WoW-Addon Unhalted Unit Frames wird wegen Beschimpfungen nicht weiterentwickelt
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Unhalted Unit Frames wird künftig nicht mehr aktualisiert. Der WoW-Addon-Autor hat viele Gründe, die ihm zum Abbruch bewegten.
Ein beliebtes WoW-Addon wird in der Zukunft nicht mehr weiterentwickelt. Der Entwickler von Unhalted Unit Frames hat angekündigt, keine weiteren Updates mehr zu veröffentlichen, nachdem er nach einem fehlerhaften Update mit Beschimpfungen, Hass und Belästigung konfrontiert wurde. Das Addon hatte kurz zuvor neue Gruppen- und Raid-Frames, Ready-Check-Anzeigen, Bedrohungsanzeigen und weitere gewünschte Funktionen erhalten. Die Aktualisierung war aber nicht frei von Problemen.
Ein fehlerhaftes Update führte zu wütenden Reaktionen
Unhalted Unit Frames gehört zu den bekannteren Interface-Addons für World of Warcraft (jetzt kaufen ). Laut Wowhead kam das Addon seit dem Start von Midnight auf mehr als 1,075 Millionen Downloads. Es ist also kein Wunder, dass das jüngste Update viele Spieler direkt traf. Wer sich im Raid oder in Gruppen auf bestimmte Frames verlässt, merkt Fehler sofort.
Nach dem Update häuften sich Beschwerden auf der Projektseite, im Discord, in Direktnachrichten und auf weiteren Kanälen. Kritik an einem kaputten Addon ist verständlich, besonders wenn es im Spielalltag wichtige Funktionen betrifft. Der Ton soll jedoch so stark eskaliert sein, dass der Entwickler wenige Stunden später die Reißleine zog.
In einer Nachricht im Unhalted Development Discord erklärte Unhalted, dass das Addon nicht mehr aktualisiert werde. Der Entwickler sprach von einer augenöffnenden Erfahrung und machte klar, dass er sich dieses Ausmaß an Beschimpfungen und Belästigung weder geben müsse noch wolle. Er erinnerte außerdem daran, dass es sich um ein kostenloses, allein entwickeltes Leidenschaftsprojekt handelt.
Viele WoW-Spieler nutzen Addons täglich, oft über Jahre, und behandeln sie irgendwann fast wie offizielle Bestandteile des Spiels. Dahinter stehen aber meist einzelne Menschen oder kleine Teams, die ihre Freizeit investieren. Wenn etwas kaputtgeht, ist das ärgerlich. Es rechtfertigt aber keine persönlichen Angriffe. Es ist kürzlich noch mehr in der WoW-Welt passiert. Ein Booster-Krieg eskaliert. Sogar Blizzard kann die Spirale nicht stoppen.
Der Fall zeigt ein größeres Problem der WoW-Addon-Kultur
World of Warcraft lebt seit vielen Jahren stark von Addons. Raidframes, Bossmods, WeakAuras, Nameplates, Taschen, Buffs, Logs und Interface-Anpassungen sind für viele Spieler ein fester Teil des Erlebnisses. Dadurch entsteht aber auch eine gefährliche Erwartungshaltung. Was kostenlos entsteht, wird im Alltag plötzlich wie ein bezahlter Service behandelt.
Unhalted schreibt selbst, dass Addon-Entwickler das aus Spaß machen und viele von ihnen normale Jobs haben. Daran scheinen manche Nutzer nicht mehr zu denken, wenn ein Update Probleme verursacht. Natürlich dürfen Spieler Fehler melden, Frust äußern und Alternativen suchen. Entscheidend ist aber, wie sie das tun.
Der Fall ist auch deshalb bitter, weil das Update viele gewünschte Funktionen liefern sollte. Gruppen- und Raid-Frames waren ein großer Schritt für das Addon. Dass ausgerechnet dieser Ausbau nun zum Auslöser für das Ende der Entwicklung wurde, ist für geduldige Nutzer einfach schade. Wie denkt ihr darüber? Nutzt gern die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile enthält. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
Quelle: wowhead
