Anpassung und Optimierung von Systemen freuen.

Eine Blume, bitte!

Es sieht aus, als würde Grinding einen großen Teil von Atlas Fallen ausmachen. Das Quest Design ist nämlich ähnlich wie in MMORPGs. Die sogenannten "Fetch Quests" machen einen Großteil des Gameplay-Loops aus. Wir gehen zu einer Person, sie erzählt uns irgendeine kleine Story, die auf jeden Fall darin endet, dass wir irgendwo hinsurfen und entweder etwas sammeln, anklicken oder verhauen.

Durch die wilde Umgebung in Atlas Fallen streifen eindrucksvolle Feinde. Quelle: Focus Entertainment Dadurch bekommen wir, wie so oft, Währung oder Items, um weitere Upgrades freizuschalten. Oft lösen wir auch Probleme mithilfe unseres magischen Handschuhs. Mit dem beschwören wir nicht nur unsere Waffen, wir können so auch Erde bewegen und ganze Bauten verschieben. Was in der Theorie interessant klingt und anfangs Eindruck macht, endet schnell darin, dass wir einfach zu farblich markierten Stellen rennen und ein Knöpfchen drücken, damit ein Weg freigeschaltet wird, um die Quest abzuschließen. Wir hoffen, die Fähigkeit wird im weiteren Verlauf des Spiels noch interessanter angewandt, damit sich die Idee nicht zu schnell abnutzt, Potenzial ist jedenfalls gegeben!

Was ist denn jetzt mit diesem Handschuh!?

Wir wissen selbst nicht, was es genau mit dem Handschuh auf sich hat, es gilt wohl genau das im Spiel in Erfahrung zu bringen. Was wir wissen: Der Handschuh ist von einem Geist besessen, mit dem unser Protagonist immer wieder redet. Leider sticht kein Charakter, auch nicht der Held, merklich hervor. Nicht einmal an den Namen unserer Hauptcharaktere erinnern wir uns, obwohl wir diesen Text am selben Tag verfassten, an dem wir auch das Spiel erlebt haben.

Im Gameplay-Abschnitt bauten wir keine Bindung zu irgendeinem Charakter auf, auch, weil ein großer Fokus auf der Umwelt liegt. Die Hauptstory schritt in der Demo aber auch nicht großartig voran, vielleicht geben die Figuren in späteren Storyabschnitten mehr her. Was jedoch jetzt schon nervt: ausgerechnet unser Handschuh-Geist, um den sich wohl einen Großteil der Geschichte dreht und der durchgehend Schwätzchen mit uns hält, hat nicht nur kaum Persönlichkeit, in der englischen Fassung wirkt seine Synchronisation auch noch echt unmotiviert. Gerade dieser ständige Begleiter sollte doch sympathisch sein, und nicht eine Reinkarnation von Navi aus Ocarina of Time, die uns jedes Mal nervt, wenn wir mit ihr interagieren müssen.

Lust und Hoffnung auf mehr!

Das alles bedeutet nicht, dass Atlas Fallen bislang ein schlechtes Spiel ist. Ganz im Gegenteil: Der grundlegende Aufbau bereitet auf jeden Fall sehr viel Spaß! Auch wenn die Kämpfe nicht die Tiefe oder Wucht der Genre-Konkurrenten erreichen, fallen wir oft in einen Journey-artigen Modus, in dem wir herumsurfen und Missionen erledigen, um unsere Ausrüstung und Skills zu verbessern.

Nicht ein einziges Mal kam uns in den Sinn, das Schnellreise-Feature zu benutzen - selbst einen Kilometer reiten wir in Rekordzeit auf den Dünen weg! Hier und da gibt es zwar Schatten und kleine Büsche, die aus dem Nichts in unserem Sichtfeld erscheinen, wir hatten es jedoch lediglich mit einer unoptimierten Beta-Version des Spiels zu tun. Die Pop-Ins könnten also noch verschwinden. Aber selbst wenn nicht, zerstören sie nicht das Erlebnis des Erkundens der Spielwelt.

Meinung

Wer Action-RPGs mag und nichts gegen eine Prise Grinding hat, wird mit Atlas Fallen vermutlich Spaß haben. Wir freuen uns auf die finale Version des Spiels und hoffen, dass unsere Bedenken aus der Welt geschafft werden! Atlas Fallen erscheint am 16. Mai für den PC und die gängigen Next-Gen-Konsolen von Sony und Microsoft.

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