Zurück zu den Wurzeln der Assassinen - So gelungen ist das Schleich-System in Assassin's Creed Shadows
Special
Seit Assassin's Creed Origins haben sich die großen Open Worlds immer weiter von den Wurzeln der Assassinen entfernt. Mirage war ein erster Schritt zurück zu alten Stärken. Doch welchen Weg geht Assassin's Creed Shadows?
Für alle, die sich nicht entscheiden können oder wollen, gibt es übrigens auch einen Modus, der automatisch an fest vorgegebenen Stellen zwischen den beiden Charakteren wechselt. Dieser lässt sich zu Beginn des Spiels oder währenddessen in den Optionen ganz einfach einstellen.
Wer sich also lieber in offensive Kämpfe stürzen möchte, kann sich als mächtiger Samurai Yasuke durch Gegnerhorden schnetzeln, wobei mich das Stürmen der Festungen stark an die Klosterraubzüge in Valhalla erinnert hat. Für alle, die lieber in klassischer Assassin's-Creed-Manier aus dem Schatten agieren und Gegner im Geheimen erledigen, ist Naoe die richtige Wahl. Als Shinobi weiß sie, wie sie mit ihrer Umgebung verschmelzen kann und zum tödlichen Schatten wird. Da ich lieber schleiche, habe ich mich meist für Naoe entschieden.
Interessante neue Möglichkeiten
Beim Spielen von Naoe merke ich schnell, dass die Entwickler sich einige spannende Neuerungen für das Stealth-System überlegt haben. Neben den bekannten Mechaniken, wie in der Hocke zu schleichen und mich in Büschen oder Heuhaufen zu verstecken, habe ich mit Naoe deutlich mehr Möglichkeiten, mich den Augen meiner Gegner zu entziehen.
Neben weiteren Versteck-Optionen in der Spielwelt, wie Brunnen, Waffenkisten oder Schränke, kann ich Naoes Shinobi-Fähigkeiten verbessern und auch im seichten Wasser unentdeckt bleiben. Dabei muss ich auch nicht auf meine Sauerstoffanzeige achten, denn sobald ich den richtigen Skill gelernt habe, kann ich durch ein Schilfrohr atmen, solange ich mich nicht bewege. So kann ich Gegner in offenen Arealen auch aus einem Teich heraus belauschen oder angreifen, falls nötig.
Quelle: PC Games
Richtig cool ist das Spiel mit Licht und Schatten. Denn nachts kann ich auch im Schatten nicht gesehen werden, außer meine Gegner kommen mir sehr nah. Halte ich mich fern von Lichtquellen, kann ich mich schnell und ungesehen durch gegnerisches Gebiet bewegen, ohne regelmäßig nach dem nächsten Busch oder Heuhaufen Ausschau halten zu müssen. Daher gestaltet sich das Schleichen in eine gegnerische Burg in der Nacht deutlich leichter.
Dennoch ist Vorsicht geboten. Zwar kann ich die aufgestellten Lampen und Feuerschalen löschen, damit ich nicht entdeckt werde, doch werden die Gegner auch schnell auf fehlendes Licht aufmerksam. Dadurch bleibt das Schleichen trotz spannender neuer Möglichkeiten anspruchsvoll.
Und auch das Wetter hat einen Einfluss darauf, wie schnell ich von Gegnern entdeckt werde. Da diese auch von lauten Geräuschen alarmiert werden, geben Regenströme oder stürmische Winde mir zusätzliche Deckung. Wohingegen ich bei schönem Wetter und Sonnenschein leicht gesehen werden kann. Durch die so erzeugte Immersion macht das Schleichen in Shadows wieder richtig Spaß.
Tief am Boden oder durch luftige Höhen
Um das Spiel als Assassine so richtig abzurunden, haben die Entwickler von Ubisoft zusätzlich zu den neuen Möglichkeiten unentdeckt zu bleiben, weitere Optionen zur leisen Fortbewegung eingebaut. So kann ich mich neben dem bereits bekannten Schleichen in der Hocke in Shadows auch auf den Boden legen und kriechen. Besonders auf weiten Lichtungen, im flachen Wasser oder auf Dächern ist das sehr praktisch.
