Neues Oldschool-RPG: Warum besonders Gothic-Fans begeistert sein können
Special
Asterfel setzt auf eine offene Welt, freie Spielweise und Oldschool-Charme. Dadurch ist das RPG besonders für Gothic-Fans spannend und überrascht positiv.
Große Freiheit und Vielfalt
In Asterfel erwartet uns sowohl eine offene Welt, die wir frei nach unseren Vorlieben und in unserem eigenen Tempo erkunden können, als auch ein abwechslungsreiches Kampfsystem mit verschiedenen Kampfstilen und -fähigkeiten, die frei miteinander kombiniert werden können. Ob mit Schwert, Bogen oder Magie - oder einer Kombination aus allem -, im Verlauf des Spiels können wir verschiedene Stile ausprobieren, kombinieren und uns immer wieder neu entscheiden.
Die offene Welt überzeugt schon in den ersten Minuten mit ihrer düsteren Atmosphäre. Im weiteren Spielverlauf sollen zudem verschiedene Biome wie Wüsten und Dschungel sowie antike Ruinen darauf warten, entdeckt zu werden. Doch je weiter wir uns in die Wildnis von Asterfel wagen, desto größer werden die Gefahren, die sich uns in den Weg stellen.
Durch das Trainieren von Fertigkeiten und das Erfüllen von Quests steigern wir unsere Fähigkeiten und leveln Charakterwerte auf, sodass auch die größten Hindernisse früher oder später bezwungen werden können.
Quelle: Mysteria Studio UG
In den tiefen Minen des Königs lauert ein uralter, magischer Schrecken, der Unheil über das Land und die Bewohner Asterfels bringen will.
Oldschool-Charme, der nicht jeden Geschmack trifft
Auch grafisch schreit praktisch alles an Asterfel: "RPG der 2000er!" Das könnte ein Plus, aber möglicherweise auch die Achillesferse des Titels werden. Denn wer Wert auf fotorealistische Grafik legt, bei der die NPCs aussehen, als seien sie gerade der neuesten Topmodel-Show entsprungen, wird hier wohl enttäuscht werden.
Nicht falsch verstehen, optisch sieht das Spiel wirklich hübsch aus, auch wenn wir hier und da einige Grafikfehler hatten (auch hier sei wieder auf die sehr frühe Version hingewiesen). Doch kann es bei weitem nicht mit dem mithalten, was neuere RPGs wie The Witcher 3 oder Clair Obscur an Grafikpower liefern - und das will es auch gar nicht.
Denn auch das Grafikdesign soll das Nostalgiefeeling verstärken und den Eindruck eines waschechten Rollenspiels der 2000er erwecken. Und das gelingt Asterfel in der besten Art und Weise. Von so viel Charme und das bereits in einem so frühen Entwicklungsstand kann sich so mancher AAA-Titel noch was abschneiden.
Quelle: Mysteria Studio UG
Die offene Welt von Asterfel erstrahlt in einem altmodischen Glanz.
Große Hoffnungen und Lust auf mehr
Nach der kurzen Spielzeit und trotz der sehr frühen Version mit allen Kinderkrankheiten, die dazu gehören, hat Asterfel bei uns direkt den Nostalgie-Nerv getroffen. Von Beginn an hat sich der Titel frisch und zugleich herrlich vertraut angefühlt. Wer mit früheren Werken von Piranha Bytes wie Gothic oder Risen vertraut ist, fühlt sich in Asterfel schnell wie zuhause.
Bereits in den ersten Minuten haben wir so viel Spaß gehabt, dass wir es kaum erwarten können, mehr von der Welt und den Fraktionen von Asterfel zu sehen. Natürlich hat das kleine Team des Mysteria Studios noch jede Menge Arbeit vor sich. Bis auf wenige Ausnahmen waren die Dialoge noch nicht vertont und viele Grafikglitches haben uns auf unserem kurzen Weg begleitet. Doch das sind Dinge, die sich einfach ausbessern lassen.
Meinung
Insgesamt wurde jedoch schnell das enorme Potenzial des Spiels deutlich und hat große Hoffnungen auf einen würdigen Vertreter entfacht, der in die großen Fußstapfen charmanter Oldschool-RPGs treten kann. Spätestens zum Release werden wir erfahren, ob sich Gothic-Liebhaber hier auf ein neues Herzensprojekt freuen können. Wann genau das sein wird, ist bisher allerdings noch nicht bekannt. Daher müssen wir uns wohl oder übel noch eine Weile gedulden.
