Asterfel: Neues RPG ehemaliger Piranha-Bytes-Entwickler überzeugt mit enormem Potenzial
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Das neue RPG ehemaliger Piraha-Bytes-Entwickler setzt auf Oldschool-Stärken, eine offene Welt und freie Spielweise. Besonders Gothic-Fans sollten Asterfel unbedingt im Auge behalten.
Auch wenn RPG-Fans sich wirklich nicht über mangelnden Nachschub beklagen können, bleibt ein großer Wunsch seit Jahren unerfüllt. Besonders im deutschen Raum denken viele Rollenspieler gern an die Zeiten von Gothic und Risen zurück und schwelgen in bittersüßer Nostalgie.
Auch wenn das lange Warten auf das Gothic Remake im Juni dieses Jahres endlich ein Ende hat, so bleibt bis dahin noch immer eine Lücke zu füllen. Eine Hoffnung der eingefleischten Fans auf einen würdigen Antritt des Gothic-Erbes von Cralon, das aus der Feder zweier ehemals führender Piranha-Bytes-Entwickler stammt, entpuppte sich leider als herbe Enttäuschung.
Doch müssen Nostalgiefans jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, denn ein anderes deutsches Studio will für Nachschub sorgen. Das Team des Myteria Studios aus Köln beherbergt dabei erfahrene Entwickler, die unter anderem am Leveldesign von Gothic 3, Risen und The Witcher mitgewirkt haben. Der Debüt-Titel des Studios, Asterfel, ist genau von solchen ikonischen RPGs der 2000er inspiriert. Wir konnten uns in einem kurzen Playtest einen ersten Eindruck des Rollenspiels machen und verraten, warum ihr den Titel unbedingt im Auge behalten solltet.
Schiffbruch auf einer mysteriösen Insel
Während unserer etwa zweistündigen Spielzeit konnten wir die ersten Quests von Asterfel sowie eine Questreihe einer der drei Fraktionen des Landes etwa aus der Spielmitte erleben. Ähnlich wie bei den Vorbildern des RPGs erwachen wir zu Beginn des Spiels nach einem Schiffbruch an einem fremden Strand. Übrigens hat unsere Spielfigur keinen Namen. Woher kommt uns das nur so bekannt vor?
Beim Erkunden des Strands finden wir schnell ein bisschen Grundausrüstung, wie ein rostiges Schwert, etwas Nahrung und ein paar Heiltränke. Kaum ausgerüstet, laufen uns auch schon die ersten Gegner über den Weg, denn die Insel wird von einer geheimnisvollen alten Macht heimgesucht, durch die immer mehr Monster ihr Unwesen treiben.
Quelle: PC Games
Unsere ersten Schritte in Asterfel gehen wir an einem unbekannten, verregneten Strand. Das Szenario kommt uns irgendwie bekannt vor.
Nachdem wir uns mit dem rostigen Schwert unbeholfen durch die Gegner geschnetzelt haben, treffen wir auf einen älteren Mann, der uns aufnimmt und zur nächstgelegenen Farm führt. Dort erfahren wir alles, was wir über die Insel, ihre Fraktionen und grundlegende Spielmechaniken wie Magie, Alchemie und Kampf wissen müssen, und erledigen erste Quests, um den ansässigen Bauern zu helfen.
Eine gespaltene Nation
Wie wir es aus den klassischen Rollenspielen der 2000er gewohnt sind, tobt auch in Asterfel eine erbitterte Rivalität zwischen verschiedenen Fraktionen. Auf der Insel, auf der wir gestrandet sind, kämpfen die Mitglieder der Rebellengruppe Kindred gegen die Crown Wardens, die bewaffneten Schergen des Königs.
Denn der König von Asterfel beutet nicht nur sein Volk aus, indem er es in seinen Minen bis zum Tod schuften lässt. Seine unerbittliche Gier und das immer tiefere Schürfen haben außerdem einen uralten Gott geweckt, der nun das Land von mutierten Schrecken heimsuchen lässt.
Quelle: Mysteria Studio UG
Die Gier des Königs und das immer tiefere Schürfen in den Minen haben einen uralten Schrecken mit grauenerregenden Monstern entfesselt.
An dieser Stelle kommt die dritte Fraktion, die Scholars, ins Spiel. Diese besteht aus einer Gruppe von Magiern, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, mehr über die Macht des Gottes zu erfahren und die Auswirkungen seiner Magie auf das Land zu untersuchen.
Im fertigen Spiel können wir selbst entscheiden, ob und mit welcher dieser Fraktionen wir zusammenarbeiten wollen. Jede der Fraktionen bringt eigene Questreihen, Informationen über die Welt und Ausrüstung mit sich. In unserer Anspielzeit konnten wir eine Quest der Kindred-Fraktion, die etwa in der Spielmitte verfügbar sein soll, spielen, um ein besseres Gefühl für das Kampf- und Begleitersystem zu bekommen.
Quelle: PC Games
Am Strand begegnen wir Prescott, der uns netterweise seine helfende Hand reicht und uns zur nächstgelegenen Farm führt.
Gemeinsam mit den beiden Anführern der Rebellen sollen wir gefangene Arbeiter aus einem Lager der Crown Wardens befreien. Also kämpfen wir uns Seite an Seite durch die Wachen des Königs, die ein magisches Tor geöffnet zu haben scheinen. Im Lager angekommen, finden wir nicht nur die gefangenen Arbeiter, sondern auch eine Horde Monster, die sich gerade über die Männer des Königs hermacht.
Beim Kämpfen durch das Lager erledigen die beiden NPCs tatsächlich die meiste Arbeit. Oft rennen sie vorweg und greifen die dort lauernden Wachen oder Monster an, sodass wir leichtes Spiel haben und nur noch hinter ihnen herlaufen müssen. Allerdings kommen sie auch nicht mehr zurück, um uns hilfreich zur Seite zu stehen, sollten wir doch noch Gegner entdeckt haben. Beides ist etwas ärgerlich und noch nicht gut gebalanced. An dieser Stelle muss aber erwähnt werden, dass wir eine SEHR frühe Version des Titels gespielt haben. Bis zum Release, der im Moment noch nicht näher terminiert ist, kann also noch sehr viel passieren.
Quelle: Mysteria Studio UG
Überall in der Welt von Asterfel warten kleine (und große) Geheimnisse darauf, entdeckt zu werden.
Als wir uns schließlich bis zum magischen Tor durchgekämpft haben, endet unsere Spielzeit. Ob wir das Tor möglicherweise durchschreiten können, ist bisher nicht bekannt. Unsere Begleiter scheinen auch ausschließlich questexklusiv zu sein. Außerhalb der Fraktionsaufgaben sind wir vermutlich auf uns gestellt.
